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Region Neumarkt
Donnerstag, 14. Dezember 2017 5

Markenzeichen

Wahrzeichen glänzt nun golden

Seit 1958 zeigt die Fischeruhr den Mühlhausenern die Zeit an. Nun wurde die inzwischen dritte Generation aufgestellt.

Der Rathauschef (l.) und Stephan Fischer freuen sich über das neue Wahrzeichen. Foto: Gleisenberg

Mühlhausen.Fast jeder Ort hat so sein Wahrzeichen oder das, was die Bürger über Jahrzehnte hinweg begleitet hat. Was für Neumarkt der Bär am Berliner Ring ist, ist für Mühlhausen die Fischeruhr, die in der Ortschaft schon einen Kultstatus innehat.

1958 wurde sie vom damaligen Firmenchef Kurt Fischer gestiftet und am „Scharfen Eck“ der Ortsdurchfahrt auf der Verkehrsinsel in Richtung Rocksdorf platziert. Nun erstrahlt in neuem Glanz und am Puls der Zeit die inzwischen dritte Generation der Fischeruhr. 3,80 Meter hoch und in wahrhaft goldigem Design steht sie in der „Fischerkurve“. Als eines der Wahrzeichen von Mühlhausen ist die Fischeruhr aus dem Ortsbild heute nicht mehr wegzudenken.

So mancher Mühlhausener, der spät aus dem Wirtshaus kam, hat sich an ihr orientiert, um wie viel er sein Zeitlimit überzogen hat und wie groß der Ärger mit der Ehefrau ausfallen würde. Aber auch die Arbeiter, die zum Ende der Mittagspause hier vorbeikamen, wie beispielsweise die Fischerurgesteine Kurt Weininger oder Johann Stengel, wussten dann, ob sie gemächlich oder eher mit Power in die Pedale treten mussten.

Aber auch für die einstige Jugend Mühlhausens war die Uhr in den Anfängen ein beliebter Treffpunkt, wie sich Klaus Michels, der über drei Jahrzehnte als Arzt in Mühlhausen tätig war, erinnert. Der „Dokta“ wie er auch nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst immer noch in Mühlhausen genannt wird, erinnert sich: „Es war ein gern genommener Anlaufpunkt für uns junge Leute. Der eine oder andere hat hier seine erste Zigarette geraucht. Besonders ideal war hier das rundum angebrachte Geländer, das zum Sitzen einlud“.

Einer, der die Uhr immer im Auge hatte und hat, ist der direkte Anlieger Leonhard Dauscher. Er weiß zu berichten, dass am Anfang rund um die Uhr noch Blumen gepflanzt wurden, dies wurde aber dann eingestellt, weil die jungen Leute nicht gerade pfleglich mit den Gewächsen umgingen.

Nach der Umgestaltung der Kreuzung 1992 wich die bisherige Uhr einer überarbeiteten Variante. „Diese Uhr war im wahrsten Sinne des Wortes ein Zeitzeuge. Im Zuge der Umfirmierung unseres Unternehmens von Karl Fischer Metallwarenfabrik hin zu Fischer Licht & Metall wurden die Firmennamen auf der Uhr getauscht“, ließ Stephan K. Fischer ein Detail der Geschichte der zweiten Fischeruhr Revue passieren.

Stephan K. Fischer war auch dabei, als Mühlhausens Bürgermeister Dr. Martin Hundsdorfer die neue Uhr in Augenschein nahm. „Wahrhaft gelungen und unserem aufstrebenden Ort gerecht werdend“, kommentierte der Rathauschef. (ngl)

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