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Mittwoch, 17. Januar 2018 9

Advent

Marktzauber kurz vor dem Fest

Alle Jahre wieder stimmt sich Hemau beim Christkindlmarkt auf die Feiertage ein. Nur das Wetter wollte nicht mitspielen.
Von Dietmar Krenz

  • Der beleuchtete Stadtplatz mit dem Christbaum auf der Stadtterrasse bietet die perfekte Kulisse für den Hemauer Christkindlmarkt. Fotos: Dietmar krenz
  • Die Jugendblaskapelle sorgte mit weihnachtlichen Weisen für Stimmung.

Hemau.Das Herz der Hemauer Vorweihnacht schlägt alle Jahre wieder auf dem Stadtplatz beim traditionellen Christkindlmarkt. Die stimmungsvolle Beleuchtung im neu gestalteten Zentrum, der imposante Christbaum auf der Stadtterrasse und die geschmückten Buden und Stände bilden ein echtes Kontrastprogramm, um der Hektik der Adventszeit zu entfliehen.

Leider machte diesmal das Wetter den Organisatoren einen gehörigen Strich durch die Rechnung. „Meistens trüb und nass“, lautete die Vorhersage für den Markt im Herzen des Tangrintel – und die Prognose sollte Recht behalten. Schon die Fieranten stellten frühmorgens ihre Pavillons und Klapptische bei Regen auf – das nasskalte Wetter war ein ständiger Begleiter bis in die Abendstunden.

Am Namenstag des Hl. Thomas

Sabrina Müller, Tanja Gräßl und Daniela Fahrnholz verkauften im Stand des Arbeiter-Samariter-Bunds für den guten Zweck.

Der Nikolaus samt Engerl beschenkte nicht nur den Nachwuchs.

Dass dadurch deutlich weniger Besucher zwischen den Ständen flanierten, sich Stollen, heißen Glühwein und Knackersemmeln schmecken ließen, war unübersehbar. Klein und groß drängte sich zumeist unter den provisorischen Überdachungen und ließ sich die Einstimmung auf die Feiertage aber dennoch nicht vermiesen. Am Termin für den Christkindlmarkt, drei Tage vor dem Weihnachtsfest, wird seit Jahrzehnten festgehalten. Die Großveranstaltung wurde schon immer am Namenstag des Hl. Thomas gefeiert – auch wenn dieser auf einen Wochentag fällt. „Daran wird sich nichts ändern, denn das ist das Besondere“, sagt Marktmeister Andreas Meyer, der für die Organisation verantwortlich zeichnet.

Mehr als 3o Fieranten und Standbetreiber waren auch diesmal angereist, um neben Bekleidung, Bürsten oder Kosmetika, ein breites Angebot an Weihnachtsgeschenken und -dekoration präsentieren zu können. Dazu gab es Lederwaren, hausgemachte Säfte, Socken und Mützen sowie Korbwaren, Honigspezialitäten, Reinigungsprodukte, aber auch Haushaltswaren wie Töpfe, Pfannen oder Staubsauger.

Einer der Fieranten ist Peter Düwel, der seit Jahren in Hemau aktiv ist. „Die Oberpfalz ist ein schwieriges Pflaster“, sagte er und lacht. „Die Leute sind zwar interessiert, aber gekauft wird fast nichts.“ Auch das schlechte Wetter trägt aus Sicht des Müncheners zum schwachen Umsatz bei.

Honigprodukte sind immer gefragt.

Ins gleiche Horn stößt Michael Bretzl, der mit seinen Christbäumen buchstäblich im Regen steht. „Jeder versichert mir, dass es wahre Prachtexemplare sind. Aber niemand nimmt einen mit nach Hause.“ Zumeist haben die Leute bereits einen Christbaum. „Dabei geht der Trend zum Zweitbaum“, scherzt der Beratzhausener.

Peter Huster und seine Gattin Christine sind mit Reinigungs- und Gesundheitsartikeln am Start. Seit 15 Jahren ist für das Paar aus Schöllnach der Hemauer Markt der Jahresabschluss. „Es tröpfelt“, antwortet der Fierant auf die Frage nach dem Geschäft. „Bei der Wallfahrt zur Heiligen Dreifaltigkeit auf dem Eichlberg geht einiges mehr“, informiert Huster. „Wenn wir unsere treue Stammkundschaft nicht hätten, lohnt sich der Aufwand kaum noch.“

„Bratwurstsemmeln nackert“

Schwerer Stand im Regen: Michael Bretzl mit seinen Christbäumen.

Während bei den Warenständen die Besucher zumeist nur vereinzelt verweilen, herrscht bei den vielfältigen Essens- und Getränkeangeboten fast immer Hochkonjunktur. Warteschlangen bilden sich zwar eher selten, aber die Mitglieder der Vereine oder des Fachgeschäftekreises haben gut zu tun. „Zwei Bratwurstsemmeln nackert und zwei Knackersemmeln mit allem“, ruft die junge Dame ihren Helfern am Grill zu und kassiert.

Mittendrin stattet der Nikolaus mit seinen beiden Engerln dem Markt einen Besuch ab. Die kleinen Geschenke, die er an den Nachwuchs verteilt, werden traditionell vom Fachgeschäftekreis finanziert. Die Körbe der Engel sind noch gut gefüllt, denn bei solch einem Wetter ist auch der Nachwuchs nicht so stark vertreten. „Deshalb bekommen auch die Erwachsenen etwas – „aber nur, wenn sie auch brav waren“, sagt der Heilige Mann.

Budenzauber

„Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden“, zieht Marktmeister Andreas Meyer am Ende Bilanz und hofft, dass im nächsten Jahr wieder besseres Christkindlmarktwetter herrscht.

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