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Samstag, 18. November 2017 5

Ortsverschönerung

Holzheimer Platz soll umgestaltet werden

Für Maßnahmen am Anton-Feuerer-Platz wird eine Förderung beantragt. Vorschläge und Wünsche der Bürger werden eingearbeitet.
Von Ralf Strasser, MZ

Der Anton-Feuerer-Platz bei Kirche und Friedhof wird umgeplant. Die Bevölkerung hatte das Wort, jetzt tagte der Gemeinderat zu diesem Thema. Foto: Strasser

Holzheim am Forst.Wie geht man um mit dem Willen der Bevölkerung? Man versucht, dem gerecht zu werden. Mit diesem Verständnis setzten sich die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung mit den Ergebnissen aus einer Bürgerversammlung auseinander, die sich mit dem Thema „Umgestaltung des Anton-Feuerer-Platzes“ beschäftigte. Die in der Versammlung genannten Ideen, Vorschläge und Wünsche sollen in die bisherigen Planungen im Zusammenwirken des Ingenieurbüros EBB und des Gemeinderats einfließen.

50 Jahre alt ist der Platz neben Kirche und Friedhof. Zufahrten werden zumeist wild zugeparkt. Aber vordergründlich sei zudem die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben, Schlaglöcher und Stolperschwellen seien vorhanden, so Bürgermeister Andreas Beer. „Der Platz ist in die Jahre gekommen, wir haben Handlungsbedarf.“ Also machte die Gemeinde „Nägel mit Köpfen“ und holte sich das Amt für ländliche Entwicklung mit ins Boot.

Dort liegt das Förderprogramm ELER auf, mit dem man strukturschwache Gemeinden unterstützt. „Wir wollen uns mit diesem Projekt bewerben“, hatte der Bürgermeister in der Versammlung erklärt. Eine Bewerbung, die nach einem Punktesystem behandelt wird, so Beer. „In diesem Auswahlverfahren sind die Kriterien Bürgerbeteiligung und Finanzstärke der Gemeinde wichtig.“

Die grobe Kostenschätzung für die Umgestaltung belaufe sich auf etwa 200000 Euro. Mit 48 Prozent Förderung der Nettokosten (Ohne Planungsaufwand) sei zu rechnen, wenn die Bewerbung angenommen werde. Dipl.-Ing. Gerhard Frauenstein vom Planungsbüro EBB erläuterte dem Gemeinderat nochmals, welche Maßnahmen im Einzelnen geplant sind.

Vorschläge des Planungsbüros

So ist eine Vergrößerung des Platzes vorgesehen. Erhalten bleibt der mittige Weg mit Baumallee. Westlich davon will man die Parksituation mit schräg angelegten Stellplätzen regeln, auf der Anwohnerseite mit wenigen Parkplätzen, die längs realisiert werden sollen. Insgesamt sind 45 Parkplätze geplant. Dazu kommt ein Infopoint mit Aufenthaltsmöglichkeit. Soweit der grobe Entwurf, der bereits als Bauantrag an das Landratsamt unterwegs ist, „um keine Fristen zu versäumen“, erklärte Bürgermeister Beer.

Für den Förderantrag ist der 29. September als finales Datum fixiert. Da die Bürgerbeteiligung ein zentraler Bestandteil des Projekts sei, habe man vereinbart, dass Änderungen und Details wirksam nachgereicht werden dürfen. Punkt für Punkt wurde das Protokoll mit den Anregungen der Bürger abgearbeitet. Ein „Nein“ gab es zum generellen „Schrägstellen“ der Parkplätze. Die Flächen, die im Bereich mit Gegenverkehr geplant sind, sollen, wie im Plan, senkrecht realisiert werden. Nicht eingeplant werden der angedachte Fahrradstellplatz, eine Gehwegquerung durch die Allee oder eine Geschwindigkeitsregulierung bei der Verbindung der Zu- und Abfahrten.

In die Planung mit aufgenommen werden dagegen eine oder zwei Energiesäulen, ebenso die Vorbereitung für Ladesäulen für E-Autos und E-Bikes, ohne diese Säulen selbst zu installieren. „Das wäre Aufgabe eines Anbieters für Elektroenergie“, betonte Beer.

Infopoint als Begegnungsstätte

Die Frage, ob man den Infopoint als Begegnungsstätte überdacht, wurde mit einer Mehrheit im Gremium bejaht, ein Windfang jedoch nicht. Nicht einigen konnte sich das Gremium über den Belag: Durchgehend Pflaster oder getrennt nach Asphalt für die Fahrbahnen und Pflaster für die Parkflächen? „Wir haben im September noch eine Sitzung, dann wollen wir das endgültig klären“, so Beer.

Ähnlich verfahren will man mit dem Thema „öffentliche Toilette“. „Wir haben in der Nähe des Leichenhauses bereits eine Toilette, die allerdings schon seit längerer Zeit nicht in Betrieb ist“, sagte Bürgermeister Beer, der die Anregung für sinnvoll, aber auch für sehr teuer hält. Sein Vorschlag: „Entkoppeln wir dieses Thema und behandeln das in der nächsten Haushaltsdebatte.“

Der Abfall- und Grüngutplatz, der im Anton-Feuerer-Platz integriert werden soll, wurde im Grundsatz bestätigt. Details werden ausgearbeitet.

Gemeinderatssplitter

  • Kindergarten:

    Die Beförderung der Kindergartenkinder von Holzheim am Forst nach Kallmünz wird auch weiterhin aufrechterhalten. Der Start ist um 7.50 Uhr, danach werden alle Gemeindeteile angefahren, legte der Gemeinderat fest. Die Eltern werden noch informiert, so Bürgermeister Andreas Beer. Die Vergabe für die Beförderung erfolgte in der nichtöffentlichen Sitzung des Gemeinderats.

  • Breitband:

    Auch zum Breitbandausbau in der Gemeinde Holzheim am Forst gibt es gute Nachrichten. Bis 2020 soll der Bereich Holzheim und Bubach nahezu flächendeckend mit bis zu 10 0 Mbit/s versorgt werden. Trischlberg und Dornau mit 30 bis 50 Mbit/s.

  • Schädlingsbekämpfung:

    Die Begasung des Rathauses in Holzheim am Forst ist abgeschlossen. Ein unabhängiges Institut hat bereits den positiven Verlauf bestätigt, informierte Bürgermeister Beer bei der Gemeinderatssitzung.

  • Bauhof:

    Auf dem Gelände des Bauhofs wurden Baumaßnahmen gestartet, die mehr Stauraum versprechen. (msr)

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