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Montag, 25. September 2017 18° 3

Infrastruktur

Filteranlage für besseres Wasser

Der Wasserzweckverband investiert 1,3 Millionen Euro.

Lauterhofen.Der Wasserzweckverband hat sich in seiner jüngsten Sitzung am Montag ausführlich mit dem Einbau einer Aktivkohlefilteranlage beschäftigt. Zur Eröffnung der Versammlung begrüßte der Verbandsvorsitzender Xaver Lang den Bürgermeister aus Kastl, Stefan Braun und die Mitarbeiter des Projektierungsbüros (Petter Ingenieure).

Hauptbestandteile der Wasserversorgungsanlagen, im Gebiet Lauterhofen, bilden die zwei Tiefbrunnen mit Wasserwerk in Traunfeld, sowie der Hallerbrunnen (Quelle) bei Lauterhofen.

2013 für den Einbau entschieden

Der umfangreichste Schwerpunkt der aktuellen Sitzung war die Vorstellung des Projektes zum Einbau einer Aktivkohlefilteranlage.

Xaver Lang sagte zur Einleitung der Projektvorstellung, dass die Versorgungssicherheit mit gutem Trinkwasser im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehe und so hatte man sich 2013 für den Einbau einer Aktivkohlefilteranlage entschieden. Die Diplomingenieure des Projektierungsbüros, Michael Hacker und Klaus Mitter, erläuterten im folgenden mit veranschaulichender Bildprojektion wie das Wasserwerk Schlögelsmühle nach ihrem Entwurf ausgebaut werden soll.

Michael Hacker machte deutlich, dass es hierbei um die Wasserqualität und -versorgung für die Zukunft gehe. In einer Studie wurde festgestellt, dass das Wasser der Quelle Hallerbrunnen erhebliche Konzentrationen von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen (PSM) und Biozidproduktwirkstoffen aufweist, obwohl die Oberflächenquelle durch das Schutzgebiet ausreichend geschützt ist. Mit der Wasseraufbereitung durch die Aktivkohlefilteranlage sollen einerseits die PSM-Konzentrationen gesenkt werden und andererseits soll auch die Gefahr von eventuellen weiteren Verunreinigungen eingegrenzt werden.

Werk wird durch Anbau erweitert

Im Projekt wird das Wasserwerk durch einen Anbau erweitert, in dem die drei Aktivkohlefilter aufgestellt werden. Klaus Mitter erklärte die Anlage im Detail, unter anderem wie der Weg des Wassers parallel und zugleich durch die drei Filter geführt wird, in denen dann das Gift adsorbiert wird. Die Aufnahmefähigkeit der Filter wird ständig überwacht und bei Bedarf wird die Aktivkohle gegen regenerierte Aktivkohle ausgetauscht. Die Anlage ist dabei so konzipiert, dass von einem Filter die Kohle getauscht werden kann und die zwei weiteren den Bedarf von 25 Litern Wasser pro Sekunde weiterhin decken können. Nach der Vorstellung des Entwurfs wurden noch einige Fragen beantwortet. Die Gesamtkosten des Projektes werden auf 1, 3 Millionen geschätzt. Es wurde einstimmig beschlossen. (njh)

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