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Montag, 11. Dezember 2017 7

Kommunalpolitik

Nadelöhr bremst die Stadtmitte aus

In der Parsberger Innenstadt sind städtebauliche Projekte angedacht. Die Verbreiterung der Bahnüberführung verzögert dies.
Von Günter Treiber

Für Parsberg wird es massive Verkehrsbehinderungen geben, wenn die Bahnüberführung verbreitert wird. Foto: Treiber

Parsberg.In der Hauptverwaltungs- und Finanzausschusssitzung der Stadt Parsberg standen wichtige Themen zur Beratung und Beschlussfassung an. Die Vereine erhalten auch dieses Jahr Zuschüsse zur Jugendarbeit, für das Thema „Kunst am Bau“ im Stadtpark wird am 13. Dezember eine Jury zusammentreffen. Hart diskutiert wurde in der Bauausschusssitzung zur Stellungnahme zum Planfeststellungsverfahren Eisenbahnüberführung. Man will anstatt des geplanten passiven Lärmschutzes einen ebensolchen aktiven.

Die Städtebauförderung wird bis zum Jahr 2021 das Thema der Parsberger schlechthin sein. Allerdings werden sich wichtige Maßnahmen, vor allem in der Stadtmitte, wegen der geplanten Eisenbahnüberführungs-Verbreiterung um ein Jahr verzögern. Zu Beginn der Diskussionen machte Stefan Schmidmeier allerdings darauf aufmerksam, dass alle Summen geschätzte Kosten seien. „Es ist eben alle Jahre dasselbe“, sagte Bürgermeister Josef Bauer, „dass wir zum Jahresende die Förderung beantragen müssen“.

„Ich denke, dass im nächsten Jahr nicht allzu viel passieren wird“, meinte Geschäftsstellenleiter Stefan Schmidmeier, „aber in 2019 werden wir dann voll in die Planungen einsteigen und konkrete Summen nennen können“. Von den insgesamt 6,1 Millionen Euro werden nächstes Jahr 1,1 Millionen Euro ausgegeben werden. Da am Bahnhof Bau- und andere Arbeiten möglich sein werden, sind hier von den veranschlagten 1,9 Millionen Euro 750 000 Euro an Ausgaben vorgesehen.

Kunstwettbewerb für Stadtpark

Für das kommunale Förderprogramm sind 75 000 Euro, an Honoraren für die städtebauliche Beratung 25 000 Euro, für den Projektfond Verkehrsgutachten 20 000 Euro, für das Programmmanagement 30 000 Euro vorgesehen und zum Grunderwerb benötigt man 110000 Euro, alles im Jahr 2018. Das Gremium entschied sich einstimmig dafür, die Mittelanmeldung so zu gestalten.

Mit welchen Geldern die Vereine für die Jugendarbeit rechnen dürfen, erfahren Sie hier:

Verteilung von Zuschüssen

  • Fördersumme:

    An die Vereine werden insgesamt 20 760 Euro für deren Jugendarbeit ausgeschüttet.

  • Verteilung:

    SV Hörmannsdorf 816 Euro, Kleintierzüchter 600 Euro, Burschenverein Darshofen 480 Euro, Wasserwacht 2 496 Euro, SpVgg Willenhofen-Herrnried 2 400 Euro, Dartclub 264 Euro, THW 720 Euro, SKRK Parsberg 528 Euro, Trachtenverein 264 Euro, Pfadfinder 3 048 Euro, Schützen Hörmannsdorf 312 Euro, TV Parsberg 8 232 Euro und Symphonisches Blasorchester 600 Euro. (pgt)

Immer wieder ist der Stadtpark Thema bei den Ausschuss- und Stadtratssitzungen. Diesmal geht es um das Thema „Kunst am Bau“. „Der Stadtpark“, so Bürgermeister Josef Bauer, „hat durch seine steten Umbaumaßnahmen stark an Attraktivität gewonnen“. Die Idee war dann, Kunst im Stadtpark zu realisieren. In Abstimmung mit der Kunstgilde und dem Architekturbüro Wamsler-Rohloff-Wirzmüller erfolgte eine Auslobung für einen Kunstwettbewerb. Die Wettbewerbsbeiträge sind bis zum 11. Dezember, um 10 Uhr, einzureichen. Am 13. Dezember trifft sich von 9 Uhr bis 12 Uhr eine Jury in folgender Besetzung: zwei Vertreter des Büros Wamsler-Rohloff-Wirzmüller, ein Vertreter der Regierung der Oberpfalz, Stadtbaumeister Gerhard Behringer, ein Vertreter des Kulturkreises die drei Bürgermeister Josef Bauer, Jakob Wittmann und Hans Jürgen Hopf sowie ein Vertreter der SPD-Fraktion, da die beiden anderen Fraktionen durch die Bürgermeister und den Kunst- und Kulturbeauftragten Dr. Rainer Munzinger besetzt sind. Außerdem wird Korbinian Huber aus Duggendorf als Berater mit dabei sein.

Aktiver Lärmschutz gewünscht

In der Bauausschusssitzung zeigte man sich schließlich erfreut, dass das Parsberger Nadelöhr unter der Eisenbahnüberführung nun beseitigt wird. In dem Gutachten der Bahn, das für die Bürgerinnen und Bürger, vor allem die Anlieger, bis zum 19. Januar 2018 im Rathaus ausliegt.

Parsbergs Bürgermeister Josef Bauer geht es im Gutachten vor allem um den Lärmschutz. „Laut Gutachten“, so der Rathauschef, „wird es zwei Varianten geben, nämlich einen Schallschutz während der Bauphase und den zweiten nach dem Umbau.“ Den Bürgermeister stört bei der Planung, dass laut Gutachten ein aktiver Schallschutz wie etwa eine Schallschutzwand als nicht verhältnismäßig abgelehnt wird.

Insgesamt sind in der Planung passive Schallschutzmaßnahmen an vier Wohnhäusern vorgesehen, was einer Länge von etwa 100 Metern entspricht. „Es würden zwar, so erklärt Bauer weiter, sogenannte „Unterschottermatten“ angebracht, „aber was wir wollen, ist ein aktiver Schallschutz“.

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