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Region Nürnberg
Montag, 11. Dezember 2017 7

Kriminalität

Polizisten bei Verfolgungsjagd verletzt

Im Stadtgebiet Nürnberg flüchteten drei Männer in einem Opel vor der Polizei. Mithilfe eines Hubschraubers wurden sie gefasst

Die Polizei versuchte in Nürnberg in der Nacht zum Mittwoch einen verdächtigen wagen zu stoppen. Themenfoto: Florian Schuh/dpa

Nürnberg.Es war nicht der Wilde Westen, sondern nur der Nürnberger Westen – doch die Szenen, die sich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch abgespielt haben, waren filmreif.

Kurz nach Mitternacht war einer Streife der Polizeiinspektion Nürnberg-West in der Leyher Straße ein Fahrzeug aufgefallen, dessen Kennzeichen über anderen angebracht war. Als der Wagen – ein Opel Astra – zu einer Kontrolle angehalten werden sollte, gab der Fahrer plötzlich Gas und fuhr davon. In dem Opel saßen noch zwei weitere Männer.

Nach Polizeiangaben verlief die Verfolgung über die Fugger-, Witschel-, Bertha-von-Suttner- und Rothenburger Straße. In der Rothenburger Straße bog der Opel dann entgegen der Fahrtrichtung in die Wallensteinstraße ein und überquerte die Kreuzung mit der Gustav-Adolf-Straße bei Rotlicht. „Dabei raste das Fahrzeug mit stark überhöhter Geschwindigkeit ungebremst über den Kreuzungsbereich, um anschließend weiter in der Wallensteinstraße stadtauswärts zu fahren“, heißt es weiter. Inzwischen waren mehrere Streifen der Nürnberger Polizei an der Verfolgung beteiligt.

In der Torstensonstraße endete die Fahrt, nachdem der Opel in einer Sackgasse nicht mehr weiterfahren konnte. Die Insassen flüchteten daraufhin zu Fuß weiter. Die Beamten konnten jedoch zwei der Männer noch im unmittelbaren Bereich festnehmen – einer leistete dabei erheblichen Widerstand. Zwei Kollegen wurden dadurch zum Teil schwer verletzt und mussten sich in ärztliche Behandlung begeben.

Ein inzwischen angeforderter Polizeihubschrauber lokalisierte den dritten Mann im Bereich des Main-Donau-Kanals. Weitere Streifen nahmen den Beschuldigten fest. Es handelte sich um den Fahrer des Opel.

Die vorläufigen Ermittlungen vor Ort ergaben, dass die angebrachten Kennzeichen in Fürth gestohlen worden waren. Der Fahrer hatte zudem keinen gültigen Führerschein. Warum die Männer geflüchtet sind, ist noch nicht bekannt. Die 31, 32 und 34 Jahre alten Männer stammen aus Osteuropa, wo sie mithilfe eines Dolmetschers weiter befragt werden.

Zahlreiche straf- und ordnungsrechtlich relevante Sachverhalte führten zur Einleitung von Ermittlungsverfahren. Die Ermittlungsarbeit gestaltet sich sehr umfangreich und wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

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