Neumarkt 06.04.2012, 16:19 Uhr

Experten lüften ihr Rasen-Geheimnis

Christian Kosak kümmert sich um die Golfanlage in Lauterhofen. Das Tagblatt schaute ihm über die Schulter.


        Christian Kosak schneidet den Rasen auf dem Grün auf eine Höhe von vier Millimeter.

Christian Kosak schneidet den Rasen auf dem Grün auf eine Höhe von vier Millimeter.

Lauterhofen. Christian Kosak streicht mit seiner Hand behutsam über den dicht gewachsenen Rasenteppich. „Agrostis, so genanntes Straußgras“, sagt der Experte. Es wächst formschön auf einem der 18Grüns auf der Anlage des Golfclubs Lauterhofen. Die Grashalme sind nur knapp vier Millimeter hoch, ideal, um Golfbälle aus kurzer Distanz gefühlvoll einlochen zu können.

Kosak kümmert sich in Lauterhofen um den Zustand des Rasens. Er ist Head-Greenkeeper. Ihm zur Seite stehen ein Greenkeeper sowie zwei Platzarbeiter und ein Mechaniker. Auf der Golfanlage gibt es viel zu tun, um für die golfenden Gäste ein möglichst perfektes Spielumfeld zu schaffen. Die Grüns werden sechsmal wöchentlich gemäht, die Abschläge dreimal, der Abschnitt zwischen den Grüns und den Abschlägen, das so genannte Fairway, zweimal pro Woche.

Der wichtigste und zugleich sensibelste Rasenbereich ist das Grün. Hier werden die meisten Schläge getätigt, hier werden Partien entschieden. Um den Rasen auf der gesamten Anlage auf hohem Niveau zu halten und weiterzuentwickeln, tüfteln Head-Greenkeeper Kosak und der Dipl.-Ing. Bodenkundler Max Schmidt seit 2009 an einem gemeinsamen Rasenkonzept.

„Die Voraussetzung für einen gesunden Rasen, ist ein guter Boden“, weiß Max Schmidt. Deshalb werden regelmäßig mit einem Profilspaten Proben entnommen. Danach wird mit einer Indikatorflüssigkeit der pH-Wert des Bodens bestimmt. Auf dem Grün sollte er zwischen 5,5 und 6,5 liegen, also im leicht sauren Bereich. In Lauterhofen ist das der Fall.

 

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