mz_logo

Landkreis
Sonntag, 19. November 2017 3

Verkehr

Ausbau könnte an der Tankstelle scheitern

Bürger fürchten mehr Lärmbelästigung durch Burger King.

Hier soll die B16 dreispurig ausgebaut werden. Foto: lhl

Grossberg.Zur Bürgerversammlung im Ortsteil Großberg kamen gut 40 Bürger inklusive vieler Gemeinderäte. Der Ausbau der Bundesstraße 16 war eines der Themen, die sie im Anschluss an den allgemeinen Teil interessierten. „Was für Graßlfing gut ist, ist für Großberg schlecht“, sagte einer der Anwesenden. Er bezog sich damit auf das Thema Tankstellenverlegung.

Bürgermeisterin Barbara Wilhelm schilderte den Sachverhalt: Ursprünglich sollte die Tankstelle von der B16 weg verlegt werden, damit die Straße bis zur Landkreisgrenze dreispurig ausgebaut werden kann. Dann habe der Tankstellenbetreiber aber erfahren, dass er selber eine Zufahrt und Abfahrt zur Bundesstraße bauen müsse. Das gehe in die Hunderttausende, sagte Wilhelm. Mit der Tankstelle alleine könne er das nicht erwirtschaften.

Er habe nun ein Angebot vom Burger King, sich mit auf der neuen Fläche anzusiedeln. Auch die Dekra habe Interesse. Damit würde die Kalkulation wieder in die positive Richtung gehen. Falls das nicht zustande kommt, hat er an der B16 Bestandsschutz. Die Straße kann in diesem Bereich dann nicht dreispurig ausgebaut werden und Graßlfing bekommt keinen Lärmschutz. Dass das für Graßlfing „nicht erbaulich“ sei, konnten die Großberger nachvollziehen. Allerdings habe man in Großberg Lärm, wenn die Tankstelle und das Schnellrestaurant kämen.

Wilhelm sagte, es sei eine Vorgabe, dass Lärmschutz zu den bestehenden Häusern gebaut wird. Die Tankstelle hätte bis 22 Uhr geöffnet, der Burger King bis 24 Uhr. Wilhelm machte aber auch ganz klar ihren Standpunkt deutlich: Wenn man wegen solcher Vorbehalte ein Projekt dieser Größenordnung scheitern lasse, müsse man sich im Klaren darüber sein, dass die B16 in den nächsten 30 Jahren kein Thema mehr sei. Man müsse vielleicht auch einmal etwas schlucken, was einem nicht so sehr gefalle.

Als weiteren Punkt sprachen mehrere Großberger die Parkplatzsituation an der Schule an. Die Eltern möchten bitte Parkdisziplin wahren. Wilhelm sagte, das Problem sei bekannt. Allerdings werde demnächst bei der Schule wegen der Bauarbeiten eine Zeit lang komplett gesperrt. Nur der Schulbus dürfe noch hinter fahren. „Das wird eine harte Zeit!“, kündigte die Bürgermeisterin an. Grundsätzlich werde man versuchen, das Areal auszuweiten. Auch der Anschluss der Jahnstraße zur Heinrichsstraße müsse verwirklicht werden. „In diesem Bereich muss sich noch viel verbessern“, sagte Wilhelm. (lhl)

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht