Neumarkt 01.07.2012, 12:45 Uhr

Chinesische Kultur und bayerische Blasmusik

Obwohl es ihn erst zum dritten Male gab, der Bayrisch-Chinesische Sommer ist schon ein Markenzeichen. Ein Heer von Menschen feierte in Dietfurt mit.

Der mit einem 50er gekrönte Chinesenbrunnen

Der mit einem 50er gekrönte Chinesenbrunnen

DIETFURT. Gegen 16 Uhr startete das Fest rund um das Rathaus. Dazu gab es einen kleinen Festzug, angeführt von den Dietfurter Musikanten „Bayrisch Weiß-Blau“. Im Gefolge des Zuges waren Konsul Dai Vertreter der Volksrepublik China in München sowie weitere hochrangige Gäste aus Nanjing und wie könnte es in Bayrisch China anders sein, Kaiser Ko Houang Di. Dieser ließ sich in einer Rikscha fahren. Die Pedale trat Anton Bachhuber jun. Leiter der Tourist-Info im Rathaus und Organisator des Bayrisch Chinesischen Sommers höchstpersönlich selber.

Auf einer Bühne neben dem Chinesenbrunnen sprach Bürgermeister Franz Stephan Grußworte, wobei er besonders die Gäste aus China hervor hob. Konsul Dai freute sich, zum wiederholten Male in Dietfurt sein zu dürfen und hat zuvor schon seine Zuneigung zur 7-Täler-Stadt bekundet in dem er sagte, „ich liebe die Stadt und fühle mich schon als Mitbürger.“ Im Namen der Stadt Nanjing und der anwesenden Vertreter übermittelte Xinhua Yang, der Vizedirektor des Amtes für Kultur, Rundfunk, Fernsehen und Verlagswesen der Stadt Nanjing Grüße. Er versicherte, dass man von Dietfurt in Nanjiung einiges weiß und großes Interesse besteht zwischen den beiden Städten Freundschaft zu pflegen.

Selbstverständlich hatte auch Kaiser Ko Houang Di etwas zu sagen. Er freute sich über die Anwesenheit der „echten Landsleute“ und fixierte seine Rede auf die Errichtung des Chinesenbrunnen vor 50 Jahren, damit habe man einen weiteren Grund zu feiern. Auch wenn es dem Kaiser übertragen worden war das zweitägige Fest zu eröffnen, so oblag es Lena Du Hong, die seit über 20 Jahren am Meditationshaus im Kloster immer wieder Kurs leitet, das erste Fass Festbier anzustechen. Die zierlich Chinesin schlug trieb sie den Wechsel mit einem schweren Schlegel ins Fass, dabei ging kein Tropfen Bier verloren. Freudestrahlend und mit viel Beifall begleitet verkündete sie echt Bayrisch (ob sie es geübt hat?) „o zapft is!“.

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