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Landkreis
Sonntag, 21. Januar 2018 10

Engagement

Die Anwälte der Natur

Hartmut Schmid ist im Landkreis Gebietsbetreuer – einer von 42 in ganz Bayern.
Von Alfons Beil, Mz

Vor Gesundheitsministerin Melanie Huml konnten Gebietsbetreuer Hartmut Schmid (2. von links) und seine Mitstreiter aus anderen bayerischen Regionen die Arbeit eines Gebietsbetreuers vorstellen. Foto: StMUV Bayern

Regensburg.Gebietsbetreuer leisten eine unverzichtbare Aufgabe für den Naturschutz. In Bayern gibt es insgesamt 42 sogenannte „Anwälte der Natur“, die ein wichtiges Bindeglied zwischen den staatlichen Naturschutzbehörden und den Bürgern darstellen. Mit Hartmut Schmid ist auch im Landkreis Regensburg ein Gebietsbetreuer tätig. Er ist zuständig für das Gebiet „Donautal östlich von Regensburg“ und gewährte vor Kurzem gemeinsam mit den anderen Gebietsbetreuern am Rande einer Plenarsitzung im Landtag einen Einblick in seine Tätigkeit.

Bei dieser Gelegenheit warb Landtagsvizepräsidentin Ulrike Gote für die weitere Unterstützung der Gebietsbetreuer, indem dem Bayerischen Naturschutzfonds auch weiterhin die notwendigen Mittel zur Verfügung gestellt würden. Laut Gote sei es zudem erstrebenswert, die Förderperiode nicht mehr nur auf drei Jahre zu beschränken: „So könnten wir den Gebietsbetreuern und den Trägern mehr Planungssicherheit geben“, sagte sie. In Vertretung für die erkrankte Umweltministerin Ulrike Scharf regte Gesundheitsministerin Melanie Huml dazu an, die Anzahl der Betreuungsgebiete auf 50 zu erhöhen.

Zu den wichtigsten Aufgaben als Gebietsbetreuer zählen der Artenschutz und die Öffentlichkeitsarbeit. Hartmut Schmid betreut im Artenschutz besonders seltene und gefährdete Arten wie den Brachvogel und den Kiebitz. Zusammen mit Landwirten, Jägern und Naturschutzbehörden will er durch geeignete Bewirtschaftung und gezielte Hilfsmaßnahmen den Rückgang dieser Arten stoppen. Für 2018 steht, neben laufenden Projekten, der im Landkreis selten gewordene Laubfrosch im Fokus.

Hartmut Schmid ist auch für die Bestandsaufnahmen einzelner Arten zuständig. So wurde heuer im Rahmen eines Kartierauftrags in mehreren Gewässern nach der vom Aussterben bedrohten Bachmuschel gesucht. Da die Vernetzung mit anderen Akteuren aus dem Bereich Naturschutz und Umweltbildung dabei eine wichtige Rolle spielt, ist der Landschaftspflegeverband (LPV) der ideale Arbeitgeber.

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