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Sonntag, 18. Februar 2018 11

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Dennenloher beschweren sich über Raser

Zu viele Fahrzeuge, die zu schnell fahren: Bei der Bürgerversammlung forderten Bürger, dass etwas passiert. Geplant ist ein Ortstermin.
Von Heike Regnet

In Dennlohe wurde auch schon mehrfach geblitzt. Foto: Patrick Seeger/dpa

Pyrbaum.Etwa 50 Bürger informierten sich am Montag bei der Bürgerversammlung im Feuerwehrhaus. Bürgermeister Guido Belzl gab zunächst seinen Bericht, in der anschließenden lebhaften Diskussion war vor allem zu schnelles Fahren innerhalb der Ortschaften beherrschendes Thema.

Nachdem das Baugebiet Waldstraße in Pyrbaum erschlossen ist, werde nun eifrig gebaut, sagte Belzl. Die Erweiterung des Kindergartens Kunterbunt sei abgeschlossen, die Sanierung des Schlossstadels gehe zügig voran und die Gestaltung des Schlossgrabens werde 2015 noch ein wichtiges Thema sein. Erste Konzepte seien erstellt, die Bürger bringen sich mit ein.

Handlungsbedarf bestehe bei den Mauern am Schlossgraben. Die katholische Kirche habe bereits mit der Sanierung begonnen. An vielen Stellen sei auch die Sandsteinmauer, die der Gemeinde gehört, stark geschädigt. Weitere Großprojekte 2015 seien die Sanierung der Bräustuben und des Rathauses. Zu den Straßen informierte Belzl, dass der Ausbau der NM 17 Ortsdurchfahrt Rengersricht in zwei Bauabschnitten erfolge. Die Kreisstraße NM 6 Pyrbaum – Pruppach sei schon wieder freigegeben.

Größtes Projekt sei der Bau des Seniorenheims. Man habe mit der Diakonie einen Mietvertrag abgeschlossen. Dort entstehen 51 Plätze in stationärer Pflege und 15 in Tagespflege. Der Bau sei im Zeitplan, im Herbst 2015 solle das Seniorenzentrum fertig sein. 2015 werde die Freizeitanlage am TSV-Gelände gebaut, in Seligenporten werde das Baugebiet Wüllenricht II erschlossen und es werde weiter in den Breitbandausbau investiert.

Dringender Handlungsbedarf bestehe in Dennenlohe: Dort müsse etwas gegen die Raserei unternommen werden, so die Meinung vieler Bürger. „Es ist fast schon lebensgefährlich“, hieß es. Die Kinder müssten mangels Gehweg auf der Straße zur Haltestelle laufen, durch die aktuelle Umleitung sei das Verkehrsaufkommen massiv gestiegen – und die Beschränkung auf Tempo 30 bringe nichts. Belzl sagte, dass dauerhaft alle Fahrzeuge gezählt würden. Und die Polizei kontrolliere. Zwei bis drei Führerscheine seien wohl eingezogen worden. Ein Fahrbahnteiler sei keine Option, da dies der Landkreis ablehne. Die Bürger forderten, endlich etwas zu tun. Bereits 1990 sei ein Mann ums Leben gekommen, einige Jahre später wurde ein Kind angefahren und schwer verletzt. Zeitnah solle ein Termin mit dem Landratsamt und den Bürgern vereinbart werden, um eine Lösung zu finden.

Groß war auch die Entrüstung der Bürger wegen der Waldwege: Sie würden mit viel zu grobem Material aufgeschottert. Belzl wird dazu nochmals mit der Forstverwaltung Kontakt aufnehmen. Teilweise morsch sei eine Eiche an Wald-/Tannenstraße. Dies sei bekannt, man versuche, den Baum zu retten, so Belzl. Kritik gab es an der Linie S-Bahn/Bus Postbauer-Heng. Regelmäßig fahre der Bus den Schülern, die mit der Bahn ankommen, vor der Nase weg. Belzl sagte, er wolle nachhaken. Gewünscht wurde, wieder einen Altglascontainer aufzustellen, am besten am Supermarkt.

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