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Dienstag, 21. November 2017 5

Fasching

Am Donnerstag brummt’s im Brunnen

Die China-Diplomaten sprechen bei ihrem Treffen über die Parkaufsicht und das Hochwasserproblem. Frauen dürfen auch im Jahr 2017 nicht dabei sein.

  • Wer am Diplomaten-Abend teilnehmen will, muss dementsprechend gekleidet sein. Foto: Archiv ufb
  • Das Siegel der China-Diplomaten, erstellt von Präsident Ha-Nu-Se. Foto: ufb

DIETFURT. Der Chinesenfasching lebt gleich von mehreren Besonderheiten, die es sonst nirgends gibt – dazu gehören auch die China-Diplomaten, die sich einmal im Jahr treffen und zwar immer eine Woche vor dem „Unsinnigen Donnerstag“, heuer also am 16. Februar.

Das „Diplomatische Corps“, so nennen sich die China-Diplomaten, ist aus dem Gesellschaftstag entstanden der früher zweimal pro Woche, am Mittwoch und am Samstag, stattgefunden hat. 1956 hielt man in der Faschingszeit im Gasthaus Tratz einen Kappenabend, bei dem die Teilnehmer manche aktuelle Dinge und die Kommunalpolitik in die Mangel nahmen. Um sich zu schützen, wenn das eine oder andere hart angesprochen wurde, nannte man sich „Diplomaten“, da Diplomaten besonderen Schutz genießen. Nachdem der Abend bestens ankam, lag es auf der Hand künftig jedes Jahr ähnliche Treffen abzuhalten.

Für die Sitzungen wurde ein Präsident als Versammlungsleiter bestimmt. Zunächst war dies Max Prestel. Ihm folgten Egid Prock und Hans Geyer. Seit 2001 führt Alfred Haselbauer als Präsident Ha-Nu-Se die Diplomaten. Er hat vor fünf Jahren ein Siegel als besonderes Merkmal eingeführt. Zur Führung gehören noch Christian Linz als erster Vorsitzender sowie Andreas Werner und Helmut Baumer als dessen Stellvertreter.

Verschiedene Ereignisse haben dafür gesorgt, dass in der 60-jährigen Geschichte der China-Diplomaten einige Jahreskonferenzen ausfallen mussten. Deshalb findet heuer die 56. Tagung statt. Sie beginnt an diesem Donnerstag um 19.30 Uhr in der „Katakombe“ vom „Bräu-Toni-Wirt“. Nach dem Einzug des Präsidenten wartet für das Corps ein Festessen.

Ihm schließt sich die Ehrung verdienter Diplomaten an. Dann heißt es „Konzentration auf eine besondere Attraktion“. Was dahinter steckt, darf an dieser Stelle noch nicht verraten werden. Anschließend sind die Diplomaten dazu aufgerufen, „im Brunnen zu brummen“. Damit ist eine Bütt gemeint, die dem Chinesenbrunnen ähnelt und in die jeder gehen und seine Meinung sagen darf.

Um den Rednern „das Brummen“ zu erleichtern, hat das Führungsteam der Diplomaten diplomatisch verklausuliert Themen vorgegeben. Dazu zählen unter anderem die neu eingeführte Parkaufsicht in der Innenstadt und wie diese von Bediensteten der Stadt umgangen wird, das neue Café am Stadtplatz, das immer noch nicht gelöste Hochwasserproblem sowie der „laufende Hund“ am Kulturhaus, der sich ein neues „Opfer“ sucht. Zum wiederholten Mal steht auch die Sanierung alter Häuser auf dem Programm.

Die Oberen der Diplomaten weisen darauf hin, dass die Kleiderordnung unbedingt einzuhalten ist, dazu gehört, dass Orden und Schärpen anzulegen sind. (ufb)

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