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Region Nürnberg
Dienstag, 16. Januar 2018 6

Justiz

Prozess um Raubmord an Seniorin

Der Angeklagte soll eine 85-Jährige In Nürnberg geknebelt und gefesselt haben, so dass sie qualvoll erstickte.

Zwei Männer sollen eine Seniorin überfallen und ausgeraubt haben – einer von ihnen steht vor dem Landgericht Nürnberg. Ein Foto: Uli Deck

Nürnberg.Fast drei Jahre nach dem Raubmord an einer Rentnerin in Nürnberg beginnt nun der Prozess gegen einen der mutmaßlichen Täter. Zwei Männer sollen die 85-Jährige im Juni 2013 in deren Wohnung überfallen und getötet haben. Einer von ihnen steht von diesem Dienstag (19. April) an vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth. Nach dem zweiten Verdächtigen wird noch immer mit internationalem Haftbefehl gesucht. Lange hatte die Polizei vergeblich nach den Tätern gefahndet. Nach einem Ladendiebstahl in der Schweiz führte ein DNA-Treffer die Ermittler dann zu den mutmaßlichen Tätern.

Schmuck und Geld erbeutet

Sie sollen über die offene Balkontür in die Erdgeschosswohnung der 85-Jährigen eingedrungen sein. Laut den Ermittlungen durchwühlten sie das Apartment und stahlen Geld, Schmuck und eine teure Armbanduhr. Sie fesselten und knebelten die ehemalige Kneipenbesitzerin – die 85-Jährige erstickte qualvoll.

Einer der Männer soll auch noch bei einer 78 Jahre alten Frau eingebrochen sein und eine Handtasche gestohlen haben. Am Tatort – ebenfalls in Nürnberg – konnte eine Fingerspur von ihm gesichert werden. Die 78-Jährige schlief währenddessen und bemerkte den Einbruch erst am nächsten Tag.

Belohnung von 10000 Euro

Zur Ergreifung der Täter wurde eine Belohnung von 10 000 Euro ausgesetzt. Es gab auch einen Aufruf in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“. Beides blieb ohne Ergebnis, genauso wie ein Massen-Gentest. Im Frühjahr 2014 meldete das Bundeskriminalamt dann einen DNA-Treffer in der Schweiz: Einer der Beschuldigten soll dort einen Diebstahl begangen haben. Sein genetischer Fingerabdruck stimmte mit den Spuren vom Tatort in Nürnberg überein.

Auch sein Handy war während des Tatzeitraumes in der Nähe der Wohnung der 85-jährigen Fränkin eingeloggt. Der Mann hatte in der Schweiz einen Asylantrag gestellt. Aus der Flüchtlingsunterkunft verschwand er jedoch kurze Zeit später, seitdem ist er auf der Flucht. Durch Ermittlungen im Umfeld des Mannes fand die Polizei den zweiten Verdächtigen, der nun in Nürnberg vor Gericht steht. Auch bei ihm ergab eine DNA-Probe einen Treffer. Die beiden Männer sollen im August 2013 auch einen Einbruch in Italien begangen haben.

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