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Neumarkt
Samstag, 16. Dezember 2017 5

Kultur

Neue Bronze-Plastik übergeben

Die „Sitzende“ bekommt ihren Platz beim Museum Lothar Fischer in Neumarkt. Die Einflüsse des Lehrers sind unverkennbar.
Von Gerd Schlittenbauer

Christina von Bitter hat ihre „Sitzende“ für einen Daueraufenthalt in Neumarkt gießen lassen. Heiko Graeve von der Stiftung und Arnold Graf vom Förderverein (v.l.) sind begeistert. Foto: Schlittenbauer

Neumarkt.Die grazile „Sitzende“ kommt frisch vom Gießen. Christina von Bitters Bronze-Plastik wurde am Donnerstag an die Lothar & Christel Fischer-Stiftung übergeben. Sie bekommt ab Montag ihren festen Platz im Grünstreifen nördlich des Museums Lothar Fischer.

Es ist eine der wenigen Bronze-Plastiken der in München wohnenden Künstlerin. Meist arbeitet sie mit grazilem Papier und hat solche Werke, so Arnold Graf, 2009 in Neumarkt ausgestellt. Heiko Graeve, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, erklärte, dass das Bronzeunikat „Guter Hirte“ von Heinrich Kirchner, einem Lehrer von Lothar Fischer, welches bisher an diesem Ort stand, an den Besitzer zurückgeliefert werden musste. Die erste „Sitzende“ von Christina von Bitter ist 1995 aus Papier entstanden und wurde nun in Bronze abgeformt.

Auf Betreiben von Arnold Graf, Vorsitzender des Vereins der Freunde Museum Lothar Fischer, wurde die „Sitzende“ erworben. Weil die Plastik auf städtischem Grund steht, kam zur Präsentation auch Kulturamtsleiterin Barbara Leicht, die in der Nähe des Museums einen optimalen Standort sieht: „Die Plastik trägt das Aufstrebende der Bäume in sich“, sagte Leicht. Museumsleiterin Dr. Pia Dornacher erklärte, dass die Plastik ab Montag im Park fest installiert werde.

Christina von Bitter ist auch Herausgeberin:

Veranstaltungen

  • Buch:

    Künstlerin Christina von Bitter hat mit Lyrikerin Nora Gomringer das Buch „Seit wir uns kennen, duftet der abgeblühte Strauch neben dem Haus“ herausgebracht. Gomringer wird im Mai im Lothar-Fischer-Museum lesen.

  • Ausstellung:

    Am Donnerstag wurde in der Kunsthalle Schweinfurt eine Ausstellung eröffnet, die plastische Werke von Lothar Fischer zeigt. (ngs)

Christina von Bitter war von 1991 bis 1995 an der Berliner Hochschule Schülerin von Lothar Fischer. Seine Einflüsse in der „Sitzenden“ sind unverkennbar. „Ich war noch jung, als ich von Lothar Fischer ausgebildet wurde“, sagt sie im Tagblatt-Gespräch. „Deshalb hat er mich sicher unterbewusst beeinflusst.“ Als „starker Lehrer“ sei er sehr „prägend“ gewesen. In der „Sitzenden“ taucht ein Thema auf, dass sie oft mit Lothar Fischer diskutierte: „Wo ist ein Sockel spannend, wo gehört er in die Figur, wo außerhalb?“ Die „Sitzende“ wurde auf einem Sockel platziert. Nach oben hin seien die Tischbeine „addiert“ worden – und ob es sich darüber um die Stuhllehne oder den weiblichen Körper der „Sitzenden“ handelt – dies bleibt der Fantasie überlassen. Den oberen Abschluss der Plastik – da hat sich die Künstlerin festgelegt – bilden die Hemdschlaufen der „Sitzenden“.

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