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Region Nürnberg
Sonntag, 26. März 2017 13° 3

Ausstellung

Fußball aus aller Welt in Nürnberg

Die Deutsche Akademie für Fußball-Kultur präsentiert im Kunsthaus eine internationale Video- und Fotokunst-Ausstellung zur WM. Ihr Titel: „Futebol“.

Mitglieder der afghanische Frauen-Nationalmannschaft: Lela Ahmadzai hat sie monatelang begleitet und berichtet in Nürnberg der Lebensrealität der Fußballerinnen. Foto: Lela Ahmadzai

Nürnberg.Zeitgenössische Kunst und Fußball? Passt das zusammen? Die Deutsche Akademie für Fußball-Kultur tritt nicht zum ersten Mal den Beweis an, dass diese beiden Welten gar nicht so weit auseinander liegen. Zur Fußball-WM 2014 hat sie erneut eine Ausstellung organisiert. Sie bringt – unter dem Thema „“Futebol“ renommierter internationale Künstler nach Nürnberg.

In den Räumen des Kunsthauses im KunstKulturQuartier Nürnberg sind ab nächster Woche zwölf Videoarbeiten sowie Fotografien und eine Klanginstallation zu erleben. Die Vernissage ist am Dienstag um 18 Uhr.

Ob dokumentarisch oder witzig, grafisch oder dramatisch, ob politisch oder satirisch – die Künstler nähern sich dem Thema Fußball auf ihre ganz eigene Weise. Die Ausstellung wurde in Brasilien entwickelt, wo in Kürze die Fußball-WM beginnt.

Nach elf vielbeachteten Etappen in den großen Metropolen Südamerikas ist „Futebol“ nun auch in Deutschland zu sehen. Ihr Kurator ist Alfons Hug, Leiter des Goethe Instituts Rio de Janeiro, Kurator des Lateinamerika-Pavillons auf der Biennale 2013 in Venedig und zweifacher Kurator der Kunst-Biennale von São Paulo. Vornehmlich brasilianische und südamerikanische Künstler stellen aus, aber auch Beiträge aus China, Südafrika und Deutschland sind zu sehen.

Fußballerinnen in Afghanistan

Die afghanisch-deutsche Fotografin Lela Ahmadzai steht mit ihrer Arbeit „A Woman’s Goal – Die Ersten auf dem Platz“ im Mittelpunkt der Nürnberger Schau. Für ihr Foto- und Videoprojekt hat die Künstlerin und Journalistin die afghanische Frauen-Nationalmannschaft über mehrere Jahre begleitet. Sie fing die Lebenswirklichkeit der Mädchen und Frauen in beeindruckenden Bildern ein. In dem kriegsgebeuteltem Land bereitet sie derzeit weitere Projekte vor.

Am Donnerstag, 5. Juni, kommt sie um 18 Uhr ins Kunsthaus und spricht mit Andrea Kuhn (Leiterin des Nuremberg International Human Rights Film Festival) über ihr Projekt, über die Lebensrealität in Afghanistan und über Frauen, die begeistert Fußball spielen. Der Eintritt ist frei.

Ein Tipp: Wem nach dem Bundesliga-Saisonende die geliebte Stadionatmosphäre fehlt, der kommt in der Ausstellung – sie dauert bis zum 6. Juni – garantiert auf seine Kosten. Die Klanginstallation „O jogo insondável“ des Österreichers Lukas Ligeti transportiert den Schall der Fußballarenen aus Rio de Janeiro, Salvador, Porto Alegre und Montevideo mitten in die Nürnberger Innenstadt.

Infos zur Ausstellung

Öffnungszeiten: 28. Mai bis 6. Juli, Kunsthaus, Königsstraße 93: dienstags sowie donnerstags bis sonntags und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr, mittwochs von 10 bis 20 Uhr

Eintritt: Fünf Euro (ermäßigt 2,50 Euro); bis 18 Jahre frei. Freier Eintritt gilt vom 28. bis 31. Mai und jeden Mittwoch von 18 bis 20 Uhr.

Vernissage: Dienstag, 18 Uhr, im 2. Stock des Glasbaus durch Nürnbergs Kulturreferentin Prof. Dr. Julia Lehner, Prof. Dr. h.c. Klaus-Dieter Lehmann (Präsident des Goethe-Instituts) und Kurator Alfons Hug – mit Musik aus Brasilien.

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