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Montag, 18. Dezember 2017 1

Ehrung

Köferinger ist ein echter„Fußballheld“

Daniel Vöhringer erhält als Einziger aus dem Kreis die Auszeichnung des Verbands. Mit 15 Jahren startete er als Trainer.
von Michael Sperger, MZ

Daniel Vöhringer ist auch noch selbst am Ball aktiv. Er geht für die SpVgg Illkofen auf Torjagd. Foto: Schmautz

Köfering.Der Bayerische Fußballverband zeichnet jedes Jahr aus den Fußballkreisen einen ehrenamtlichen Helfer unter 30 Jahren aus. „Fußballhelden 2017 – Aktion Junges Ehrenamt“ nennt sich der Preis. Doch es reicht nicht, sich einfach nur einzubringen. „Die 24 Kreissieger stehen exemplarisch für junge motivierte Mitarbeiter in den bayerischen Vereinen“, erklärte BFV-Präsident Rainer Koch bei der Preisverleihung in der Continental Arena.

Und mit dem Engagement kann man nicht früh genug anfangen. So wie der einzige Regensburger Preisträger Daniel Vöhringer. Der 21-Jährige trainiert die B-Jugend der SG Köfering/Alteglofsheim. Doch er begann schon viel früher mit seinem Einsatz. „Mit 15 Jahren entschloss ich mich, den Trainerjob zu beginnen“, sagt Vöhringer. Damals war er nicht recht viel älter als die D-Jugendlichen, die er über den Fußballplatz scheuchte. Den sogenannten „Club-Assistenten“, den Trainerschein für Jugendteams, machte er damals.

Vater als Vorbild

„Mein Vater, der schon selbst hochklassig Fußball spielte und trainierte, war mein großes Vorbild“, erklärt Vöhringer. Und auch das Spielen hat er nicht aufgegeben. Aktuell kickt er in der Kreisliga-Mannschaft der SpVgg Illkofen und absolvierte dort bis zum jetzigen Zeitpunkt 13 Saisonspiele. Zuvor spielte er in der Kreisklasse beim TSV Alteglofsheim.

Aktuell kümmert sich Vöhringer in seiner Mannschaft um 25 Kinder. Dazu steht ihm mit Peter Blendl ein Co-Trainer zur Verfügung. „Wir sind ungeschlagener Herbstmeister und visieren jetzt ganz klar die Meisterschaft und den Aufstieg an“, gibt Vöhringer das Ziel vor. Kein Wunder, denn seine Jungs erzielen Tore wie am Fließband. Die SG VfB/BSC Regensburg schickten sie mit 20:0 wieder nach Hause.

Spielertrainer als Ziel

Auch Vöhringer möchte längerfristig gesehen weiter auf Torjagd gehen. „Mein Ziel ist auf jeden Fall ein Posten als Spielertrainer in einer Herrenmannschaft“, sagt er. Doch aktuell fokussiere er sich voll und ganz auf die ausgegebenen Ziele mit seiner Jugendmannschaft.

Den Stress, der sich durch seine Doppeltätigkeit ergibt, kann Vöhringer nicht leugnen: „Jeden Tag nach der Arbeit tausche ich meinen Bänkeranzug gegen den Trainingsanzug aus und gehe auf den Fußballplatz.“ Doch er nimmt das alles gerne auf sich. „Mit meinen Jungs habe ich immer Spaß auf dem Platz.“ Die B-Lizenz als Trainer ist für ihn ein wichtiger Schritt für die Zukunft. „Mit Mitte 20 würde ich gerne bei den Herren arbeiten“, sagt der Nachwuchscoach. Mit seinen 21 Jahren komme er bei den Jugendlichen gut an und nutze auch seine Vorbildrolle voll aus. „Das geht auch über den Fußball hinaus.“ So sei er auch schon als Hausaufgabenhilfe oder persönlicher Berater gefragt gewesen.

Die Vita des Preisträgers

  • In der Jugend

    trainierte Daniel Vöhringer die JFG Blau-Weiß Süd 07. Die Jugendfördergemeinschaft wurde später zur SG Alteglofsheim/Köfering. Von der D-Jugend bis zur B-Jugend trainierte der Jugendliche verschiedenste Mannschaften.

  • Als Spieler

    wechselte Vöhringer 2015 vom FC Thalmassing, wo er in der 2. Mannschaft in der A-Klasse spielte, zum TSV Alteglofsheim. Dort spielte er zwei Saisons in der Kreisklasse und schaffte in der vergangenen Spielzeit in der Relegation den Klassenerhalt.

  • Nach Illkofen

    wechselte er zur aktuellen Saison 2017/18. Bei der SpVgg spielte er bislang 13 Spiele in der Kreisligamannschaft. Nach 15 Spieltagen steht Illkofen mit 22 Punkten im gesicherten Tabellenmittelfeld auf Platz sieben der Liga.

Bei der Jugend hat der Trainer einen guten Stand, er wird voll akzeptiert. „Im Herrenbereich wäre es in meinem Alter aber noch sehr schwer, sich durchzusetzen“, sagt Vöhringer. Außerdem liegen ihm seine Jungs am Herzen. „Es ist sehr spannend, die spielerische Entwicklung eines jeden Einzelnen mitzuerleben“, sagt er. Vöhringer kennt seine Spieler zum Teil schon, seit sie zwölf Jahre alt waren. „Die Mannschaft wächst im Laufe der Zeit zusammen“, bemerkt der Trainer. Das ist auch sein Werk, denn mit ihm hat das Team immer eine Konstante an der Seitenlinie. Auch das macht ihn zu einem wahren „Fußballhelden“.

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