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Nürnberg
Dienstag, 21. November 2017 7

Freizeit

Fränkische Gemütlichkeit in der City

Kleine Fachwerkhäuser, stimmungsvolle Biergärten, Musik und Show auf zwei Bühnen: Das ist das Nürnberger Altstadtfest.
Von Birgit Ropohl

Der Aufbau der Festhäuschen ist in vollem Gange. In den nächsten Tagen werden sie noch liebevoll dekoriert. Foto: Ropohl

Nürnberg.Zwölf Tage lang bieten 20 Festwirte fränkische Gastlichkeit wie aus dem Bilderbuch: Mitten in der Innenstadt laden sie zum Altstadtfest ein. In liebevoll dekorierten Biergärten und Fachwerkhäusern zeigen sie, wie vielfältig Frankens Kulinarik und die Bierlandschaft ist.

Täglich um 11 Uhr öffnen die Häuser, gerade recht, um die Mittagspause auf dem Fest zu genießen. Die Wirte locken dann mit günstigen und schnellen Gerichten, Platz gibt es zu dieser Zeit auch reichlich. Wer allerdings abends das Fest mit Familie und Freunden besuchen möchte, sollte einen Tisch reservieren, raten die Wirte-Sprecher Klaus Böhm und Christian Wagner.

Alexander Herrmann macht mit

Denn gerade am Abend – und vor allem an den Wochenenden – ist der Andrang erfahrungsgemäß riesig. „Sogar Firmen aus München kommen mit ihrem Betriebsausflug hierher, weil sie es so gemütlich finden“, sagt Michael Hagl, der Vorsitzende des Vereins „Altstadtfest Nürnberg“. Schon zum 47. Mal veranstalten die Vereinsmitglieder – ehrenamtlich – das Fest. Seit 1985 stehen die Festhäuschen auf der Insel Schütt und dem Hans-Sachs-Platz. Die Fangemeinde wächst nahezu von Jahr zu Jahr. Der Verein rechnet, gutes Wetter vorausgesetzt, mit rund einer Million Besuchern.

Unter den 20 Wirten sind in diesem Jahr vier neue. Über einen freuen sich die Gastronomen ganz besonders, wie Christian Wagner betont. „Das ist Sternekoch Alexander Herrmann. Wir sind sehr stolz darauf, dass er bei uns mitmacht.“ Das ganze Fest profitiere davon, sagt Wagner, zumal Herrmann „seine Zielgruppe“ mitbringe und die kulinarische Vielfalt weiter vergrößere – mit, wie es Herrmann selbst beschreibt, „fränkischer Küche, neu definiert“. Er hat angekündigt, während des Fest möglichst oft selbst vor Ort zu sein. „Und er hat auch bereits an jeder unserer Wirte-Besprechungen teilgenommen“, berichtet Wagner.

Besucher des Fests müssen, im Vergleich zum Vorjahr, mit Preiserhöhungen rechnen. Denn vor allem die Kosten für die Sicherheit haben sich nach Angaben der Veranstalter „exorbitant erhöht“. Inzwischen lägen sie bei rund 30 000 Euro. Oft kommen unerwartete Ausgaben dazu. Verschärfte Bestimmungen der Frischwasserversorgung etwa schlagen mit 9000 Euro zu Buche.

Eine beträchtliche Summe investieren die Veranstalter – und damit auch die Wirte – zudem in das kulturelle Rahmenprogramm. Täglich sorgen auf zwei Bühnen, auf dem Hauptmarkt und im Katharinenkloster, unzählige Akteure für ein abwechslungsreiches Programm: „Musik und Show für jeden Geschmack“, wie es Pressesprecher Kurt Raum beschreibt. Die am besten besuchte Veranstaltung alljährlich ist die Travestierevue „Das Paradies“. Raum: „Fans freuen sich das ganze Jahr über auf diesen munteren Abend.“ Termin ist am Montag, 18. September, um 20 Uhr.

Großer Festzug am 17. September

Raum hat noch einen weiteren „Geheimtipp“: Das ist der Festzug am Samstag, 16. September. Er startet um 12 Uhr am Jakobsmarkt und führt durch die Karolinenstraße und über den Lorenzer Platz und die Heubrücke zum Hans-Sachs-Platz. Mehr als 45 Gruppen mit insgesamt 800 Teilnehmern ziehen in bunten Gewändern durch die Stadt. Handwerkszünfte stellen sich ebenso vor wie Trachtengruppen aus der Region, begleitet von prachtvollen Brauereigespannen und Musikgruppen.

Die offizielle Eröffnung des Altstadtfests erfolgt am Donnerstag, 14. September, um 17.30 Uhr auf der Insel Schütt durch Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly. Anschließend werden 18 Brauereien ihre im Halbkreis aufgestellten Bierfässer anzapfen und in Krügen mit speziell für das Fest ausgewähltem Dekor ausschenken. Dazu spielt das Blasorchester Feucht.

An allen vier Eingängen zum Gelände werden die Besucher täglich von Sicherheitspersonal begrüßt bzw. kontrolliert. Rücksacke sollten möglichst zu Hause bleiben.

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