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Landkreis
Mittwoch, 21. Februar 2018 3

Einsatz

Im Ausland Prüfung abgelegt

Mitglieder der Feuerwehr Ramspau waren in Südtirol erfolgreich. Fünf Stationen galt es für die zwei Teams zu meistern.
Von Theresia Luft

Bei den Ramspauer Feuerwehrleuten saßen die Handgriffe. Foto: Rainer Stadlbauer

Ramspau.Einer nicht alltäglichen Prüfung unterzogen sich einige Atemschutzträger der FFW Ramspau. Sie machten sich in ihrer Freizeit und auf ihre Kosten auf den Weg nach Südtirol und nahmen auf Einladung des Landesfeuerwehrverbands Südtirol am „Atemschutz-Leistungsbewerb“ des Landes Südtirol teil.

Die Verbindung zum Südtiroler Landesfeuerwehrverband, die bereits seit 2013 besteht, schuf Rainer Stadlbauer, Kreisfachberater für Atemschutz im Landkreis Regensburg und Mitglied bei der FFW Ramspau. Nach wochenlanger Vorbereitung und Übung wurde die Prüfung in fünf Stationen erfolgreich abgelegt. Geübt wurde zuvor regelmäßig in Ramspau. Der erste Trupp mit Andreas Kaufmann, Daniel Brost und Kristina Kaufmann absolvierte die Stufe 1 in Bronze. Dabei mussten Fragen aus der Theorie beantwortet werden. Im praktischen Teil war das zügige und fehlerfreie Ausrüsten, eine Personenrettung, Brandbekämpfung im zweiten Obergeschoss und Gerätekunde gefragt. Der zweite Trupp legte die Stufe 3, die höchste Stufe, in Gold ab. Dabei wurde der Schwierigkeitsgrad gesteigert, indem die Funktionen im Trupp ausgelost wurden und wirklich jeder jeden Handgriff aus dem Effeff beherrschen musste. Zusätzlich mussten noch Aufgaben, wie Atemschutzüberwachung, Rettungspaket und noch sonstige Aufgaben aus Theorie und Praxis bewältigt werden. Daniela Stadlbauer, Lukas Rausch und Rainer Stadlbauer konnten dabei die Goldprüfung erfolgreich absolvieren. Wobei Daniela Stadlbauer als Ergänzungsteilnehmerin einsprang und wegen der gestiegenen Anforderungen das Abzeichen der Stufe 1 überreicht bekam.

„In Südtirol sind die Bewertungsrichtlinien strenger und akribischer wie bei uns. Es wird großer Wert auf die Wettbewerbe gelegt. Ansonsten sind die Feuerwehren ins Südtirol ähnlich wie in Deutschland strukturiert. Die Jugendarbeit ist dort ebenso wichtig. Nur Kinderfeuerwehren, die bei uns am Wachsen sind, gibt es in Südtirol nicht. Jugendliche ab 12 Jahren können in Südtirol zur Feuerwehr gehen“, weiß Stadlbauer.

„Durch die Teilnahme in Hafling haben wir unseren Wissensstand und den manuellen Einsatz der Atemschutzträger der FFW Ramspau erweitert und gefestigt. Man schaut über den Tellerrand hinaus und kann viel daraus lernen“, fasste Stadlbauer zusammen.

Im Anschluss an die Abzeichenverleihung durch den Bürgermeister von Hafling, dem Stellvertreter des Landesfeuerwehrpräsidenten und dem Wettbewerbsleiter wurde die Feuerwache der FFW Meran besichtigt. Auch das Kameradschaftliche mit den Südtiroler Kollegen kam nicht zur kurz. Jetzt müssen die Sechs zwei Jahre warten, dann dürfen sie erst wieder am Atemschutzleistungswettbewerb in Südtirol teilnehmen. Für die Zeit dazwischen ist aber ein Besuch der Südtiroler Freunde in Ramspau geplant.

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