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Region Neumarkt
Freitag, 24. November 2017 10° 4

Aktion

Wichtig: Ruhe – und Konzentration

In Pilsach durften die Kinder im Ferienprogramm mit Pfeil und Bogen schießen. Organisator war der Jagdbogenclub in Laaber.
von Doris Distler

Die Kinder fanden es toll, mit Pfeil und Bogen zu schießen. Foto: Distler

Laaber.Einige haben es schon einmal zu Hause probiert, mit Haselnuss-Stecken und dehnbaren Seilen. Doch das ist natürlich nichts gegen das Schießen mit echtem Pfeil und echtem Bogen. Das durften 16 Kinder im Pilsacher Ferienprogramm ausprobieren. Sie wurden in die Kunst des Jagdbogenschießens eingewiesen.

Kleiner Schießstand für die Kinder

Von der Kirche in Laaber aus fuhren die Eltern mit ihren Kindern zu dem Gelände am Rainberg, wo normalerweise ein Parcours mit 14 Scheiben für die Mitglieder des Laaberer Jagdbogenclubs bereitsteht. Doch nun war ein eigener kleiner Schießstand für die Kinder aufgebaut. Der Vorsitzende Daniel Bösl begrüßte die Jungen und Mädchen. Er wies sie mit seiner Mutter Heidi Bösl in den umsichtigen Umgang mit Pfeil und Bogen ein. Natürlich wollten die Kinder gleich auf die aufgestellten Figuren schießen – und es waren einige Naturtalente dabei, wie sich herausstellte.

Die elfjährige Lena aus Pilsach war schon einmal dort. Deshalb wollte sie dieses kostenlose Angebot unbedingt nutzen. Mitglied wolle sie aber nicht werden, erzählt sie. Schließlich mache sie schon Karate. Das werde ihr dann zu viel. Anders dagegen Herbert Müller. Er ist aktives Mitglied beim Jagdbogenclub und kommt gerne aus Neumarkt, um Stress abzubauen. Mit jedem Pfeil, den er schießt, würde es ihm besser gehen, sagt er.

Er durchläuft als Mitglied einige oder alle der aufgebauten Parcours-Stationen zu jeder beliebigen Zeit, eben wann er kann. „Wenn man alle Stationen macht, kann man schon mal vier bis sechs Stunden unterwegs sein,“ erzählt er. Gerade die frische Luft tue gut, auch im Winter, wenn frischer Schnee gefallen ist. Die lange Strecke bekomme man deshalb zusammen, weil man alle Pfeile wieder bei den Figuren einsammelt. Da geht es querfeldein, Hügel auf, Hügel ab.

Disziplin ist ebenfalls wichtig

Das Frischluftangebot ist einer der Punkte, warum Michael Bruckschlögel aus Anzenhofen das Jagdbogenschießen gut findet. Er begleitete seine Kinder beim Ferienprogramm. „Sie sind schon im Schützenverein. Erst war ich skeptisch, weil sie Waffen in der Hand haben. Aber ich merkte: Ihre Konzentration wird gefördert und auch eine gewisse Disziplin.“

Die Pfeile sind wirklich gefährlich, man könne sich damit verletzen, erklärte Heidi Bösl, die „gute Seele“ des rund 20 Mitglieder starken Jagdbogenclubs, deshalb schärfte sie jedem Kind von Anfang an den richtigen Umgang damit ein.

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Der Verein

  • Recht:

    Das echte Jagen mit Pfeil und Bogen ist in Deutschland verboten. Wer ein entsprechendes Flair haben möchte, kann es jederzeit beim Verein ausprobieren und auf Wildschweine, Hasen oder Rehe aus Formschaum oder Scheiben schießen.

  • Ablauf:

    Nichtmitglieder bekommen eine Aufsicht mit, Mitglieder können jederzeit zum Schießen kommen oder am festen Training jeden zweiten Donnerstag von 18 bis 19.30 Uhr teilnehmen. Sie sind auch versichert. Informationen gibt Heidi Bösl, Telefon (0 91 86) 3 73.

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