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Region Nürnberg
Samstag, 17. Februar 2018 11

Bilanz

Gutes Jahr für den Nürnberger Tiergarten

Das gute Wetter und die Zoopädagogen haben dazu beigetragen, dass der Nürnberger Zoo ein Plus verzeichnete.
von unserem Nürnberg-Korrespondenten Nikolas Pelke

Diesem Zebra im Nürnberger Tiergarten scheint der Schnee nichts auszumachen. Foto: Pelke

Nürnberg.Mehr als 1,1 Millionen Besucher waren im vergangenen Jahr im Tiergarten Nürnberg. „Damit haben wir das drittbeste Ergebnis der Geschichte im Jahr 2017 erreicht“, freute sich Vize-Zoodirektor Helmut Mädgefrau bei der Vorstellung des Jahresberichtes am Donnerstag in Nürnberg.

Vor allem wegen des guten Wetters seien im vergangenen Jahr rund fünf Prozent mehr Besucher in den Landschaftszoo gekommen. Beim Verkauf der Dauerkarten habe der Tiergarten sogar ein dickes Plus von zehn Prozent verzeichnet. Im Rekordjahr 2008 wollten fast 1,3 Millionen Besucher das Eisbärenbaby „Flocke“ im Nürnberger Tiergarten bewundern.

Vier Wiesents sind in Spanien

Besonders freute sich Vize-Direktor Mädgefrau über die Erfolge beim Artenschutz, die im vergangenen Jahr erzielt worden sind. Vier Habichtskäuze aus Nürnberg lebten jetzt in europäischen Nationalparks wie im Bayerischen Wald. Im Zillertal springen drei Steinböcke aus dem Nürnberger Tiergarten über Stock und Stein in der freien Wildbahn. Für die Wiederansiedlung des Wiesents in Spanien habe der fränkische Zoo vier Tiere zur Verfügung gestellt.

Sorgen bereite dem Tiergarten weiterhin die Delfin-Lagune. Hier müsse sich der Zoo auch in diesem Jahr in Geduld üben. „Das Thema Lagune wird uns noch Jahre beschäftigen“, sagt Mädgefrau. Derzeit müsse noch untersucht werden, mit welchen Maßnahmen man die maroden Becken am besten wieder auf Vordermann bringen könne. Für die Delfine im Tiergarten werde derzeit noch das alte Delfinarium als Ausweichbecken saniert. Der Umbau des alten Flusspferde- zu einem Wüstenhaus sei dagegen in den letzten Zügen. Noch im Frühjahr solle das neue Wüstenhaus eröffnet werden.

Zum Publikumserfolg beigetragen habe im vergangenen Jahr die Arbeit der Zoopädagogen, die mehr als 1000 Führungen durch den Zoo veranstaltet haben. Besonders hoch im Kurs seien Spezialführungen wie der „Besuch beim Lieblingstier“ gewesen. Einem ungebrochen hohen Zuspruch erfreuen sich die Kinderfreizeiten mit Übernachtungen im Tiergarten. Knapp 7000 Kinder seien vergangenes Jahr bei Abenteuerferien im Zeltlager oder Zoo-Schullandheim dabei gewesen.

Mit besonderer Spannung werde in jedem Jahr die Statistik zum Futterbedarf der aktuell 4649 Tier aus mehr als 300 Arten im Tiergarten erwartet. Den Spitzenplatz auf der Hitparade des tierischen Lieblingsgemüses hätten 2017 wieder die Karotten mit 35 Tonnen erreicht. Auf den Plätzen folgten Rote Rüben (mehr als zehn Tonnen) und Äpfel (mit knapp acht Tonnen).

62 000 Küken verspeist

Zu den absoluten Klassikern auf der tierischen Speisekarte gehörte 2017 erneut Fisch mit mehr als 70 und Fleisch mit mehr als 25 Tonnen. Nicht selten verspeist worden seien auch Salatköpfe (21 000), Küken (62 000) und Mäuse (13 700). Eher selten serviert würden im Tiergarten dagegen exotische Früchte wie Ananas (345 Stück) und Orangen (750 Kilogramm). Bei diesem Futterbedarf erscheint es mehr als sinnvoll, dass der Zoo auf seinem eigenen Bauernhof selbst Heu (mehr als 140 Tonnen) oder Runkelrüben (50 Tonnen) anbaut.

Neuerdings würden auch die Besucher auf der Internetseite des Tiergartens gezählt. Auch hier gebe es Erfolge. Allein bei den „Gefällt mir“-Angaben in den sozialen Netzwerken wie Facebook habe der Tiergarten ein sattes Plus von neun Prozent erhalten.

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Futterbedarf im Tiergarten 2016

  • Obst:

    8,4 Tonnen Äpfel, 270 Ananas, 1,9 Tonnen Bananen, 970 Kilogramm Orangen, 5800 Kiwi

  • Gemüse:

    788 Kilogramm Brokkoli, 1,9 Tonnen Chinakohl, 37,1 Tonnen Karotten, 31 000 Köpfe Salat, 3,6 Tonnen Paprika, 5,5 Tonnen Kartoffeln, 11,8 Tonnen Rote Rüben

  • Selbst angebaute Futtermittel:

    45 Tonnen Runkelrüben, 197 Tonnen Heu (165 aus eigenem Anbau)

  • Futter aus Gut Mittelbüg:

    9 Tonnen Weizen, 3,7 Tonnen Hafer, 105 Silage-Bigballs

  • Eingekauftes Futter:

    18,4 Tonnen Kraftfutter für Wildtiere, 1150 Kilogramm Salzlecksteine

  • Fleisch/Fisch:

    30,9 Tonnen Fleisch, 67,8 Tonnen Fisch, 4,2 Tonnen Tintenfisch, 57 000 Küken, 19 000 Mäuse und 3900 Ratten auch Grillen, Mehlwürmer und Obstfliegen

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