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Mittwoch, 22. November 2017 10° 3

Tagung

Reservisten sind offen für neue Wege

Auch Zivilisten sollen sich in die Reservistenarbeit einbringen. Voraussetzung ist eine militärische Grundausbildung.
Von Heike Regnet

Landesvorsitzender Prof. Dr. Friedwart Lender (3.v.li.) hatte mit seinem Team eine informative Tagung vorbereitet. Foto: Regnet

Berg.Die Erschließung neuer Zielgruppen stand bei der 30. Bayerischen Beauftragten-Tagung zur Qualifizierung in der Reservistenarbeit am Wochenende im Fokus. Landesvorsitzender Prof. Dr. Friedwart Lender konnte in Berg an die 70 Teilnehmer im Hotel-Gasthof Knör willkommen heißen. Die Grüße der Gemeinde überbrachte Bürgermeister Helmut Himmler.

Neue Mitglieder zu gewinnen, sei zur Zeit eine der größten Herausforderungen in der Reservistenarbeit, waren sich die Tagungsteilnehmer einig. Mit Aussetzung der Wehrpflicht Ende 2011 müsse man hier künftig auch neue Wege gehen, sagt Presseoffizier Tim Becker. So sollen nicht nur ausgeschiedene Soldaten in die Reservistenarbeit einsteigen können, sondern jeder Zivilist, der sich hier einbringen will. An Aufgabenfeldern mangle es nicht, so sind die Reservisten unter anderem auch bei der RSU (regionale Sicherungsunterstützungskompanie) im Einsatz. Erklärtes Ziel sei ein konstruktives Miteinander auf allen Ebenen, Stichworte waren Sicherheitspolitik, Erfahrungsaustausch oder auch der Marsch der Verbundenheit. Eine der wichtigsten Aufgaben in der Reservistenarbeit sei nach wie vor die Mittlerrolle zwischen Bundeswehr und der Gesellschaft.

Mit der Öffnung der Reservisten für Zivilisten, rücke zugleich die militärische Ausbildung Ungedienter in den Fokus. In Arbeitsgruppen wurden bei der Tagung in Berg auch Ideen für ein hierfür nötiges Konzept gesammelt. So könnte die vierwöchige militärische Grundausbildung in verlängerten Wochenenden absolviert werden. Pilotlehrgänge sind bereits angelaufen.

Ein weiteres Thema des Wochenendes war „Brückenschlag: Wirtschaftsjunioren und Bundeswehr“, zu dem Rechtsanwalt Dr. Andreas Stangl, Sprecher der Initative Brückenschlag, referierte. Wichtiger Aspekt sei der Informationsaustausch. Durch Aktionen und Gesprächsrunden gelte es, auch diese Zielgruppe für die Reservistenarbeit zu erschließen.

„Bei der Tagung waren 31 Kreisgruppen aus ganz Bayern vertreten“, zog stellvertretender Landesvorsitzender Werner Gebhard Bilanz. Auch dieses Mal sei es wieder gelungen, Impulse für die weitere Arbeit in den Reservistenverbänden vor Ort zu geben. Der Termin zur nächsten Tagung in Berg steht bereits fest, so vom 26. bis 28. Januar im Hotel-Gasthof Knör.

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