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Region Neumarkt
Dienstag, 16. Januar 2018 7

Treffen

Viele Ideen für Jugendarbeit

Der lokale Kinder- und Jugendplan soll Mitte 2018 erstellt sein. Im ersten Fachbeirat war die Mitarbeit enorm.
Von Heike Regnet

Was wünschen sich die Jugendlichen und wie kann man es umsetzen? In den Workshops waren die Ideen der Teilnehmer gefragt. Fotos: Regnet

Freystadt.Ein Jugendtreff in Freystadt, mehr Cafés, günstigere Busverbindungen, ein attraktiverer Bikepark und ein besseres Freibad – die Wünsche der Jugendlichen, die beim Jugendforum im Oktober gesammelt wurden, sind vielfältig. Am Montag ging es bei der Aufstellung des lokalen „Kinder- und Jugendplans“ in die zweite Runde und das Interesse war groß.

Über 60 Teilnehmer drängten sich beim ersten Fachbeiratstreffen im Sitzungssaal, denn neben den geladenen Jugendlichen waren auch viele Vertreter der örtlichen Vereine gekommen. „Jugend und Zukunft gehören zusammen“, gab Bürgermeister Alexander Dorr das Motto vor.

Jugend gab die Themen vor

Kreisjugendpfleger Oliver Schmidt informierte zunächst über die Ergebnisse des Jugendforums, an dem im Oktober über 80 Jugendliche teilgenommen hatten und mahnte zugleich: „Kinder- und Jugendarbeit ist eine gesetzliche Aufgabe.“

Im Landkreis ist Freystadt die siebte Gemeinde, die einen lokalen Kinder- und Jugendplan erstellt, so Schmidt. Dieser sei die Grundlage für die künftige Jugendarbeit in der Gemeinde. Zufrieden zeigte sich Schmidt mit dem abgehaltenen Jugendforum, an dem sich Jugendliche aus elf Ortsteilen beteiligt hatten. Die meisten Teilnehmer waren zwischen zwölf und 16 Jahre alt. „Genau die Zielgruppe, die wir erreichen wollen.“ Fünf Themen wurden beleuchtet. Die Ergebnisse waren am Montag Grundlage für die Arbeit im Fachbeirat.

So wurden fünf Handlungsfelder festgelegt und in den Workshops war die Meinung der Teilnehmer gefragt. „Wir finden es gut, dass endlich was für uns Jugendliche gemacht wird“, sind sich Patrick, Adrian, Sophia, Linus und Fabian einig. „Bei uns in Forchheim haben wir einen Jugendtreff, der super funktioniert“, erzählt der 15-jährige Adrian. Die Dorfjugend könne sich jederzeit im alten Schulhaus treffen. Ein idealer Platz, um zusammenzukommen. Entschieden anders ist es in Freystadt. „Bei uns gibt es halt gar nichts“, sagen Linus und Fabian. „Bisher haben wir uns mit unseren Freunden am Spielplatz getroffen, aber da hängen jetzt auch Verbotsschilder. Im Augenblick wissen wir gar nicht, wo wir hin können.“

Das Einrichten eines Jugendtreffs hat sich auch Jugendbeauftragter Hans Kerl ganz oben auf seine Agenda geschrieben. „Aber es wird wohl noch etwas Zeit vergehen, bis es soweit ist“, sagt er, denn erster Schritt sei die Aufstellung des Kinder- und Jugenplans. Geht es nach Oliver Schmidt, könnte dieser bis Mitte nächsten Jahres stehen. Das zweite Treffen des Fachbeirats soll daher schon am 16. Januar, Beginn 18.30 Uhr, stattfinden.

In Freystadt fehlt ein Jugendtreff

Dass in der Jugendarbeit Handlungsbedarf besteht, wurde bei der Präsentation der Ergebnisse aus den Workshops deutlich. Angeregt wurde, den vor Jahren bestandenen Jugendtreff im Haus Franziskus wiederzubeleben. Wichtig sei aber, dass der Jugendtreff für jeden offen stehe. Ein neuer Treffpunkt könnte am alten BayWa-Gelände Platz finden oder im Stockhäusl an der ehemaligen Stockbahn des TSV Freystadt auf dem Volksfestplatz und im Idealfall sogar in der alten Apotheke am Marktplatz.

Besser beworben werden, sollte der Discobus. Eine Runderneuerung wurde für Bikerbahn und Naturbad gewünscht. Freies WLAN sollte an mehr Orten als bisher zur Verfügung stehen. Zu wenig Freizeitmöglichkeiten biete Freystadt an den Sonntagen. Cafés oder Bistros fehlen. Gezielte Aktionen könnten zudem für mehr Abwechslung sorgen. Vorgeschlagen wurden Beachpartys am Naturbad, Sportevents der Vereine, eine Eislaufbahn und eine Ausbildungsmesse.

Angemahnt wurde aber auch, dass Jugendarbeit nicht nur in Freystadt selbst, sondern ebenso in den Ortsteilen stattfinden müsse. „Wir brauchen überall begleitete Jugendarbeit“, forderte eine Teilnehmerin entschieden.

MEHR INFORMATIONEN UNTER:

www.mittelbayerische.de

Kreisjugendpfleger Oliver Schmidt führte durch den Abend.

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