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Samstag, 16. Dezember 2017 10

Bildung

Kinder bestimmen das Programm mit

Der Hort in der ehemaligen Gemeindekanzlei in Pfakofen ist seit September in Betrieb. Die Johanniter betreuen dort 22 Kinder.
Von Yvonne Weigl, MZ

Hortleiterin Anita Stadler und ihre Kollegin Nicole Herzog betreuen die Kinder im neuen Hort in Pfakofen. Foto: Weigl

Pfakofen.Seit 1. September gibt es in Pfakofen einen Hort. Dieser wird von den Johannitern betreut, die bereits seit mehreren Jahrzehnten Erfahrung in der Betreuung von Kindern haben. Bei einem Hort werden die Schulkinder nach Ende der Schule von pädagogisch ausgebildetem Fachpersonal betreut. Neben dem Mittagessen und der Hausaufgabenbetreuung wird im Hort in Pfakofen sehr viel Wert auf Bewegung an der frischen Luft gelegt.

Der Leiterin der Einrichtung, Anita Stadler, die einen Bachelor-Abschluss in sozialer Arbeit vorweisen kann, ist es sehr wichtig, „dass die Kinder, bevor sie Hausaufgaben machen, aktiv rausgehen können“. Auch nach Ende der zweiten Hausaufgabenzeit für jene Schulkinder, die später von der Schule kommen, wird versucht, so viel wie möglich an die frische Luft zugehen. Ab 15.30 Uhr werden Arbeitsgruppen, sogenannte AGs, angeboten. Am Freitag findet eine Kinderkonferenz statt. Dort „sagen wir den Kindern, was wir in der nächsten Woche machen und da können dann die Kinder sagen, da hab ich Lust drauf“, so Anita Stadler.

Die Pädagogen beraten

Die Kinder haben einen Vorsitzenden gewählt. „Die Pädagogen haben beratende Funktion, d.h. wir bringen Themen vor, aber die Kinder können auch eigene Themen einbringen. Zum Beispiel die Kinder haben beschlossen, was sie bei der Einweihungsfeier machen wollen oder was wir beim St.-Martins-Tag machen.“ Die Themen der Arbeitsgruppen orientieren sich dabei an den Jahreszeiten.

Montags findet die Spiele-AG statt. Je nach Witterung wird dabei draußen oder drinnen gespielt. Am Dienstag wird die Bewegungs-AG in der Schulturnhalle abgehalten. Hierzu hatten sich die Kinder in der Kinderkonferenz einen Bewegungsparcours gewünscht. Mittwochs ist Kreativ-AG. „Da Werken wir etwas. Diese Woche fangen wir an, einen Adventskalender zu basteln, weil das etwas länger dauert“, so Anita Stadler. Bei der Forscher-AG am Donnerstag wird geforscht. Und da jetzt die dunkle Jahreszeit anrückt, bewegt sich dabei derzeit alles um das Thema Schatten. Es wird der Frage nachgegangen, wie ein Schatten überhaupt entsteht. Und im Büro der Einrichtung steht auch bereits ein Karton für ein Schattenspiel bereit. „Es ist ja kein Hort für die Pädagogen, sondern ein Hort für die Kinder!“, erläutert Anita Stadler das Konzept, das sie gemeinsam mit ihrer Kollegin im Hort, Nicole Herzog, verfolgt.

Verschiedene Schwerpunkte

Generell verfolgt jede von den Johannitern betreute Einrichtung einen anderen Schwerpunkt. Laut Andreas Denk, Leiter für Kommunikation und Marketing, gibt es Einrichtungen, die einen Einrichtungshund oder Micropigs (Schweine) haben. Andere setzen einen Bewegungs- oder Sportschwerpunkt. Ein weiterer Hort ist „eine Firma, in der viele Ingenieure forschen“.Auch den Musik-Schwerpunkt kann es geben, denn „manche Erzieherinnen „haben ein riesiges musikalisches Know-how“, so Andreas Denk.

Zahlen und Zeiten

  • Plätze:

    Insgesamt stellt der Hort 40 Plätze in zwei Gruppen zur Verfügung. Derzeit besuchen 22 Kinder den Hort in den ehemaligen Räumen der Gemeindekanzlei, der erst vor gut zwei Monaten eröffnet wurde.

  • Betreuung:

    Hortleiterin ist Anita Stadler, die einen Bachelor-Abschluss in sozialer Arbeit hat. Ihre Kollegin ist die Erzieherin Nicole Herzog. Sie studiert berufsbegleitend soziale Arbeit.

  • Programm:

    Die pädagogische Kernzeit geht bis 15 Uhr. Ab 15.30 Uhr werden jeden Tag verschiedene Arbeitsgruppen angeboten, die sich mit Themen aus den Jahreszeiten beschäftigen.

  • Zielsetzung:

    Viel Wert legen die Betreuerinnen auf Bewegung, sehr gerne auch an der frischen Luft.

  • Raumangebot:

    Zur Verfügung stehen ein Gruppenraum mit Ruhebereich und Bauecke sowie ein Bewegungsraum, ein Hausaufgabenraum und ein Brotzeit- und Spieleraum.

  • Lob:

    „Wir arbeiten mit der Schule zusammen und mit dem Kinder-Haus. Wir haben einen ganz tollen Bürgermeister, der mir auch schon Schränkerücken geholfen hat“, berichtet Anita Stadler.

  • Einweihungsfeier:

    Am Donnerstag, 23. November, ab 14 Uhr sind alle Kinder, Eltern und Interessierte eingeladen. (lwy)

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