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Donnerstag, 23. November 2017 10° 3

Asyl

Aktuelle Tipps für Flüchtlings-Helfer

Mitarbeiter des Landratsamtes standen Rede und Antwort. Es ging um Wohnsitzauflage, Arbeit und Beschäftigung, Bildung und Deutschkurse.

Um die Integration von Flüchtlingen ging es bei einem Netzwerktreffen im Landratsamt. Foto: dpa

Regensburg.Landrätin Tanja Schweiger hatte kürzlich im Asylbereich ehrenamtlich Tätige zum Austausch und Netzwerken ins Landratsamt eingeladen. Der Fokus der Veranstaltung lag auf den Themen „Wohnsitzauflage“, „Arbeit und Beschäftigung“, „Aktuelle Projekte der Bildungskoordination“ sowie „Aktueller Stand der Deutschkurse der VHS Regensburger Land“. Mitarbeiter des Landratsamtes standen diesbezüglich Rede und Antwort.

Alexander Damm, Leiter des Ausländeramtes, sprach über die Themen „Wohnsitzauflage“ sowie „Arbeit und Beschäftigung“ für Asylsuchende. „Die Wohnsitzauflage, die drei Jahre gilt, ist ein Bescheid, der von der zuständigen Bezirksregierung erteilt wird“, erklärte Damm. Für Asylsuchende soll dadurch eine nachhaltige Integration erreicht werden. Eine Streichung der Auflage könne beispielsweise dann erfolgen, wenn die betreffende Person eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung habe oder wenn ein Ausbildungs- oder Studienplatz zur Verfügung stehe. Asylsuchende könnten während der Dauer einer Ausbildung in Deutschland bleiben. Im Anschluss an die Ausbildung habe der Antragsteller die Möglichkeit, sich sechs Monate lang einen Arbeitsplatz zu suchen. Danach könne eine Beschäftigungserlaubnis von zwei Jahren erteilt werden. Darüber hinaus müssten einige Regularien erfüllt werden. Ein wichtiger Punkt dabei sei – neben der Straffreiheit – die Identitätsklärung.

Susanne Unger, Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte im Landkreis Regensburg, die für die Netzwerkarbeit im Bereich der Bildung bei Migranten zuständig ist, stellte das Projekt „Bildungspass für Neuzugewanderte“ vor. „Im Pass können alle bildungs- und berufsrelevanten Dokumente gesammelt werden“, erklärte Unger. Ulrike Schmid, Geschäftsführerin der VHS Regensburger Land, informierte über den aktuellen Stand der Deutschkurse im Landkreis. Weil man bei den Kursen mittlerweile ein Minimum von zwölf Teilnehmern benötige, könnten diese nur noch in größeren Orten stattfinden, erklärte Schmid. Derzeit gebe es in Neutraubling Deutsch- sowie Alphabetisierungskurse. In Regensburg, Hemau und Regenstauf beginne ab Oktober jeweils ein sprachlicher Erstorientierungskurs, in Lappersdorf werde „Berufsbezogene Deutschförderung“ angeboten.

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