Neumarkt 29.10.2012, 11:15 Uhr

51 Jahre in der Vorstandschaft

Der Parsberger Alfred Probst wird mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für herausragende Verdienste im Ehrenamt ausgezeichnet.

Alfred Probst hat das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten erhalten.

Alfred Probst hat das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten erhalten.

von Peter Tost

Parsberg. „Ein bisserl genier‘ ich mich schon“, sagt Alfred Probst, der dieser Tage mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für herausragende Verdienste im Ehrenamt ausgezeichnet worden ist. „So viel Ehre für so ein bisserl Zeug“, meint der 84-Jährige und fügt hinzu: „Naja, lange habe ich’s haltgemacht..“

Womit er unbestreitbar Recht hat, denn 51 Jahre sind eine sehr lange Zeit. Von 1961 bis zum Frühjahr dieses Jahres war Alfred Probst in der Vorstandschaft des Parsberger Obst- und Gartenbauvereins aktiv, zunächst als stellvertretender Vorsitzender, einige Jahre als Vorsitzender und schließlich jahrzehntelang als Schriftführer.

In Parsberg ist Probst inzwischen seit 80 Jahren. „Als ich vier war, wurde mein Vater Bezirkskaminkehrer in Parsberg und so zog die ganze Familie von Neukirchen im Landkreis Sulzbach-Rosenberg hierher“, erzählt er. In der Schule wurde er deshalb schon ab und an von Klassenkameraden daran erinnert, dass er kein Parsberger war. „Da war ich dann jedesmal beleidigt“, erinnert sich der 84-Jährige.

Mittlerweile werde inzwischen nicht mehr so großer Wert darauf gelegt, in welchem Ort jemand das Licht erblickt hat - gottseidank, sagt Alfred Probst. Mitglied des OGV war Alfred Probst bereits 1958 geworden.

„In diesem Jahr war mein Vater gestorben, der ab der Wiedergründung nach dem Krieg Mitglied des Parsberger Gartenbauvereins war“, erzählt der 84-Jährige. Die Mitgliedschaft im Verein übernahm nun der Sohn. Als 1961 die Neuwahl der Vorstandschaft anstand, fand sich überraschenderweise kein Stellvertreter. „Damals waren die Versammelungen im Gegensatz zu heute noch gut besucht“, erinnert sich Alfred Probst.

Der damalige Landrat Alfred Spitzner habe ihn damals ermuntert, das Amt zu übernehmen, obwohl damals erst drei Jahre Mitglied war. „Mach’s halt, hat er zu mir gesagt“, erinnert sich der 84-Jährige noch gut. Damit begann sein insgesamt 51 Jahre dauernde Engagement in der Vorstandschaft des Parsberger Obst- und Gartenbauvereins. Von 1978 bis 1985 stand er sogar als Vorsitzender an der Spitze des OGV, die restliche Zeit war er als Schriftführer tätig.

„Teilweise mit einer alten mechanischen Schreibmaschine oder mit der Hand habe ich während all der Jahrzehnte die Protokolle geschrieben“, erinnert sich Alfred Probst. Die fünf Jahrzehnte in verantwortlicher Position seien ihm aber nicht schwer gefallen, sagt er. „Ich habe es solange gemacht, weil ich immer mit netten Leuten in der Vorstandschaft zusammenarbeiten konnte.“

 

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