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Region Nürnberg
Mittwoch, 22. November 2017 7

Musik

Die Klaragasse wird zur Konzertmeile

Beim Festival „Nürnberg-Pop“ treten mehr als 50 Bands in 27 Locations auf. Der Auftakt findet allerdings mit Tom Schilling im Staatstheater statt.
von unserem Nürnberg-

  • David Lodhi, Thomas Eckert und Thomas Wurm stehen hinter „Nürnberg-Pop“. Foto: Pelke

NÜRNBERG.Die drei Freunde Thomas Eckert, David Lodhi und Thomas Wurm haben mit der „Nürnberg-Pop“ ihre Heimat- zur Musikstadt gemacht. Im siebten Jahr wird das Musikfestival zum ersten Mal mit einem Konzert im Staatstheater eröffnet. Am kommenden Sonntag steht im Schauspielhaus Tom Schilling mit seinen Jazz-Kids auf der Bühne. Über das Festival hat unser Medienhaus mit Thomas Wurm gesprochen.

Wer steckt eigentlich hinter „Nürnberg-Pop“?

„Nürnberg-Pop“ machen David, Thomas und ich. Thomas „Ekki“ Eckhard und ich kennen uns schon seit 30 Jahren. Mit ihm habe ich 20 Jahre lang die elektronischen Wildstyle-Partys veranstaltet. David kenne ich seit 15 Jahren. Er macht den Stereo-Club und die Mono-Bar in der Klaragasse. Mit David habe ich auch zusammen in der Band Wrongkong gespielt. Wir kennen uns also alle gut und sind nicht nur Geschäftspartner, sondern auch echte Freunde. Das soll es ja noch geben (lacht).

Was passiert bei „Nürnberg-Pop“?

Rund um die Klaragasse treten am 28. Oktober in 27 Locations über 50 Bands auf. Man bezahlt einmal Eintritt und kann alle Konzerte besuchen.

Welche Idee steckt dahinter?

Ich habe mit Wrongkong 2010 auf dem Reeperbahn-Festival in Hamburg gespielt. Abends bin ich noch mit meinem Bandkollegen David Lodhi um die Häuser gezogen. Dann ist beim Bier der Gedanke entstanden, dass wir das hier in Nürnberg in der Klaragasse auch wunderbar machen könnten. Hier ist die Kneipendichte fast genauso groß. Und dann haben wir einfach angefangen.

Ist „Nürnberg-Pop“ ein Kneipenfestival?

Der Unterschied zum klassischen Kneipenfestival ist ganz klar. Auf der „Nürnberg-Pop“ spielen keine Cover-Bands. Wir versuchen, anspruchsvolle Musik zu präsentieren, die uns und anderen gefällt. Wir wollen junge und ältere Musikfreunde ansprechen. Und das funktioniert richtig gut. Wir haben mittlerweile auch älteres Publikum bei der „Nürnberg-Pop“.

Welche Band wollten Sie persönlich in diesem Jahr unbedingt dabei haben?

Ich freue mich besonders auf J. Bernardt. Der Frontman der belgischen Indieband Balthazar wird am späten Abend im Club-Stereo auftreten.

Zur Eröffnung geht „Nürnberg-Pop“ zum ersten Mal ins Staatstheater. Wie ist es dazu gekommen?

Am 22. Oktober kommt der Schauspieler Tom Schilling mit seinen Jazz-Kids ins Staatstheater. Vorher spielen mit The Tales of Golden Keys die Nürnberger Kulturpreisträger. Wir versuchen, das Festival in jedem Jahr zu erweitern. Wir wollen neue Sachen ausprobieren. Mit der Idee sind wir zum Staatstheater und haben offene Türen eingerannt. Am Montag startet die Kulturwoche. Mit dem Ticket der „Nürnberg-Pop“ kann man die ganze Woche vor dem Festival die Kultur in der Stadt zu vergünstigten Preisen genießen. Von der Hochkultur bis zum guten Restaurant ist alles dabei. Das verstehen wir eben unter Popkultur. In dieser vorgeschalteten Kulturwoche kann man Nürnberg auf verschiedenen Ebenen kulturell erkunden.

In diesem Jahr findet „Nürnberg-Pop“ zum ersten Mal auch unter freiem

Himmel statt.

Ja, am Samstag geht es schon ab 13 Uhr auf dem Klarissenplatz mit Food-Trucks und einer Akustik-Bühne rund. Diese Open-Air-Veranstaltung vor dem Neuen Museum soll einfach Lust machen auf das Festival in den Kneipen und Clubs am Abend. Wir hoffen auf 20 Grad und Sonnenschein.

Euer Motto lautet „Nürnberg in

your heart“. Welche Botschaft steckt

genau dahinter?

Die Motivation ist von Anfang an gewesen, ein geiles Ding in Nürnberg auf die Beine zu stellen. Nürnberg kann weitaus mehr, als die Stadt selber weiß. Wir sind vielleicht dafür da, Nürnberg zu zeigen, wie gut Nürnberg eigentlich ist. Wir sind ein Aushängeschild für die Kulturstadt. Wir waren zwei Mal für den European Festival Award nominiert. Uns nehmen die Leute also europaweit wahr.

Haben Sie weitere Fragen? Schreiben Sie uns! neumarkt@mittelbayerische.de

INTERVIEW

Thomas Wurm

Mitorganisator von „Nürnberg-Pop“

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