Neumarkt 17.08.2012, 16:16 Uhr

Ein guter Platz für die Kleinsten

Demnächst starten die Arbeiten für die neue Kinderkrippe in Seligenporten. Und auch in punkto Gemeindeentwicklung ist sich der Marktrat einig.

Die Kinderkrippe nimmt die Unterdreijährigen auf. Foto: Seeger

Die Kinderkrippe nimmt die Unterdreijährigen auf. Foto: Seeger

von Heike Regnet

Pyrbaum. Noch im August sollen die Arbeiten zum Anbau einer Kinderkrippe an den Kindergarten „Rasselbande“ in Seligenporten beginnen. Bei der Sitzung des Marktgemeinderats am Donnerstag wurden die ersten Bauarbeiten einstimmig vergeben. Die Kosten für die Rohbauarbeiten seien auf rund 110 000 Euro geschätzt worden, berichtete Bürgermeister Guido Belzl. Fünf Firmen hatten inzwischen Angebote zwischen 90 500 Euro und 131 500 Euro abgegeben. Den Zuschlag erhielt als günstigster Anbieter die Firma Bauer aus Ezelsdorf.

Nicht einverstanden erklärten sich die Räte mit der vorgestellten Gesamtfortschreibung des Landesentwicklungsprogramms Bayern. Bürgermeister Belzl berichtete, dass Pyrbaum bislang als „äußere Verdichtungszone des Großraums Nürnberg“ eingestuft war, nun jedoch aus dieser Zone gestrichen und als „allgemeiner ländlicher Raum“ gekennzeichnet werden soll. Zwar seien durch diese Abstufung keine direkten finanziellen negativen Auswirkungen zu befürchten, allerdings könne sich die neue Einstufung bei künftigen Genehmigungsverfahren mancher Projekte nachteilig auswirken.

Dasselbe hatten bereits die Kreisräte in der Sitzung des Wirtschaftsausschusses bemängelt. Demnach soll künftig ein großer Teil des Landkreises zum „allgemeinen ländlichen Raum“ werden.

Einstimmig forderte der Gemeinderat auch künftig die Einstufung Pyrbaums als „Verdichtungsraum“ des Ballungszentrums Nürnberg-Fürth-Erlangen. Begründet wurde dies damit, dass die verwendeten Kennzahlen nicht offen gelegt und daher nicht überprüfbar seien. Zudem könnten zwei Drittel der Gemeindefläche, die bekanntlich die waldreichste Gemeinde des Landkreises ist, nicht bebaut werden. Ziehe man diese Fläche von der möglichen bebaubaren Fläche ab, weise die Marktgemeinde eine relativ hohe Einwohner- und Bevölkerungsdichte wie auch einen relativ hohen Siedlungs- und Verkehrsflächenanteil auf.

Ein weitere Grund für die Einstufung als „Verdichtungsraum“ sei, dass rund zwei Drittel der Arbeitnehmer der Marktgemeinde in den Großraum Nürnberg pendeln, weshalb das Gemeindegebiet zum Einzugs- und Verflechtungsbereich des Ballungszentrums Nürnberg-Fürth-Erlangen gehöre. Weiter betreibe die Marktgemeinde eine aktive Siedlungspolitik, die laut Landesentwicklungsprogrammentwurf auf Verdichtungsräume konzentriert werden soll.

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