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Region Nürnberg
Mittwoch, 21. Februar 2018 3

Verbraucher

Nürnbergs Bio-Seite entdecken

Filmpremiere, Vorträge, Tauschbörse: Das Begleitprogramm zur BioFach steht jedem offen – meist sogar bei freiem Eintritt.
Von Birgit Ropohl

Neue Produkte probieren – auch das können Verbraucher bei verschiedenen Begleitveranstaltungen der weltgrößten Biomesse in Nürnberg . Foto: Ropohl

Nürnberg.Zur BioFach (15. bis 18. Februar), der größten Biomesse der Welt, haben zwar nur Fachbesucher Zutritt. Doch auch außerhalb des Messegeländes sind jede Menge Aktionen rund um das Thema geplant. Mehrere Initiatoren, darunter die Stadt, die NürnbergMesse und Bluepingu, haben ein vielfältiges Angebot ausgearbeitet.

„Wir wollen die Strahlkraft der Weltleitmesse nutzen und möglichst vielen Verbrauchern einen Anlass geben, sich für Bio zu begeistern und es beim Einkaufen zu berücksichtigen“, sagt Bluepingu-Vorstand Frank Braun.

Zum Auftakt der öffentlichen Termine gibt es am Mittwoch, 15. Februar, in der Egidienkirche ein „Kino spezial“. Zu sehen ist – bei freiem Eintritt – der Dokumentarfilm „From Business to Being“. Er schildert die Geschichte dreier Führungskräfte, die sich auf die Suche nach Wegen aus ihrem Hamsterrad gemacht haben, um ihre Arbeit mit mehr Begeisterung und Sinnhaftigkeit zu füllen. Regisseur Julian Wildgruber ist anwesend.

Am Samstag, 18. Februar, dreht sich im KunstKulturQuartier in der Königstraße 93 alles um hochwertiges Saatgut. Beim Saatgut-Festival von 10 bis 18 Uhr (Eintritt frei) bieten nicht nur rund 15 Aussteller alte und ökologische Sorten an. Jeder Besucher darf zudem eigenes Saatgut mitbringen und tauschen. Ein Workshop, wie man ohne Plastik auskommt, eine Kochshow und Vorträge, zum Beispiel vom BUND-Vorsitzenden Prof. Dr. Hubert Weiger, sorgen für fachliche Information.

Weltpremiere: Die neue Biodiva

Komplett neu ist ein Angebot, mit dem Hubert Rottner Defet in die Öffentlichkeit tritt: Rottner, einst einer der Gründerväter der BioFach, organisiert die, wie er sagt, weltweit erste Messe zum Thema Artenschutz, die Biodiva. „Ich will ein in der Öffentlichkeit noch nicht so präsentes Thema publik machen“, sagt er. Alle 20 Minuten sterbe auf der Erde eine Art aus.

Die Biodiva (17. bis 19. Februar im Z-Bau, Eintritt fünf Euro) ist sowohl Informationsplattform mit Vorträgen, Verkostungen und Erlebnisgastronomie als auch Verkaufsmesse mit mehr als 80 Ausstellern. Mit Schlemmerwochen unter dem Thema „Wintergemüse“ setzten ausgewählte bio-zertifizierte Gastronomiebetriebe ihre Akzente.

In solchen Begleitveranstaltungen zur BioFach sieht Nürnbergs Umweltreferent Dr. Peter Pluschke wesentliche Bausteine des Bündnisses „Nürnberg die Biometropole“.

Das Bündnis selbst will bei mehreren Kongressen während der BioFach laut Pluschke unter anderem „viele neue Kommunen gewinnen, verstärkt Bioprodukte in Kindertagesstätten, Schulen und Kantinen einzusetzen“ Er freue sich, dass noch in diesem Monat Hamburg dem deutschen Biostädte-Netzwerk beitrete. Ziel sei ein solches Netzwerk auf europäischer Ebene, um dann auch in Brüssel auf Förderprogramme Einfluss zu nehmen.

Regional plant das Bündnis, in Nordbayern einen Bio-Schlachthof für Geflügel zu gründen, voraussichtlich im Raum Kulmbach.

Die BioFach und die mit ihr verbundene Naturkosmetik-Messe Vivaness belegen das komplette Messezentrum. „Alle acht Hallen sind voll“, freut sich Petra Wolf (Geschäftsleitung NürnbergMesse). Die Zahl der Aussteller liege bei 2785 (Stand 9. Februar) und damit um 8,2 Prozent höher als im Vorjahr. 70 Prozent der Aussteller kommen aus dem Ausland. Die meisten Stände (736) stellen deutsche Produzenten und Händler. 48000 Fachbesucher aus der ganze Welt erwartet Wolf.

Im Trend: Schnell und gut

Die Trends: Bei Lebensmitteln vor allem Convenience-Produkte („es muss schnell gehen, aber die Qualität muss gut sein“), Fein(e)kost wie Pasta mit Trüffeln, („was man sich nicht jeden Tag gönnt“) und exotische Geschmacksrichtungen mit Kokos. Außer-Haus-Verpflegung für Kitas, Krankenhäuser, Seniorenheime usw. ist das Schwerpunktthema in der Gastronomie-Erlebniswelt. „Profiköche finden hier Ansprechpartner.“

Im Bereich Naturkosmetik sind laut Expertin Elfriede Dambacher „junge, anspruchsvolle Kunden“ die Wachstumstreiber. Sie legten Wert auf glaubwürdige Marken und auf ökologisch korrekte Produkte ohne gesundheitsbedenkliche Inhaltsstoffe: „Sie wollen nicht nur wissen, was sie essen, sondern auch, was sie auf ihre Haut bringen.“ Zu den Innovationen zählten Produkte ohne Wasser („der Umwelt zuliebe“) wie Shampoo in Pulverform und feste Zahnpasta am Stil.

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