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Mittwoch, 24. Januar 2018 4

Infrastruktur

Breitband kommt in Holzheim

Die letzte Gemeinderatssitzung des Jahres war erfolgreich. Die Neugestaltung des Anton-Feuerer-Platzes hinkt allerdings.
Von Ralf Strasser

Die Gemeinde Holzheim will im Rahmen des Breitbandprogramms der Bayerischen Staatsregierung die Bandbreiten im Gemeindebereich verbessern. Foto: Jan Woitas/dpa

Holzheim am Forst.Das schnelle Internet ist als Standortfaktor mittlerweile im oberen Segment der Entscheidungen in den Gemeinden angekommen.

Wer hier in der Infrastruktur Lücken hat und beim Breitbandausbau lediglich Geschwindigkeiten von unter 30 Mbit anbietet, ist schnell abgehängt. Das hat auch die Gemeinde Holzheim erkannt und will im Rahmen des Breitbandprogramms der Bayerischen Staatsregierung die Bandbreiten im Gemeindebereich verbessern.

Sieben Erschließungsgebiete

Mit Hirschhof, Traidenloh, Oedenholz-Haslach, Geisenthal, Unterbrunn, Irnhüll und Brunoder-Widlthal gibt es sieben Erschließungsgebiete, die noch Bandbreiten unter 16 Mbit aufweisen und mit einem Ausbau eine wesentliche Besserung erhalten können. „Uns wurde wärmstens ans Herz gelegt, jetzt zu handeln und den Vollausbau im Gemeindebereich anzugehen“, erklärte Bürgermeister Andreas Beer in der Dezembersitzung des Gemeinderats.

Eine Empfehlung, die es gar nicht brauchte, denn die Dringlichkeit ist deutlich und noch dazu terminiert. Nur noch bis 2018 gelten die aktuellen Förderrichtlinien, die derzeit bis zu 80 Prozent an Mittel generieren und im Fall Holzheim wohl auch ausgeschüttet werden können. Man müsse jetzt die Weichen stellen, um bis September 2018 einen bestätigten Förderantrag in Händen zu halten. Sein Appell stieß auf offene Ohren. „Ein vernünftiger Internetanschluss ist mittlerweile auch auf dem Land Standard“, sagte Gemeinderat Martin Maier. Um sich beim Ausbau mit schnellem Internet besser zu positionieren, hat sich die Gemeinde der Infrastrukturgesellschaft des Wasserversorgers Laaber-Naab angeschlossen. Man erhofft sich dadurch bessere Ausbaubedingungen und will Planungssynergien nutzen. Der Gemeinderat folgte einstimmig dem Beschlussvorschlag, das Ingenieurbüro Josef Ledermann zu beauftragen, im Rahmen des Förderprogramms die erforderlichen Maßnahmen einzuleiten und die weiteren Förderschritte durchzuführen.

Neues aus der Gemeinde

  • Fördermittel:

    Die Umsetzung der ELER-Förderung erfolgt auf der Grundlage der „Entwicklungsprogramme für den ländlichen Raum“. Das Auswahlverfahren erfolgt mit einem Punktesystem.

  • Busverbindung:

    Holzheim wird künftig noch besser im öffentlichen Nahverkehr vernetzt. Dafür soll eine Verbindung nach Burglengenfeld angeboten werden. Eine Zusage des RVV liegt bereits vor.

  • Feuerwehr:

    Nach der Kündigung des zweiten Feuerwehrkommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Holzheim gibt es bereits Signale der Nachfolgeregelung. Er tritt schon zum 6. Januar 2018 zurück.

Einen Dämpfer gab es hingegen bei der Neugestaltung des Anton-Feuerer-Platzes. Dieser soll nachhaltig aufgewertet werden, die Planungen dafür sind im Zusammenwirken des Ingenieurbüros EBB, des Gemeinderats und der Bevölkerung weitgehend abgeschlossen. Was fehlt, ist die Mittelzusage vom Amt für ländliche Entwicklung. „Wir wollen uns mit dem ELER-Projekt bewerben“, erklärte Bürgermeister Andreas Beer in der eigens dafür anberaumten Bürgerversammlung im August. „In diesem Auswahlverfahren sind die Kriterien wie Bürgerbeteiligung und Finanzstärke der Gemeinde wichtig“, so Beer. 34 Punkte waren zu vergeben, Holzheim bekam 31.

Ein weiterer Versuch

Von einem Rückschlag will die Gemeinde allerdings nicht sprechen. „Auch wenn wir jetzt noch nicht berücksichtigt wurden, werden wir uns mit den Unterlagen erneut bewerben“, verspricht Beer. Die Regierung der Oberpfalz habe signalisiert, dass eine erneute Bewerbung nicht aussichtslos sei. In diesem Zusammenhang steht auch die Neugestaltung des anschließenden Friedhofs in Holzheim am Forst. „Die Maßnahmen hängen zusammen, auch wenn getrennt ausgeschrieben werden muss“, erklärte Beer. Auch wenn über Details noch zu sprechen sei, empfehle er, die Ausschreibung für das Frühjahr 2018 vorzubereiten. Das Gemeinderatsgremium folgte dem Vorschlag einstimmig.

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