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Freitag, 15. Dezember 2017 11

Statistik

Zahl der Verletzten fast verdoppelt

Im Bereich der Autobahnpolizei Parsberg wurden bei Unfällen im vergangenen Jahr 89 Personen verletzt. 2014 waren es 48.
Von Peter Tost

Im November gab es auf Höhe von Berg nach einem Unfall zwei Schwerverletzte. Foto: Hans Stepper

Parsberg.Bei den insgesamt 386 Verkehrsunfällen auf der A3 zwischen Oberölsbach und Laaber sind im vergangenen Jahr 89 Personen verletzt worden. Wie der Leiter der Autobahnpolizeistation (APS) Parsberg, Peter Kemeter, in seinem Jahrepressebericht erklärt, bedeutet dies einen Anstieg bei den Verletzten um 85 Prozent. 2014 waren 48 Personen verletzt worden. Die Zahl der Verkehrsunfälle stieg um knapp 15 Prozent.

Zwei der insgesamt 56 Verkehrsunfälle mit Personenschaden – im Vorjahr waren es 32 gewesen – endeten tödlich. Anfang September war ein Ersthelfer, der am Rödelberg eine Unfallstelle absichern wollte, von einem Autfahrer erfasst und tödlich verletzt worden. Am 1. Weihnachtsfeiertag kam ein Audifahrer nach dem Überholen nach rechts von der Fahrbahn ab. Dabei wurde der nicht angeschallte Fahrer aus dem Auto geschleudert und tödlich verletzt.

Fehler beim Überholen

„Hauptunfallursachen waren Fehler beim Überholen, das Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit oder den Witterungsverhältnissen nicht angepasste Geschwindigkeit“, erklärt der APS-Chef im Gespräch mit unserer Zeitung. 22 Unfälle passierten wegen zu geringen Sicherheitsabstandes und 20 wegen Fehlern beim Abbiegen, Ein- und Anfahren. Bei einem Unfall war Alkohol im Spiel.

„Insgesamt muss festgestellt werden, dass sowohl die Verkehrsunfälle als auch die Anzahl der verletzten Personen stark gestiegen sind“, berichtet Kemeter. Ein Teil des Anstieges erkläre sich durch eine größere Baustelle zwischen Parsberg und Velburg, in der auf mehrere Kilometer der Fahrbahnbelag erneuert worden sei.

Die Baustelle war vom 20. April bis zum 25. Juni eingerichtet. In diesem relativ kurzen Zeitraum passierten laut Kemeter im Baustellenbereich insgesamt 45 Unfälle, wobei acht Unfälle mit elf verletzten Personen und drei Unfälle mit schwerwiegendem Sachschaden aufgenommen werden mussten.

„Insgesamt muss festgestellt werden, dass sowohl die Verkehrsunfälle als auch die Anzahl der verletzten Personen stark gestiegen sind.“

APS-Chef Peter Kemeter

Der Gesamtschaden bei den Unfällen mit Personenschaden und den schwerwiegenden Unfällen habe sich auf 1,2 Millionen Euro belaufen. Der Sachschaden bei den Kleinunfällen werde nicht registriert.

2015 musste die APS Parsberg insgesamt 255 Kriminalstraftaten bearbeiten. Die Aufklärungsquote betrug 68,2 Prozent. Dabei wurden 182 Personen angezeigt. 171 Beschuldigte waren männlich und elf weiblich.

78 Delikte waren Tankbetrügereien an der Tank- und Rastanlage Jura und damit 13 mehr als im Vorjahr. Rückläufig waren die sogenannten Dieseldiebstähle mit 30 Delikten, neun weniger als 2014.

Tatort Autobahnparkplatz

„Die Tatorte sind in der Regel Autobahnparkplätze. Dort werden von Lastwagen die Tankdeckel abgedreht und der Diesel abgepumpt. Dies passiert normalerweise in der Zeit, in der die Fahrer in ihrer Schlafkabine die Ruhezeit verbringen“, erklärt Peter Kemeter.

42 Personen wurden angezeigt, da sie entweder keine oder nicht die erforderliche Fahrerlaubnis hatten. Zudem wurden 31 Lkw-Fahrer wegen Fälschung beweiserheblicher Daten angezeigt, da das Kontrollgerät manipuliert war. Dies geschehe meist durch Manipulation der Software in den Kontrollgeräten oder durch das Setzen von Magneten.

Laut dem APS-Leiter beginnen demnächst zwei große Bauprojekte im Bereich der APS. Zum einen werde zwischen Velburg und Parsberg die Geigerhaidbrücke in Richtung Regensburg erneuert und zwischen der Geigerhaidbrücke und der Anschlussstelle Parsberg die Asphaltdecke erneuert. Die Fertigstellung ist für Juni 2017 geplant.

Außerdem werden zwischen Neumarkt und Velburg zwei Überführungen erneuert und auch hier teilweise die Asphaltdecke saniert. Diese Maßnahme soll Ende November voraussichtlich beendet sein. Die Verkehrsteilnehmer müssten sich vor allem in den Hauptverkehrszeiten auf Behinderungen und Staus einstellen.

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