Neumarkt 20.06.2013, 16:22 Uhr

Schlossgraben mit Leben erfüllen

Den Markträten von Pyrbaum wurde in der jüngsten Sitzung der erste Entwurf zur Neugestaltung vorgestellt. Weiteres Thema war die Wasserversorgung.

Landschaftsarchitekt Robert Wenk und Petra Dvorakova haben viele Ideen für die Gestaltung des Schlossgrabens. Foto: Regnet

Landschaftsarchitekt Robert Wenk und Petra Dvorakova haben viele Ideen für die Gestaltung des Schlossgrabens. Foto: Regnet

von Heike Regnet

Pyrbaum. Der Schlossgraben in der Mitte von Pyrbaum war das zentrale Thema der Marktgemeinderatssitzung am Mittwoch. Landschaftsarchitekt Robert Wenk hatte die Ideen des Arbeitskreises zur Neugestaltung aufgegriffen und zeigte, wie man sie am besten in die Tat umsetzen könnte.

„Durch die Sanierung und Gestaltung soll öffentliches Leben in den Platz kommen“, definierte Bürgermeister Guido Belzl das Ziel. Begeistert vom Areal war Landschaftsarchitekt Robert Wenk vom Büro ver.de: „Es ist keine alltägliche Aufgabe, in solch historischem Ambiente zu planen.“ Im Arbeitskreis vor Ort sind bereits Ideen gesammelt worden, die nun alle in die Planung Eingang gefunden haben.

Wieder Wasser in den Graben

Drei Zugänge könnten künftig in den Schlossgraben führen, einer davon als Wendeltreppe am Turm hinunter zum Graben. Der Teich, der im Augenblick von Pflanzen überwuchert ist, soll freigelegt werden und auch eine Kneippanlage könnte einige Meter daneben Platz finden. „Das Thema Wasser im Schlossgraben hätte ja eine gewisse Logik“, sagte Planer Wenk.

Im Schatten der Kirche soll eine natürliche Bühne angelegt, die Böschung als Zuschauertribüne genutzt werden. Ein Großteil der Obstbäume soll erhalten bleiben, auch könne ein Teil der Wiese bleiben und ein Erlebnispfad für Kinder ausgemäht werden könnte. Ein Teil der Fläche wird mit Schotterrasen befestigt. Damit biete der Schlossgraben Möglichkeiten für Konzerte, Theater und Open-Air-Kino, Gartencafé, Feiern im Zelt oder Märkte.

Zuschüsse müssen geklärt werden

Rund 150 000 Euro werde die Umsetzung des Konzepts kosten, das nun an die Städtebauförderung eingereicht wird, um Zuschussmöglichkeiten zu klären. Belzl ergänzte: Noch heuer werde die Pfarrei die Sanierung der Kirchenmauern in Angriff nehmen. Dabei sollen Gespräche zur Abstimmung der geplanten Projekte stattfinden. Sanierungsbedarf bestehe zudem an der Mauer auf der gegenüberliegenden Seite des Schlossgrabens. Dort sollen zunächst die Eigentumsverhältnisse geklärt werden.

 

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