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Landkreis
Samstag, 16. Dezember 2017 6

Vortrag

CO2 wird eingespart

Schierlings Energieversorgung wurde in den vergangenen Jahren grüner.
Von Fritz Wallner, MZ

Franz Hien (links) legte die Bilanz der letzten drei Jahre vor. Foto: Wallner

Schierling.Der Anteil der Eigenerzeugung mit Strom aus erneuerbaren Energien ist für die theoretische Vollversorgung des Marktes Schierling von den Jahren 2011 bis 2016 von 21,9 Prozent auf 56,1 Prozent angestiegen. Gleichzeitig wurde der jährliche CO2-Ausstoß in Schierling seit 2014 um 1014 Tonnen verringert. Dieses und weitere beeindruckende Details seiner dreijährigen Arbeit stellte Schierlings Klimaschutzmanager Dipl.-Ing. Franz Hien dem Klima-Rat vor.

Der Markt Schierling war die erste Gemeinde im Landkreis Regensburg, die einen eigenen Klimaschutzmanager eingestellt hat. Die Stelle wurde vom Bundesumweltministerium für drei Jahre bezuschusst und mit Hien besetzt. Bürgermeister Christian Kiendl erklärte, dass der Bund dies für weitere zwei Jahre fördert. Der Marktgemeinderat verlängerte die Beschäftigung Hiens einstimmig. Er hat bisher 30 Bauherren zu energiesparender Bauweise beraten und 46 Hauseigentümer haben das Angebot eines kostenlosen Energieberatungsgutscheins in Anspruch genommen.

„Die Klimagespräche an Stammtischen in den einzelnen Gemeindeteilen werden zunehmend gut angenommen!“, freute sich Hien. Überhaupt sei Netzwerken ein wichtiger Teil seiner täglichen Arbeit. Bei dem Ziel der theoretischen Vollversorgung des Marktes mit Strom aus erneuerbaren Energien sei laut Hien sehr viel erreicht worden. Auch wenn der Stromverbrauch von 2011 bis 2016, nicht zuletzt aufgrund neuer Gewerbebetriebe, von 45 Millionen Kilowattstunden auf gut 60 Millionen Kilowattstunden angestiegen ist, so konnte der Anteil an Eigenerzeugung von 21,9 auf 56,1 Prozent gesteigert werden. Die Stromerzeugung mit alternativen Energien stieg im gleichen Zeitraum von zehn Millionen Kilowattstunden auf 33,8 Millionen im Jahr.

Für das Dr.-Rudolf-Hell-Schulhaus und das Gemeindeheim Eggmühl wurde im Zusammenhang mit der Umstellung auf eine Hackschnitzelheizung auch ein Nahwärmenetz errichtet. Für den angestrebten „Bürgerenergiepakt“ hat der Kreistag Regensburg den Aufbau eines Solardachkatasters beschlossen. Bei der Errichtung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen sei der Markt Schierling mit der Bauleitplanung für bis zu 50 Hektar sehr weit vorangekommen.

Als Maßnahmen über das Klimaschutzkonzept hinaus nannte Hien zum Beispiel die Gründung der Klimajugend „WirWollenMehr“. Er hat außerdem viele weitere Aktivitäten vorgestellt, von Beratungsgesprächen für Heizungsbauer über Fördermöglichkeiten, Spritspartraining für Bauhofmitarbeiter, eine solarthermische Anlage auf dem Schulhaus Eggmühl bis hin zu seinem Engagement an den Marktsonntagen. Aktuell ist er auch Berater bei den Planungen für das neue Rathaus.

Insgesamt ergibt sich nach drei Jahren die Bilanz mit einer jährlichen CO2-Einsparung von über 1014 Tonnen für die Entlastung der Atmosphäre. Die Mitglieder des Klima-Rates quittierten den Vortrag Hiens mit Beifall.

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