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Kultur

Vorfreude auf das neue Stück ist spürbar

Die Proben für das Stück „Plutos“ des Neumarkter Musical- und Theatervereins laufen auf Hochtouren. Die Schauspieler sind mit Feuer und Flamme dabei.
Von Julia Pröbster

Jeden Samstag proben die Akteure in der Mittelschule West. Foto: Pröbster

Neumarkt.„Bitte alle mal die Unterhaltungen einstellen!“, ruft Tobias Thumann, der die Regie für das neue Musical „Plutos“ führt. Der Musical- und Theaterverein Neumarkt ist derzeit voll und ganz mit den Proben für das neue Stück beschäftigt. An den ersten beiden Wochenenden im Juni ist die Probe des ersten Akts an der Reihe. An den letzten beiden Wochenenden ist dann der zweite Akt in Arbeit. Die Theaterproben finden wöchentlich am Samstag um zehn Uhr in der Mittelschule West statt.

Bei jedem der Musicaldarsteller ist die Vorfreude auf das Stück zu spüren. Und alle sind mit Feuer und Flamme mit den Vorbereitungen beschäftigt. „Durch das Spielen selbst lernt man“, sagt Maria Niclas, die die Göttin der Armut, welche Penia genannt wird, spielt. Es ist also kein pures Textlernen Zuhause am Schreibtisch, sondern viel mehr ein lockeres Verinnerlichen durch viel proben bis die Rolle sitzt.

Penia stellt den Gegensatz zum Gott des Reichtums, Plutos, dar. Dessen Rolle wird von Roland Pröbster, der bereits sein fünftes Stück spielt, verkörpert.

Eine weitere Hauptfigur ist Babsi, die mit einem eher wenig erfolgreichen Mann verheiratet ist. Sie ist wenig emanzipiert und somit auf sein Einkommen angewiesen. Die Figur ist wie jede andere doppelt besetzt. Sie wird von Conny Lang und Elena Bärtl gespielt.

Außerdem darf natürlich ein verführerisches Mädchen nicht fehlen. Für diese Rolle steht Lulu, die von Anja König übernommen wurde. Sie ist hauptsächlich mit Singen, Tanzen und Bezirzen des Gottes des Reichtums beschäftigt. Des weiteren ist da Göttervater Zeus. Diesem geht im Götter-Olymp das Geld aus, was der Auslöser dafür ist, dass er sich auf die Suche nach Plutos begibt. Auch eine Gruppe Tänzerinnen ist am Stück beteiligt. Bereits 2002 wurde das Musical Plutos von der Musical-Gruppe des Ostendorfer Gymnasiums aufgeführt. Für die neue Version wurde das Stück noch einmal überarbeitet.

Den Bastlern der Showtreppe wurde durch ein kleines Präsent gedankt, das ihnen zu Beginn der Probe überreicht wurde. Rudolf Weigl und Klaus Recker waren die Bauherren.

Zu dem Stück „Hitlerjunge Adolf“ findet man einen Trailer auf der Homepage des Musical- und Theatervereins. In diesem sind die historischen Hintergründe der Stadt Neumarkt und auch das jüdische Leben der selbigen dargestellt. „Plutos“ jedoch ist laut Alois Dorner, der der Vorsitzende des Vereins ist, eine leichte Sommerkomödie und habe mit historischen Hintergründen eher wenig zu tun. Viel mehr ironisiert es die heutigen Verhältnisse. Beispielsweise mit dem Ausruf des Zeus „Wir haben doch die NSA, Facebook und Twitter um den Gott des Reichtums aufzuspüren!“, wird die Spionageaffäre der National Security Agency ins Lächerliche gezogen.

Seit kurzem gibt es auf der Website der Theaterfreunde mehrere Informationen zu dem Stück. Es werden dort Inhalt und Termine noch einmal dargestellt. Außerdem gibt es einen Link zu der Aufführung von 2002.

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