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Samstag, 20. Januar 2018 11

Bildung

Schüler entdecken die Elektronik

In Laaber sollen Mathematik, Informatik und Technik erlebbar werden. Die Kinder bauen Wechselblinker und Polizeisirenen.
Von Peter Pavlas

Die Kinder der 3. Klasse basteln begeistern an ihren Projekten. Foto: Pavlas

Laaber.Am Montagnachmittag hängt der leicht beißende Geruch von geschmolzenem Lötzinn im Physikraum der Laaberer Mittelschule. Es herrscht ebenso entspannte wie konzentrierte Arbeitsatmosphäre. Schülerinnen und Schüler aus den dritten Klassen beugen sich über Platinen mit aufgezeichneten Schaltplänen und hantieren zielsicher mit Lötkolben, LEDs und Kondensatoren. „Heute baue ich einen Wechselblinker“, erklärt Matthias. Selbstständig machen die Kinder erste Schritte ins Experimentieren und Erforschen im Bereich von Technik und Elektronik.

„Wir wollen das Interesse unserer Schüler am MINT-Bereich schon möglichst frühzeitig wecken und ihnen den Umgang mit den Feldern Mathematik, Informatik und Technik voller Freude erlebbar machen“, erklärt Schulleiterin Karin Alkofer das Anliegen der Schule. Unterstützt wird das Projekt vom gemeinnützigen Verein „TfK –Technik für Kinder e. V.“. Der hat es sich als Initiator der Veranstaltung zum Ziel gesetzt, Kinder frühzeitig und nachhaltig für Handwerk und Technik zu begeistern, um dem bereits jetzt spürbaren Fachkräftemangel gezielt entgegenzuwirken. Seit Jahren wird die Schule dabei von der Firma Ludwig Freitag Elektro-GmbH & Co. KG unterstützt. Sie sponsert unter anderem die Koffer mit den Werkzeugen und schickt die Technikexperten. Vor Ort arbeiten die Kinder mit Ausbildungs- und Projektleiter Florian Fruth, seinem Kollege Matthias Muschke und den beiden Auszubildenden Vanessa Oswald und Moritz Bär zusammen. Letztere haben sich bei einer Fortbildung an der Technischen Hochschule Deggendorf das pädagogische Rüstzeug für den Umgang mit Drittklässlern geholt.

Die Idee

  • Initiator:

    Die Aktion „SET – Schüler entdecken Technik“ wurde vom Verein „Technik für Kinder e. V.“ der Technischen Hochschule Deggendorf ins Leben gerufen.

  • Partner:

    Seit Jahren arbeitet die Schule Laaber mit der Firma Elektro-Freitag in Parsberg zusammen. Jeweils ein Dutzend Drittklässler lernen den Umgang mit elektronischen Bauteilen und den passenden Werkzeugen.

  • Ziel:

    Die Kinder sollen sich frühzeitig mit Technik auseinandersetzen und nachhaltig dafür begeistern.

„Sehr mutig“ findet Konrektorin Birgit Schwerdt die Arbeit der Betreuer, die mit Engelsgeduld erklären und helfen. Die Kinder machen es ihren Tutoren aber auch nicht schwer. Das wird bei einem kurzen Besuch im Physiksaal klar. Zu interessant ist die Freude am Selbermachen. „Ein Namensschild haben wir bisher schon gebaut und eine Taschenlampe“, freuen sich Ben und Jakob beim vierten von sechs technischen Nachmittagen. Das Projekt „Technik für Kinder“ findet großen Anklang. „Die Nachfrage der Eltern ist größer als unser Angebot“, erklärt Schulleiterin Alkofer. Welche Früchte die gemeinsamen Bemühungen von Schule und Wirtschaft tragen können, erläutert Sebastian Hahn, Pressesprecher des Unternehmens: „Ein ehemaliger Kursteilnehmer hat bereits bei Elektro-Freitag als Auszubildender angefangen.“ Und der kleine Luis hat sich auch schon anstecken lassen von der Begeisterung für Technik. Er möchte später einmal bei der Maschinenfabrik Reinhausen arbeiten.

Bei den letzten beiden Sitzungen wird die ruhige Arbeitsatmosphäre durch markantes Heulen unterbrochen werden. Dann steht nämlich der Bau einer „Kojak“-Polizeisirene auf dem Programm. Danach gibt es für alle Teilnehmer eine Urkunde.

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