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Politik

Deininger Bauhof soll saniert werden

Im Rahmen der Detailplanung im Herbst werden auch Alternativen geprüft. Die Mitglieder des Gemeinderats hatten der Vorgehensweise zugestimmt.
Von Rosi Sippl

Eine Auslagerung und der damit verbundene Neubau wären deutlich teurer. Foto: Sippl

DEINING.Die Sanierung des Bauhofes stand auf der Tagesordnung bei der Sitzung des Gemeinderats am Dienstagabend. Nach einer regen Diskussion fassten die Räte mit zwei Gegenstimmen den Beschluss, den Bauhof zu sanieren und sämtliche Alternativen bei einer im Herbst anberaumten Detailplanung zu prüfen. Somit konnte der Startschuss für den Ausschreibungsbeschluss gegeben werden. Bauumfang und genauere Einzelheiten wolle man bei der Detailplanung eruieren.

„Anfang der 80er Jahre wurde der Bauhof erstellt, nun steht eine Sanierung des Hauptgebäudes an“, erklärte Bürgermeister Alois Scherer. An das Hauptgebäude sollen zwei weitere Fahrzeughallen, darunter eine Waschhalle, angebaut werden. Die bisherige Halle für das Streusalz werde abgebrochen und eine neue größere Halle von 15 mal 38 Metern erstellt, um neben 450 Tonnen Streusalz auch den gesamten Hackschnitzelbedarf von rund 750 Raummetern darin lagern zu können.

Die Bauarbeiten sollen 2018 umgesetzt werden, wegen des Befüllens mit Streusalz und Hackschnitzel für den Winter 2018/19 soll die neue Halle bereits bis zum Sommer 2018 fertiggestellt sein. Auch die Zufahrt zum Bauhof werde optimiert, indem die Toranlage weiter nach unten versetzt und die Steigung herausgenommen werde.

Die Salzbeladung soll in Zukunft von der gegenüberliegenden Wohnbebauung abgewandt im Westen der Halle erfolgen, um den Lärmpegel für die Anwohner so gering wie möglich zu halten, erklärte Scherer. Ein weiterer Lärmschutz sei durch den Bau einer kleineren Halle in der Verlängerung der Salzhalle gegeben. Als Träger der Abfallbeseitigung sei mit dem Landratsamt zu klären, wie der Wertstoffhof künftig bewirtschaftet werde.

Lärmbelastung verringern

Nach Meinung einiger Gemeinderäte sollte die Einfahrt zum Bauhof weiter zum Ortsausgang in Richtung Deining-Bahnhof verlegt werden, um die Lärmbelästigung zu verringern und die Steigung an der bisherigen Ausfahrt zu vermeiden. Auch über die komplette Verlagerung des Bauhofs in den Gewerbepark bei Tauernfeld wurde diskutiert. Durch die geplanten Gebäude werde dem Bauhof Fläche entzogen, lautete ein weiterer Einwand.

Bürgermeister Scherer erklärte, dass ein Auslagern und damit verbunden ein Neubau des Bauhofs ein Vielfaches der Kosten einer Sanierung verursachen würde und logistisch erhebliche Nachteile mit sich bringen würde. Nach bisherigen Schätzungen werde für die Bauhofsanierung mit Kosten von gut einer Million Euro gerechnet. Das Gemeindeoberhaupt sicherte die Prüfung aller Alternativen bei der Detailplanung zu. Die Entscheidung müsse so getroffen werden, dass sie im Sinne aller Bürger sei.

Unter der Überschrift „Erlass einer Informationsfreiheitssatzung“ sollen die Gemeindeverwaltungen versuchen, ihre Arbeit transparent darzustellen. „Dies wurde in der Vergangenheit schon immer unkompliziert praktiziert“, sagte Bürgermeister Scherer. Nun gehe es darum, diese Vorgehensweise in Form einer Satzung auf rechtliche Füße zu stellen. Hierzu sei von einer Arbeitsgruppe des Bayerischen Gemeindetages eine Mustersatzung überarbeitet und mit der Kommunalaufsicht abgestimmt worden.

Somit haben die Gemeindebürger künftig die Möglichkeit, Informationen von der Gemeindeverwaltung zu erhalten, wobei Vorgänge, die der Geheimhaltung unterliegen, nicht weitergegeben werden. Die Satzung habe eine Laufzeit von zwei Jahren. Bei umfangreichen Recherchen könne auch eine Gebühr berechnet werden.

Bezüglich der Kostenregelung wurde vorgeschlagen, diese gebührenfrei zu gestalten. Außerdem sollte jeder, nicht nur Gemeindebürger Einsicht nehmen können. Bürgermeister Scherer schlug vor, den Arbeitsaufwand erst ab vier Stunden in Rechnung zu stellen.

Der Anspruch auf Einsichtnahme soll nur Gemeindebürgern vorbehalten sein. Die Satzung wird ab 1. November in Kraft treten. Dem stimmten die Gemeinderäte mit einer Gegenstimme zu.

Laut Bürgermeister Scherer haben in diesem Jahr 651 Fahrgäste bei 42 Fahrten das Angebot der Volksfestbuslinie genutzt. Daneben wurden am Kindernachmittag bei drei Hin- und Rückfahrten etwa 150 Kinder kostenlos befördert. Bei einem Fahrpreis von 2,50 Euro für die einfache Fahrt bezuschusst die Gemeinde die Volksfestlinie mit rund 2500 Euro (Buskosten und Sicherheitsdienst abzüglich Fahrpreiseinnahmen).

Angebot wird weitergeführt

Die sichere Beförderung der Fahrgäste zum Volksfest, vor allem der Kinder und Jugendlichen, ist dem Gemeinderat dieser Aufwand wert. Das Angebot soll grundsätzlich aufrechterhalten werden, wobei die Frequentierung in einzelnen Ortsteilen zu beobachten und eine künftige Berücksichtigung in der Fahrplanung zu überdenken sei, sagte Bürgermeister Scherer.

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