So gelingt die Autowäsche
Die Waschanlage feierte dieser Tage ihren 50. Geburtstag: Die Mittelbayerische beantwortet die wichtigsten Fragen rund um die richtige Autoreinigung.
In der Waschstraße Am Berliner Ring werden die Autos zu Beginn der Reinigung zunächst eingedampft. Dann werden die Felgen gesäubert (oben) und per Hand nachgebürstet. Foto: Drenkard
Neumarkt. Gebhard Weigele und Johann Sulzberger haben Millionen geplagter Autobesitzer das Leben erleichtert. Die beiden cleveren Tüftler aus Augsburg entwickelten und patentierten die erste selbsttätige Kraftzeug-Waschanlage. Seither sind 50 Jahre vergangen, wurde viel Schaum und Wachs auf Autos aufgetragen, um den besten Glanz und Schutz zu erzielen.
Doch wie erzielt man eigentlich die optimale Autowäsche, worauf muss man bei der Reinigung achten? ADAC-Techniker und Fahrzeug-Experte Wolfgang Mederle äußerte sich dazu gegenüber der Mittelbayerischen.
Wie oft soll ich eigentlich
mein Auto waschen?
Generell gilt: Waschen macht eigentlich nur dann wirklich Sinn, wenn Schmutz, Dreck und Staub den Besitzer stören. Moderne Autolacke seien heutzutage äußerst robust und strapazierfähig, weiß der ADAC-Experte Wolfgang Mederle. Wenn sich allerdings im Winter Krusten von Streusalz gebildet haben, dann sollte das Fahrzeug möglichst zeitnah gereinigt werden.
Welches Waschprogramm brauche ich für mein Auto?
Um das Auto sauber zu bekommen, ist eine Schaumwäsche ausreichend. Allerdings sollte zu jedem Waschgang auch eine Vorwäsche dazugehören, um den größeren Dreck vorab zu entfernen, so der ADAC-Experte.
Macht eine Unterboden-Wäsche überhaupt Sinn?
Eine solche Wäsche des Unterbodens ist im Sommer unnötig – nur gelegentlich im Winter wählen, um Streusalzreste und kleine Steinchen zu entfernen, empfiehlt Mederle.
Sind Waschanlagen mit Bürsten oder Lappen besser?
Waschanlagen mit Lappen zum Verteilen von Wasser und Shampoo sind im allgemeinen schonender für den Lack, weil sie weicher sind. Bürsten zerkratzen den Lack zwar nicht, können aber Kunststoffspuren (Eigenmaterial) auftragen, die den Lack zerschrammt wirken lassen. Es ist wichtig, dass Bürsten oder Lappen sauber sind. Staub und Sandkörnchen wirken sonst wie Schmirgelpapier, rauen den Lack auf, können ihn schädigen, weiß der ADAC-Experte.

