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Freitag, 21. Juli 2017 25° 3

Stellungnahme

Zu viel Lärm und Feinstaub

Die Kreisvorsitzende der Linken, Heidi Kaschner, klagt über die Auswirkungen der US-Truppenübungsplätze auf die Region.

Die Fahrzeugbewegungen der US-Army – wie hier bei Grafenwöhr – würden oft zu Verkehrsbehinderungen führen, schreibt die Kreisvorsitzende der Linken. Archivfoto: Armin Weigel/dpa

Hohenfels.Heidi Kaschner, die Vorsitzende des Kreisverbands Mittlere Oberpfalz der Partei Die Linke und Sprecherin der Bürgerinitiative „Keine Drohnen in der Oberpfalz“ nimmt zu den Truppenverlagerungen der US Army nach Nordbayern Stellung. In einer Pressemitteilung schreibt sie: „Die US Army verlagert stetig Truppen nach Deutschland, besonders auf den Truppenübungsplatz Grafenwöhr, den größten Truppenübungsplatz der Amerikaner außerhalb Amerikas.“ Es vergehe kaum eine Woche, in der nicht darauf hingewiesen werde, dass verstärkt mit Schießlärm, stärkeren Truppenbewegungen und Nachtschießen zu rechnen sei. In Grafenwöhr sei auch wieder eine Einheit der Artillerie stationiert, die mit scharfer Munition übe. Täglich würden die US-Flugzeuge, die für die Versorgung der beiden Truppenübungsplätze Grafenwöhr und Hohenfels zuständig sind, über bewohntes Gebiet fliegen.

All dies sei mit einer immensen Lärm- und Schmutzbelästigung verbunden. Die Fahrzeugbewegungen der US Army auf den Land- und Bundesstraßen würden oft zu massiven Verkehrsbehinderungen führen, schreibt die Politikerin weiter. Mittlerweile gebe es auch mobile Bedienelemente für die sowohl in Grafenwöhr als auch in Hohenfels stationierten Drohnen.

Durch die verstärkten Truppenbewegungen sei die Belastung der Bevölkerung an Lärm und auch an Feinstaub groß, so Kaschner. Doch werde der Feinstaub nicht in die Berichterstattung über die stark gestiegenen Feinstaubbelastungen einbezogen. Der Personenverkehr werde als alleiniger Grund ausgewiesen.

Wegen der massiv gestiegenen Truppenstationierungen dränge sich für Kaschner die Ansicht auf, „dass es Realität werden soll, wenn besonders die Oberpfalz ein einziger Übungsraum für das Militär werden soll“. An die Gefahren, die diese massiven Truppenstationierungen für die Bevölkerung unter anderem durch den internationalen Terrorismus stelle, würden die Verantwortlichen nicht denken. Die amerikanische Regierung plane auch keinen Truppenabzug, sondern suche verstärkt nach weiteren Arealen, um Truppen zu stationieren. Dies sei eine stetig wachsende Provokation.

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