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Landkreis
Mittwoch, 13. Dezember 2017 5

Austausch

Gemeindepartnerschaft seit 25 Jahren

Zum Jubiläum der Beziehungen reisten 20 Beratzhausener nach Deutschneudorf. Meier war der einzige offizielle Vertreter.
Von Ingrid Kroboth, MZ

  • Eintrag ins Goldene Buch: Unser Foto zeigt (von links) Bürgermeisterin Claudia Kluge, Bürgermeister Konrad Meier, Heinz-Peter Haustein und Partnerschafts-Bürgermeister Ludwig Kluge. Fotos: Kroboth
  • Heinz-Peter Haustein führte die bayerischen Gäste durch das Erzbergwerk bei seiner Suche nach dem „Bernsteinzimmer“.

Beratzhausen.25 Jahre ist es her, dass sich die Marktgemeinde mit dem 1000-Seelen-Ort Deutschneudorf in Sachsen partnerschaftlich verbündet hat. In dem viertel Jahrhundert kamen sich die Bürger beider Kommunen ein wenig näher. Den Austausch pflegten vorwiegend die Feuerwehren, Sportvereine und Blaskapellen.

Der Marktrat von Beratzhausen hatte die Partnerschaft am 15. April 1992 beschlossen und am Tag der Deutschen Einheit urkundlich besiegelt – von den damaligen Bürgermeistern Hermann Laßleben hier und Ludwig Kluge dort. Damals war eine 70-köpfige Delegation vom Labertal ins Erzgebirge aufgebrochen.

Zum „silbernen“ Jubiläum hatten sich grade mal 20 Reiselustige gefunden, die sich per Bus auf die Vier-Stunden-Fahrt nach Deutschneudorf machten. Selbst der frisch operierte Bürgermeister Konrad Meier war dabei, hatte von seinem Arzt „grünes Licht“ bekommen und führte somit die kleine Jubiläums-Delegation an – als einziger offizieller Vertreter des Markts; denn von seinen Bürgermeisterkollegen und den Markträten war niemand dabei. „Mittlerweile ist eine ganz andere Generation in der Verantwortung“, ging Meier kurz auf die veränderte Kontaktpflege ein. Aber immerhin erinnerten in Beratzhausen noch die Straßennamen „Deutschneudorf“ und „Erzgebirge“ an die Partnerschaft.

Wie es die in Deutschneudorf jetzt amtierende Bürgermeisterin Claudia Kluge beim Festabend im „Huthaus“ formulierte, habe „der Partnerschafts-Bürgermeister Ludwig Kluge damals eine kluge Entscheidung getroffen“. Mit einem „herzlichen Dank“ würdigte sie die aus Bayern geleistete Aufbauhilfe in ihrem Ort. Sie selbst sei erstmals vor vier Jahren mit ihrem „Schatz“, dem ehemaligen FDP-Bundestagsabgeordneten Heinz-Peter Haustein, im Labertal gewesen.

Der inzwischen zum Bürgermeister der Stadt Oldenhau gewählte Haustein blickte auf „die schöne Zeit“ der zurückliegenden 25 Jahre. Er betonte die „friedliche Wiedervereinigung“ und die unterschiedlichen Partnerschaftsbegegnungen mit einem noch anderen Geben und Nehmen. „Heute sind wir ein stabiles Land – uns geht es gut“, versicherte Haustein und fügte kritisch an: „Viele wissen gar nicht mehr wie gut.“

Mit dem Eintrag der politischen Ehrengäste in das aus Beratzhausen mitgeschleppte „Goldene Buch“ und den Landeshymnen endete der offizielle Teil der Reise. Danach sorgten „De Bernsteine“ für Stimmung, zwei junge Männer, die ihre Gäste „rockig-poppig-arzgebirgsch“ unterhielten.

Das Reiseprogramm

  • Bernsteinzimmer:

    Auf dem Programm der bayerischen Gäste standen auch der Schwartenberg und ein Besuch im Erzbergwerk von Deutschneudorf – und damit die Geschichte von Heinz-Peter Haustein von seiner Suche nach dem „Bernsteinzimmer“.

  • Tschechien:

    Freilich durfte ein kurzer Abstecher in die einstige Tschechei nicht fehlen, die von Deutschneudorf aus mit wenigen Schritten zu erreichen ist. (lik)

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