mz_logo

Gemeinden
Dienstag, 30. Mai 2017 27° 3

Kirche

Die Sternsinger erobern Neumarkt

Einen Tag stand die Stadt im Zeichen des bundesweiten Auftakts des Dreikönigssingens. Das Tagblatt hat die Aktion begleitet.
Von Claus Gehr und Philipp Seitz

"Segen bringen - Segen sein": Das diesjährige Motto der Sternsingeraktion brachte zu allererst Neumarkt viel Segen und Weihrauchdüfte. Rund 2200 Sternsinger aus ganz Deutschland wurden ausgesandt.

10 Uhr: 2200 Sternsinger ziehen in die Jurahallen ein

Die Sternsinger aus ganz Deutschland trafen zur bundesweiten Eröffnung der Aktion Dreikönigssingen 2017 an den Neumarkter Jurahallen ein. Dorthin hatte das Bistum Eichstätt, das zum ersten Mal Gastgeber der Auftaktveranstaltung war, in Absprache mit der Stadt den Auftaktgottesdienst hinverlegt, da der Zuspruch für die Veranstaltung alle Erwartungen übertroffen hatte und die Kapazitäten des Münsters nicht ausreichend gewesen wären. Offiziell zog es 2200 Sternsinger nach Neumarkt. Der Großteil von ihnen kam aus dem Bistum Eichstätt, aber auch viele Gäste aus Nachbarbistümern wie Regensburg oder weiteren deutschen Diözesen wie Speyer und Mainz waren dabei. Die weiteste Anreise hatten Sternsinger aus dem Bistum Paderborn.

10.31 Uhr: Für Bischof Hanke sind Sternsinger die Stars

Vor den Gottesdienst nutzte Bischof Hanke die Chance, um ein Selfie mit den Sternsingern zu machen.

„Wir wollen heute das tun, was die Weisen aus dem Morgenland taten. An der Krippe am Altar die Eucharistie feiern und uns dann hinaussenden lassen, um die Botschaft von Weihnachten zu verkünden“, begrüßte Eichstätts Bischof Gregor Maria Hanke die Sternsinger in der voll besetzten Großen Jurahalle. Beim Gottesdienst unterstützt wurde er von den Bischöfen Rudolf Voderholzer aus Regensburg, Stefan Oster aus Passau und Thomas Dabre aus Eichstätts indischer Partnerdiözese Poona.

In der Predigt griff Hanke mit Unterstützung der Sternsinger aus der Hofkirche den Stern als Zeichen der Könige auf. Dieser sei nicht nur ein Symbol für den Stern von Bethlehem, sondern ein Zeichen dafür, dass jeder ein „Star“ sein könne, der Jesus nachfolge. Vorderholzer rückte die ureigenste Aufgabe der Sternsinger in den Vordergrund: die Botschaft und den Segen von Weihnachten zu verkünden. Die Hilfsaktion steht 2017 unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam für Gottes Schöpfung – in Kenia und weltweit!“ Mit dem Motto wollen die Sternsinger auf die Gefahren des Klimawandels hinweisen, der das Leben von Menschen in aller Welt bedroht.

12.20 Uhr: Ein prachtvoller Zug schlängelt sich durch Neumarkt

Die Sternsinger ziehen durch die Stadt.

Die 2200 Sternsinger mit ihren Betreuern und den Bischöfen an der Spitze gaben beim Zug durch die Stadt ein beeindruckendes Bild ab – zumal sich selbst das Neumarkter Wetter königlich präsentierte. In der Sonne funkelten und blitzten die goldenen Kronen und Sterne, während sich der scheinbar nicht enden wollende Zug über die Ring- und Hallertorstraße seinen Weg zum Neumarkter Rathaus bahnte.

12.35 Uhr: Die Könige besuchen das Neumarkter Rathaus

Die Sternsinger schreiben den Segen an die Rathaustür.

Der Platz vor dem Rathaus wurde ausgereizt, als die Sternsinger mit Musik der Werkvolkkapelle Einzug hielten. OB Thomas Thumann begrüßte die Könige und zeigte sich stolz, dass Neumarkt für die Auftaktveranstaltung ausgewählt worden war. Bevor sich die vier Bischöfe sowie der Präsident des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“, Prälat Klaus Krämer, und der Bundespräses der Deutschen Katholischen Jugend, Pfarrer Dirk Bingener, ins goldene Buch eintrugen, segneten die Könige das Rathaus mit dem Zeichen „20+C+M+B+17“, bevor es über den Unteren Markt und den Kurt-Romstöck-Ring zurück zu den Jurahallen ging.

13.30 Uhr: Die Stadt erhält ein großes Lob als Gastgeber

Der Bischof trägt sich in das goldene Buch der Stadt ein.

Beim Mittagessen der Bischöfe und der Sternsinger sparte Bischof Hanke nicht mit Lob für die Gastgeberstadt. „Neumarkt ist wirklich spitze! Die Gastlichkeit und das Interesse war überwältigend. Man kann der Stadt nur ein großes Vergelt’s Gott sagen.“

14.15 Uhr: Zum Ausklang gibt es ein großes Fest für die Könige

Afrikanische Rhythmen, Gesang und Trommelwirbel sorgen in der Jurahalle für Stimmung. Zum Ende des Nachmittags wurde es nochmals spannend: Vier Sternsinger aus verschiedenen Diözesen traten zum Quizduell an. Als Joker standen die Bischöfe und geistliche Würdenträger zur Seite. Einige Fragen waren knifflig: So mussten sie beantworten, welcher Dom zu Ehren der Heiligen Könige gebaut wurde. Antwort: Köln. Auch Pantomime stand an. Die Sternsinger mussten mit ihren Händen eine Krone bilden. Das ging schief: „Es ist ein Elch“, meinte ein König. Ansonsten waren die Sternsinger aber gut vorbereitet. Das Lob von Bischof Hanke war ihnen sicher: „Wir haben ja echte Profis hier!“ Mit einer Breze als Wegzerrung und dem Lied „We are happy for the day“ endet die Aussendung. Ein unvergesslicher Tag – nicht nur für die Sternsinger.

Ein Video von der Aussendungsfeier der Sternsinger sehen Sie hier:

Alle wichtigen Informationen rund um die bundesweite Eröffnung der Sternsinger-Aktion finden Sie hier: MZ-Spezial zur Sternsingeraussendung in Neumarkt

Nachrichten aus dem Bereich Neumarkt finden Sie hier.

Per WhatsApp informiert über die neuesten Nachrichten – wie das geht, lesen Sie hier.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Anmelden

Hinweis: Bitte schützen Sie Ihr Konto auf öffentlichen Geräten, indem Sie sich nach der Nutzung im Profil-Bereich abmelden.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht