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Region Nürnberg
Mittwoch, 22. November 2017 10° 3

Freizeit

Auf einen Sprung aufs Trampolin

Ein neuer Trampolinpark hat in Nürnberg eröffnet. Die Besucher stehen Schlange, um im „Airtime“ durch die Luft zu wirbeln.
Von Unserem Nürnberg-Korrespondenten Nikolas Pelke

Arsenis geht auf dem Airtime-Trampolin in die Luft. Fotos: Pelke

Nürnberg.Hüpfend macht die Welt offensichtlich noch mehr Laune. In einer alten Industriehalle in der Klingenhofstraße in Nürnberg im Nordosten der Stadt kann man neuerdings in die Luft gehen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die Betreiber des „Airtime“-Trampolinparks haben das Tonnengewölbe, das an einen alten Flugzeughangar erinnert, von vorne bis hinten mit elastischen Hüpf- und Sprunghilfen ausgestattet.

Vor einem Container steht Arsenis mit seinen Freunden in der Schlange. „Ich habe die Sprünge im Freibad vom Sprungbrett geübt. Jetzt bin ich gespannt, ob die Salti und Drehungen auch hier auf dem Trampolin klappen“, sagt der sportbegeisterte Nürnberger und legt 13 Euro für 60 Minuten Hüpfspaß auf den Tisch.

Benutzung auf eigene Gefahr

Dann muss der 18-Jährige die obligatorische Einverständniserklärung unterschreiben, dass die Benutzung der Anlagen auf eigene Gefahr erfolgt. Außerdem muss Arsenis wie alle Besucher schriftlich versichern, dass er sich der Tatsache bewusst ist, dass mit dem Besuch des Trampolinparks grundsätzlich Gefahren und Risiken verbunden sind.

Von diesen Warnhinweisen abschrecken lässt sich Arsenis wie die meisten Besucher jedoch nicht. Jetzt muss er nur noch die Anti-Rutsch-Sprungsocken in seiner Größe aussuchen, die einmalig mit 2,90 Euro zu Buche schlagen. Dann kann es auch schon fast losgehen mit dem Hüpfen. Doch zunächst müssen alle Besucher die Taschen leeren. Mit vollen Hosentaschen wäre ein Besuch des Trampolinparks viel zu gefährlich. Schließfächer stehen neben dem Eingang zur Verfügung, um seine Habe zwischenzulagern.

Hier finden Sie weitere Informationen:

Der Airtime-Trampolinpark

  • Praktisches:

    Der „Airtime-Trampolinpark“ in der Klingenhofstraße 70 in Nürnberg hat von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 22 Uhr geöffnet. 60 Minuten kosten 13 Euro. Zusätzlich müssen einmalig Sprungsocken für 2,90 Euro gekauft werden.

  • Einverständniserklärung:

    Minderjährige sollten eine Einverständniserklärung der Eltern mitbringen, die man sich vor dem Besuch des Parks im Internet auf der Homepage der Betreiber ausdrucken kann.

  • Regeln:

    Die Halle darf nur in Sportkleidung und mit Anti-Rutsch-Socken betreten werden. Außerdem müssen die Hosentaschen leer sein. Ansonsten könnten die Gegenstände beim Springen zu gefährlichen Geschossen werden. Brillenträger sollten auf ihre Sehhilfe verzichten oder eine Sportbrille tragen.

  • Fitness:

    Körperliche Fitness wird den Besuchern der Anlage sehr empfohlen. Das Springen ist bis zu einem maximalen Körpergewicht von 130 Kilogramm erlaubt.

  • Sicherheit:

    Vor der gebuchten Sprungzeit sollte man 20 Minuten für die Vorbereitung und Sicherheitsunterweisung einplanen.

  • Eltern-Tipp:

    Kinder zwischen 7 und 14 Jahren müssen zusätzlich zur unterschriebenen Haftungserklärung und Einverständniserklärung eine volljährige Aufsichtsperson dabei haben. Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren dürfen mit der Haftungserklärung und Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten allein in die Halle.

Darrel bewacht das Paradies

Vor dem Eintritt zum Sprung- und Hüpfparadies haben die Betreiber einen Aufpasser postiert, der dafür sorgen soll, dass auch alles mit rechten Dingen zugeht. Der heißt Darrel an diesem Tag und erklärt freundlich, welche Regeln unbedingt zu beachten sind. Die Besucher, warnt Darrel, sollten ihre sportlichen Fähigkeiten nicht leichtfertig überschätzen und sich insbesondere technisch schwierige Kunststücke wie Salti oder Flickflacks nur nach gründlicher Vorbereitungen zutrauen.

Mit leuchtenden Augen und voller Vorfreude lauschen die vielen jungen und sportlichen Gäste den mahnenden Worten des Trampolinmeisters. Die meisten Erwachsenen haben es sich derweil auf der Zuschauertribüne gemütlich gemacht. Der Trampolinpark ist an diesem Tag eindeutig in der Hand der Kinder und Jugendlichen. Überall wirbeln Buben und Mädchen durch die Halle.

Inzwischen hat auch Arsenis mit seinen Freunden den vibrierenden Boden des Parks betreten. Zunächst versucht er, hüpfend an Höhe zu gewinnen. Nachdem er sich in schwindelerregende Sphären geschraubt hat, versucht Arsenis den ersten Sprung.

Scheinbar spielerisch vollführt er in der Luft einen Rückwärtssalto und landet mit beiden Beinen wieder sicher auf dem Trampolin, das ihn umgehend erneut in die Luft befördert.

Diesmal lässt er sich auf den Rücken fallen. Das Trampolin schleudert ihn auch diesmal wieder weit nach oben.

Um ihn herum ist ebenfalls Bewegung. Die ganze Halle hüpft. Kleine Mädchen trainieren hier den Flickflack. Kleine Jungs dort den Salto. Man könnte meinen, der Turnerbund habe mit seiner Jugendabteilung einen Ausflug in den Trampolinpark gemacht.

Hier sehen Sie ein Video aus dem Trampolinpark:

Schon vom Zusehen schwindelig

Den meisten Eltern auf der Zuschauertribüne dürfte schon vom Zusehen schwindelig werden. „Macht richtig Spaß. Aber ist auch richtig anstrengend“, sagt Arsenis zwischen zwei Sprüngen. Körperliche Fitness wird den Besuchern der Anlage daher sehr empfohlen. Bei Arsenis scheint es um die Fitness aber ganz gut bestellt zu sein. Denn mit einem breiten Grinsen im Gesicht lässt er sich wieder hoch hinauf in Richtung Hallendach katapultieren. Hüpfen kann offensichtlich glücklich machen.

Viele weitere Informationen rund um den Airtime-Trampolinpark und dessen Angebote gibt es im Internet unter der Adresse www.airtimetrampolin.de.

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