Brücke verbindet zwei Firmen
Jetzt kann TR-Plast seinen Kunden Thule direkt mit einem Elektrostapler beliefern.
Richard Jamsek, Vicepresident Operation von Thule, Firmenleiter Alex Emmerling und der Geschäftsführer von TR-Plast, Martin Hierl, feierten gemeinsam mit den Mitarbeitern das „Brückenfest“. Foto: Gaupp
Neumarkt. So nahe liegen Zulieferbetrieb und Kunde selten beieinander – zumal, wenn es sich bei beiden um Global Player handelt. Jetzt hat eine Verbindungsbrücke TR-Plast und Thule noch näher zusammengebracht. „Bislang hat es eine halbe Stunde gedauert, bis wir mit dem Kleintransporter die Teile angeliefert hatten“, erzählt der Geschäftsführer des Kunststoffteile-Fertigers TR-Plast, Martin Hierl.
Jetzt rollt ein Elektrostapler über den Hinterhof und ist nach nur wenigen Metern auf dem Betriebsgelände des Dachboxen-Herstellers Thule. Sehr dankbar seien sie der Stadt Neumarkt, die den Grund – ein kleiner Bach samt Grünstreifen – unkompliziert zur Verfügung gestellt habe, so Hierl. Und das wurde gestern mit einem „Brückenfest“ mit den Mitarbeitern gefeiert.
Die Investition für die kleine Brücke in Höhe von 20000 Euro werde sich langfristig amortisieren, sagt Hierl. Ganz abgesehen von dem ökologischen Aspekt. Denn TR-Plast bringt dreimal am Tag technisch hochwertige Teile wie beispielsweise Verschlüsse nach nebenan.
„Wir liefern Dachboxen innerhalb von 48 Stunden“, erklärt Firmenleiter Alex Emmerling. Wenn Thule just-in-time arbeite, müssten das die Zulieferbetriebe auch. Denn die Lagerkapazitäten seien beschränkt. Bei 230000 Dachboxen pro Jahr und rund 1000 Dachboxen pro Werktag kann man sich vorstellen, wie hoch der Bedarf an Zulieferteilen ist.
Von Neumarkt aus gehen die Produkte in die ganze Welt. Nur in Nordamerika befindet sich ein eigener Produktionsstandort. Dass TR-Plast direkt in der Nachbarschaft liegt, sei ein großer Vorteil, sagt Emmerling. „TR-Plast gehört zu unseren Top-5-Lieferanten.“ Was nicht alle wissen: Die Dachbox wurde in Neumarkt entwickelt – damals noch unter dem Namen Jet bag.

