mz_logo

Landkreis
Sonntag, 17. Dezember 2017 5

Natur

Erntedankfeier für die grünen Paradiese

Der Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege zeichnete herausragendes Schaffen aus. 600 Gäste kamen nach Schierling.
Von Petra Schmid, MZ

Solche Gärten erfreuen das Auge und wurden bei der Abschlussfeier des OGV-Kreisverbands entsprechend gewürdigt. Foto: Fleiner

Schierling.Der Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege hält an seinen Traditionen fest. Am Samstagnachmittag fand in der Mehrzweckhalle in Schierling die 55. Jahresabschlussfeier statt. Rund 600 Gartler und Ehrengäste waren gekommen. Die Verantwortlichen um Kreisverbands-Chef Karl Pröpstl freuten sich über die vielen Gartenfreunde in der voll besetzten Halle.

Es freue ihn, dass damit die Gäste ihre Wertschätzungen bekunden würden, hob Pröpstl hervor und kündigte an, dass es für ihn die letzte Abschlussfeier als Kreisvorsitzender sein werde. Lob gab es für die Vorbereitung und Organisation an die Damen der Geschäftsstelle: Sie hätten dies in bewährt und zuverlässiger Weise erledigt, sagte er anerkennend.

Teilnehmer aus 66 Vereinen

Viel zu tun gab es hier allemal, denn immerhin kann der Kreisverband eine stattliche Statistik vorweisen. 144 Gartenbesitzer erhielten eine Auszeichnung und 70 eine Anerkennung in den Gestaltungswettbewerben „Haus, Garten und Blumen“ sowie „Wohn- und Nutzgarten“. Außerdem wurden vier Sonderpreise und ein Spezialpreis für einen therapeutischen Garten vergeben. Gestellt hatten sich dem Wettbewerb 219 Teilnehmer aus 66 Vereinen.

Die rührige Biberbande Gebelkofen belegte den ersten Platz des BMW-Umweltpreises. Foto: Petra Schmid

Stolz und glücklich über ihre Ehrung waren freilich alle, aber ganz besonders strahlten diejenigen, die den Sonderpreis erhielten: Wolfgang Mirbauer (Wiesent), Angela Münch-Loy (Regenstauf), Mariana Janker (Bernhardswald), Christiana und Axel Göttlein (Beratzhausen) präsentierten ihre Urkunden und Kunstkeramik-Figuren, die es diesmal als Geschenk für die Gartler mit dem „besonders grünen Daumen“ gab. Geduld war natürlich gefragt, bis die vielen, vielen Ausgezeichneten gemeindeweise auf die Bühne gerufen wurde. Unzählige Hände hatten die OGV-Kreis-Verantwortlichen und Landrätin Tanja Schweiger zu schütteln.

Vergeben wurde auch der BMW-Umweltpreis für OGV-Kindergruppen, der dieses Mal unter dem Motto „Streuobstwiese – Lebensraum, Vielfalt, Genuss“ stand. Den ersten Preis (1000 Euro) holte sich die „Biberbande“ des OGV Gebelkofen. Der zweite Platz (600 Euro) ging an die „Grünlinge Minis“ aus Duggendorf, gefolgt von den Zeitlarner „Marienkäfern“ (400 Euro). Die weiteren zehn Kindergruppen erhielten jeweils 100 Euro.

Vor dem Ehrungsreigen hatte OGV-Kreisvorsitzender Pröpstl die Preisträger beglückwünscht und seine Anerkennung ausgesprochen. Ein Garten, gleich welcher Größe, sei der beste Ort, sich der Natur zu nähern, von der Natur zu lernen, erklärte er. Ein Stück Land, sei es noch so klein, zu bebauen, zu säen, zu pflanzen und zuzuschauen, wie alles wachse, sei wohl der schönste Weg, sich der Natur zu nähern warb Pröpstl. Die Beschäftigung mit Pflanzen und das eigenverantwortliche Arbeiten im Einklang mit der Natur würden nicht nur dem eigenen Wohlbefinden gut tun, sondern leisteten auch der Allgemeinheit einen Dienst. Die Arbeit der vielen Garten- und Naturfreunde sei auch immer eine Ortsverschönerung im Sinne „unser Dorf soll schöner werden“.

Bezaubernde „Gartendamen“

Die Ehrengabe für die ausgezeichneten Gartenfreunde seien „Gartendamen“, welche im sozialtherapeutischen Wohnheim der Diakonie im Johann-Hinrich-Wichern-Haus in Regensburg unter Anleitung von Keramikmeister Günter Helfrich angefertigt wurden, erklärte Pröpstl. Die Keramikfiguren mit ihren bunten Kleidern und fröhlichen Gesichtern gefielen nicht nur den Preisträgern, wie so mancher fast neidische Blick zeigte. In seiner Ansprache beschäftige sich der Kreischef mit dem Rückgang der Artenvielfalt, besonders der wichtigen Insekten. Als Hauptursache für Rückgang sei der Verlust der Lebensräume zu nenne, betonte Pröpstl. Die bestehenden Naturschutzgebiete seien nicht ausreichend um die Artenvielfalt zu gewährleisten, sagte er weiter. Deshalb könne jeder Garten- und Naturfreund mithelfen, indem er seinen Garten insektenfreundlich gestalte.

Großes Lob für die Gartenfreunde gab es von Schierlings Bürgermeister Christian Kiendl, Landrätin Schweiger, Vertretern des Bezirksverbands und den politischen Abgeordneten. Für musikalische Umrahmung sorgten die Koferer Sänger.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht