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Region Nürnberg
Samstag, 16. Dezember 2017 10

Gericht

Drogendealer aus Roth müssen in Haft

Die beiden Männer sollen mit Ecstasy und Methamphetamin gehandelt haben – in erheblichen Mengen, so das Gericht.

Am Landgericht Nürnberg-Fürth wurden die beiden Männer am Donnerstag verurteilt. Foto: Daniel Karmann/dpa

Nürnberg.Das Urteil im Prozess gegen zwei Drogendealer aus Roth ist am Donnerstag vor dem Landgericht in Nürnberg gefallen. Das Ergebnis: Beide Männer können demnächst eine Entziehungskur antreten. Doch: Beide Angeklagte müssen hinter Gitter.

Der 31-jährige S. ist vom Landgericht am Donnerstag zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und vier Monaten verurteilt worden. Der 50-jährige L. muss sogar für volle vier Jahre ins Gefängnis. Die Strafkammer sah es als erwiesen an, das beide Angeklagte aus Roth mit Drogen gedealt haben, um Geld zu verdienen und ihre Drogensucht zu befriedigen. Insbesondere sollen die beiden mit Ecstasy und Methamphetamin gehandelt haben. Dabei sollen die Männer mit erheblichen Mengen hantiert haben.

Bei den kriminellen Shoppingtouren sollen sich die Drogendealer teilweise bis zu 1000 Ecstasy-Tabletten besorgt haben. Die meisten Drogen waren laut Meinung des Gerichts für den Weiterverkauf bestimmt. Im Februar legte die Polizei den Dealern das Handwerk. Bei der Festnahme beschlagnahmte die Polizei mehr als 40 000 Euro aus den illegalen Drogengeschäften.

In fünf Fällen soll der jüngere Angeklagte laut Auffassung des Landgerichts mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge gehandelt haben. Der ältere Angeklagte soll in zehn Fällen mit den Drogen in kleinerem Umfang gehandelt haben. Dass der ältere Angeklagte dennoch eine längere Haftstrafe vom Gericht aufgebrummt bekam, liegt daran, dass ein Urteil des Amtsgerichts vom vergangenen Jahr zu der gestern verkündeten Gesamtfreiheitsstrafe hinzugerechnet worden ist.

Der jüngere Angeklagte muss mit drei Jahren und vier Monaten ebenfalls lange hinter Gitter. Sein Urteil wäre vielleicht noch höher ausgefallen, hätte er nach der Verhaftung nicht mit den Behörden kooperiert und erhebliche Aufklärungshilfe geleistet.

Für beide Angeklagte hat das Landgericht Nürnberg nun die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt angeordnet.

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