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Freitag, 19. Januar 2018 4

Politik

Marktrat stimmt Klimaschutz-Konzept zu

Das Lappersdorfer Gremium will Maßnahmen daraus schrittweise umsetzen. Der Bund übernimmt 65 Prozent der Kosten.
Von Josef Dummer

Klimaschutz ist auch in Lappersdorf ein Thema. Das nun verabschiedete Klimaschutzkonzept soll Stück für Stück umgesetzt werden. Foto: dpa

Lappersdorf.In der jüngsten Marktratssitzung präsentierte Joachim Scheid von der Valentum Consulting Group das aktualisierte Klimaschutzkonzept des Markts Lappersdorf. Eine Aktualisierung war notwendig, nachdem der Marktrat im März dieses Jahres ein Klimaschutzmanagement beschlossen hatte.

Um dieses Klimaschutzmanagement mit einem Klimaschutzbeauftragten starten zu können, darf nach Aussage von Scheid ein beschlossenes Klimaschutzkonzept nicht älter als drei Jahre sein. Das letzte Konzept hat der Lappersdorfer Marktrat aber schon 2012 erlassen, so dass jetzt eine Überarbeitung notwendig wurde.

117000 Euro Personalkosten

Der erforderliche Maßnahmenkatalog wurde laut Scheid bereits in mehreren Sitzungen mit dem Klimabeirat erörtert. Die darin enthaltene Stelle eines Klimaschutzmanagers mit errechneten Kosten von rund 117000 Euro wird nach seinen Angaben mit 65 Prozent vom Bundesministerium für Umweltschutz bezuschusst. Weitere Förderungen seien im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, für externe Dienstleister und Weiterbildung sowie für „ausgewählte Maßnahmen“ bis zu 200000 Euro möglich, informierte Scheid die Räte. Diese nahmen das aktualisierte Klimaschutzkonzept zur Kenntnis, wollten jedoch herausgestellt wissen, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen „Schritt für Schritt und je nach Möglichkeit“ umgesetzt werden können.

Ein Grundstückseigentümer hat die Änderung des Bebauungsplans „Senioren-Zentrum Hainsacker“ beantragt, wobei die Änderung nichts mit dem Senioren-Zentrum selbst zu tun hat. Der Antragsteller plant den Abbruch der bestehenden Gebäude und den Neubau von zwei Mehrfamilienhäusern mit neun bis zwölf Wohnungen und einer Tiefgarage im Bereich der Pfarrstraße gegenüber der Pfarrkirche Hainsacker.

Bebauungsplan geändert

Nachdem das Vorhaben in großen Teilen nicht dem aktuell gültigen Bebauungsplan entspricht, wie Bauamtsleiter Christian Cesarz den Markträten mitteilte, sei eine Änderung des Bebauungsplans erforderlich. Der Marktrat schloss sich bei einer Gegenstimme der vorgeschlagenen Änderung an, wobei der Vorhabenträger die Kosten dafür zu übernehmen hat. Von den vorgestellten Varianten bevorzugten die Räte diejenige mit der Zufahrt aus dem Seraph-Baumer-Weg zur Tiefgarage. Die dortige Grünfläche soll dabei nach Möglichkeit erhalten bleiben.

Mietwohnungsbau

  • Heizung:

    Beim geplanten Mietwohnungsbau in Oppersdorf am Kirchengraben beschloss der Marktrat einstimmig ein Heizsystem mit Erdgas-Brennwert-Geräten und Solarkollektoren, das keine Mehrkosten verursacht. Eine Hocheffizienz-Luft-Wasser-Wärmepumpe, die Mehrkosten von über 47 000 Euro nach sich ziehen würde, wäre nicht förderfähig.

  • Fotovoltaik:

    Bei zwei Gegenstimmen wurde eine Fotovoltaik-Anlage auf dem Gebäude mit einer Nennleistung von zehn kWp für rund 19 000 Euro bewilligt. (ldk)

Einstimmig befürwortete das Gremium die Änderung des Bebauungsplans „Pielmühle/Eichelberg/Rodauer Weg“, die eine Aufteilung von ursprünglich zwei Grundstücken auf drei Parzellen mit immer noch jeweils mehr als 1000 Quadratmetern vorsieht.

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