Größtes Straßenbauprojekt im Kreis
Der Ausbau der Kreisstraße zwischen Pyrbaum und Pruppach macht die Strecke auch deutlich sicherer. Eine Kurve wird entschärft.
Bis zum Winter soll die Straße von Pruppach nach Pyrbaum befahrbar sein.
Pyrbaum. Rund 2,7 Millionen Euro wird der Ausbau der Kreisstraße von Pyrbaum nach Pruppach kosten und ist damit seit über zehn Jahren die größte Straßenbaumaßnahme des Landkreises. Beim Ortstermin am Dienstag überzeugten sich Landrat Albert Löhner, Bürgermeister Guido Belzl und die zuständigen Mitarbeiter des Landratsamts vom Baufortschritt auf der Großbaustelle.
Am 27. Juni hatten die Arbeiten an der knapp vier Kilometer langen Strecke begonnen. Die Fahrbahnbreite wird künftig sechs Meter messen, neben der Straße verläuft ein Geh- und Radweg. Um die Kurve vor Pruppach, an der sich schon mancher tödliche Unfall ereignetet hat, zu entschärfen, wird die Straße zum Teil verlegt, die bislang bestehende Senke wird ebenfalls beseitigt.
„Die neue Trassierung ist für die Pendler nach Franken von großer Bedeutung“, sagte Landrat Albert Löhner. Da sich die Kreisstraße in einem schlechten baulichen Zustand befunden habe, sei es Zeit gewesen zu handeln. Mit rund einer Million Euro werde der Ausbau von staatlicher Seite bezuschusst. Beim Geh- und Radweg muss sich die Marktgemeinde Pyrbaum finanziell beteiligen. Auch ein Leerrohr wird beim Ausbau bis Pruppach verlegt. Es kann bei Bedarf zur Verbesserung der Breitbandversorgung genutzt werden. Ein langgehegter Wunsch des Fischereivereins war ein Stromkabel zu Weiher und Fischerhäusl. „Diesen Wunsch können wir jetzt erfüllen“, so Belzl. Damit sei die Stromversorgung bei Festen oder auch Aktionen im Ferienprogramm sichergestellt.
Durchgeführt werden im Zuge des Ausbaus auch umfangreiche Wasser- und Kanalleitungsarbeiten. Zudem wird in Pruppach der Oberflächenkanal vom Zweckverband zur Wasserversorgung der Brunnbach-Gruppe erneuert. Bis zum Winter soll die Straße wieder befahrbar sein – vorausgesetzt die Witterung spiele mit, so Löhner. Bis Mai 2013 sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein. „Wir vernachlässigen unser 343 Kilometer langes Straßennetz nicht, sondern investieren seit Jahrzehnten verlässlich in die Verbesserung“, betonte der Landrat und dankte zugleich allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit. (nrt)

