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Mittwoch, 17. Januar 2018 7

Landwirtschaft

Johannes Sailer ist der absolute Meister

Minister Helmut Brunner ehrte den Junglandwirt aus Höhenhof als besten Absolventen Bayerns. Sein Notenschnitt beträgt 1,08.
Von Karl Matok

  • Johannes Sailer entnimmt eine Probe aus dem Biogasgärrest, um dessen Inhaltsstoffe im Labor bestimmen zu lassen Foto: Alois Rohrwild-Sailer
  • Johannes Sailer aus Höhenhof nimmt Bodenproben. Foto: Alois Rohrwild-Sailer

Obertraubling.Bayerns bester Landwirtschaftsmeister kommt aus dem Landkreis Regensburg und zwar aus der Gemeinde Obertraubling, Ortsteil Höhenhof: Der 27-jährige Junglandwirt Johannes Sailer aus Höhenhof ist der Spitzenreiter. Im feierlichen Festakt im Festsaal des Stadttheaters Ingolstadt wurden in der vergangenen Woche 143 von rund 750 Absolventen einer beruflichen Fortbildung in den grünen Agrarberufen – ohne Gartenbau – von Landwirtschaftsminister Helmut Brunner mit dem Meisterpreis der bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet. Die Bayerische Staatsregierung würdigt mit dem Meisterpreis alljährlich die Leistung der besten 20 Prozent der Absolventen.

Positive Kettenreaktion

Neben Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (l.) gratulierte auch VLM-Vorsitzender Harald Schäfer (r.) Johannes Sailer zur Auszeichnung als bester Landwirtschaftsmeister Bayerns. Foto: Schmalz/StMELF

Die hohe Ausbildungsbereitschaft des Nachwuchses ist nach den Worten des Ministers ein Beleg für die große Attraktivität der Agrarberufe. Insgesamt absolvieren derzeit rund 5000 junge Menschen eine agrarwirtschaftliche Ausbildung, allein heuer haben über 2100 junge Menschen eine betriebliche Lehre begonnen. Der Minister lobte die Preisträger für ihre Ausdauer und ihre Bereitschaft, Zeit in die Bildung zu investieren. Er appellierte an die Absolventen, sich ebenfalls an der Ausbildung des Nachwuchses zu beteiligen. Dadurch komme eine positive „Kettenreaktion“ zum Wohle der gesamten Gesellschaft in Gang. Er ermutigte die jungen Fachkräfte dazu, „Neues zu wagen“ und nicht nur alte Pfade zu beschreiten.

Für die Neuausrichtung landwirtschaftlicher Betriebe gebe es keine 08/15-Lösung, so der Minister. Im Gegenzug versicherte er den Absolventen, dass der Strukturwandel in Bayern planbar bliebe. Digitalisierung sei eine „Chance für die Landwirtschaft“. Hierfür stelle Bayern 100 Millionen Euro bereit. Brunner versprach den „Ausbau der digitalen Infrastruktur bis auf den Acker“. Auch Harald Schäfer, erster Vorsitzender des Verbandes landwirtschaftliche Meister und Ausbilder in Bayern (VLM), sagte, dass die Agrarberufe in Bayern boomen würden. Demnach gebe es jedes Jahr rund 400 neue Meister.

Meisterpreise

  • Verleihung:

    Die Verleihung der Meisterpreise für die Agrarberufe fand im Festsaal des Theaters Ingolstadt statt. Die Festrede hielt Landwirtschaftsminister Helmut Brunner. Der beste Meister, Johann Alois Sailer erhielt vom Vorsitzenden des Verbands landwirtschaftlicher Meister und Ausbilder in Bayern e.V., Harald Schäfer, die Hans Eisenmann-Urkunde.

  • Auszeichnung:

    Insgesamt wurden Meisterpreise an 143 Absolventen verliehen. Die diesjährigen Meister kommen neben den traditionellen Fachrichtungen wie Land-, Forst-, Milch- oder Tierwirtschaft unter anderem auch aus den Bereichen Erneuerbare Energien oder Natur- und Landschaftspflege. Erstmals wurde zudem ein Fachagrarwirt Sportplatzpflege ausgezeichnet. (Quelle: VLM)

Auch sei der Beruf in der Breite der Gesellschaft „sehr respektiert“, dies sei jedoch auch abhängig von den jeweiligen finanziellen Mitteln der Konsumenten. Er appellierte an die Absolventen, dass diese im Beruf neben ihrem Wissen auch Fantasie walten lassen sollten.

Unter den Auszuzeichnenden befanden sich insgesamt 72 Landwirtschaftsmeister/innen aus allen sieben bayerischen Regierungsbezirken Bayerns mit überdurchschnittlichen Leistungen. Weitere stammen aus Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

Vielseitig engagiert

Johannes Sailer auf dem Feld Foto: Alois Rohrwild-Sailer

Als bester Absolvent wurde Landwirtschaftsmeister Johannes Sailer aus Obertraubling-Höhenhof ausgezeichnet. Er ist nicht nur einer der Besten seines Faches, sondern der beste Landwirtschaftsmeister aus ganz Bayern. Mit einem Notendurchschnitt von 1,08 konnte er sich von den übrigen Meistern abheben. Neben der Meisterpreismedaille im Etui und der Meister-Urkunde wurde ihm auch als Jahrgangsbester der Meisterprüfung 2017 vom Verband landwirtschaftlicher Meister und Ausbilder in Bayern der Dr.-Hans-Eisenmann-Preis verliehen.

Johannes Sailer bewirtschaftet gemeinsam mit seinen Eltern Alois und Claudia im Landkreis Regensburg einen Marktfrucht-Haupterwerbsbetrieb mit rund 200 Hektar, vorwiegend Getreide, Raps, Zuckerrüben und Grünland. Seit Anfang dieses Jahres führt er gemeinsam mit seinem Vater einen gewerblichen Fuhrbetrieb.

In der Öffentlichkeit engagiert sich der 27-Jährige auch als 1. Vorsitzender des „Ring junger Landwirte Regensburg“ für die Landwirtschaft in unserer Region. Dass der ledige Agrarier Johannes Sailer auch bodenständig und heimatverwurzelt ist, beweist die Tatsache, dass er Mitglied bei der Feuerwehr und des Sportvereins ist. Bei den Eichenlaubschützen Oberhinkofen fungiert er als zuverlässiger Fahnenjunker.

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