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Dienstag, 16. Januar 2018 7

Kirche

Woffenbach feierte bunten Aschermittwoch

14 Künstler aus der Region präsentieren ihre Werke. Sie gaben dem traditionellen Gottesdienst einen neuen Anstrich.
von Helmut Sturm

An zwei Sonntagen finden Führungen durch die Ausstellung statt. Foto: Sturm

Neumarkt.„Manchmal sind wir Katholiken sehr stark auf den Gottesdienst fokussiert. Da tut es gut, sich einmal auf die Aussagen und Anliegen von Künstlern einzulassen“, so beschreibt Dekan Monsignore Richard Distler den Grundgedanken, aus dem heraus er mit der Kirchengemeinde St. Willibald in Woffenbach einen besonderes Aschermittwoch veranstaltet hat. „(Un)Sichtbares sichtbar ma-chen“ war das verbindende Thema des Gottesdienstes und der anschließenden Eröffnung der Kunstausstellung im Gotteshaus.

Vierzehn Künstler aus Woffenbach und Stauf präsentierten ihre Werke und kamen mit den Kirchenbesuchern bei Brot und Wein ins Gespräch. Dabei ging es einerseits um Ästhetik und Kunstfertigkeit, andererseits um die Intention der Künstler und die Botschaften hinter ihren Werken. Pfarrgemeinderat Richard Rupp sagte: „Es ist ein Geschenk für die ganze Stadt und die Region, dass sich Kreative aus Stauf und Woffenbach zu einem Künstlertreff zusammen gefunden haben.“ Den Organisatoren sei es wichtig gewesen, dass sich jeder Künstler habe einbringen können – egal ob er gläubig, suchend, zweifelnd oder kritisch sei. Schon bald bildete sich um Monika Bradl, Sonja Rupprecht, Pia Hübschmann, Marianne Weber und Bernhard Kopp eine Gruppe von 30 Personen, die mit ihren Beiträgen die Jubiläumsfeierlichkeiten in Woffenbach begleiten.

Als Vertretung für den erkrankten Woffenbacher Pfarrer Ewald Scherr leitete Distler mit Pfarrer Wolfgang Niebler die Wortgottesfeier. Zu Beginn sprach er über die Vergänglichkeit des Lebens und die beginnende Fastenzeit als Chance, damit jeder das Wesentliche in seinem Leben erkennen könne. „Pro Voices“ gestalteten den Gottesdienst musikalisch.

Von der Sehnsucht der Menschen nach dem Paradies sprach Dr. Claudia Grund, Kunsthistorikerin im Bistum Eichstätt: „Scheinen doch paradiesische Umstände das Gegenteil von dem, was wir in unserer Welt erleben – auch wenn viele Menschen heutzutage weniger die Wiedergewinnung der Gemeinschaft mit Gott meinen, sondern eher äußerliche paradiesische Zustände im Kopf haben, wie Traumjob oder Traumurlaub.“ Grund sprach von der paradiesischen Himmelsstadt Jerusalem und dem Ziel der Baumeister aller Epochen, in ihren Sakralbauten diese Himmelstadt sichtbar zu machen. Schließlich ging es auch um die Besonderheiten der Kirche St. Willibald, ihrer Grundform, ihres Raums und ihres umlaufenden Lichtbandes.

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