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Sonntag, 17. Dezember 2017 10

Baustelle

Seedorf: Ende der Bauarbeiten in Sicht

Am 21. September kommt die erste Asphaltschicht auf die Straße. Im Oktober sollen wieder die Autos rollen.
Von Josef Eder, MZ

Am 21. September soll die erste Asphaltschicht auf die R 4 kommen. Fotos: Eder

Seedorf.Die Leidenszeit der Seedorfer neigt sich dem Ende entgegen. Voraussichtlich am Donnerstag, 21. September, soll die das Dorf durchschneidende R 4 mit der ersten Asphaltschicht versehen werden. Die Straßenbauer von der Mintrachinger Baufirma Guggenberger sehen den Termin „sportlich“. „Wir nehmen die Herausforderung an“, sagen sie.

Die unbeständige Witterung könnte ihnen für diesen angedachten Termin noch einen Strich durch die Rechnung machen, bedenkt Uli Zausinger. Er ist stellvertretender Leiter des Sachgebietes Tiefbau im Landratsamt Regensburg. „Die Trasse bleibt jedoch bis zur endgültigen Fertigstellung weiterhin gesperrt“, sagt er. Ende Oktober sollte die Baumaßnahme laut seiner Aussage abgeschlossen sein. Er stellt den Seedorfern in Aussicht: Sollte es bautechnisch durchführbar sein, könnte in Abschnitten eine Befahrung bewerkstelligt werden.

Sperrung bleibt zeitweise bestehen

Im Oktober sollen die Baumaßnahmen in Seedorf abgeschlossen sein. Foto: Eder

Nach dem Einbau der ersten Asphaltschicht werden aber zeitweise zwei Bagger beidseitig auf der Fahrbahn stehen, um die Entwässerungen fertigzustellen. Dann würde der Verkehr die Arbeiten nur behindern und zu weiteren Verzögerungen führen. „Des Weiteren beschädigen diese schweren Baumaschinen, die dann schon eingebaute Oberschicht, wenn sie sich im engsten Bereich drehen“, erklärt Zausinger. Deshalb würden die Bagger beide Fahrstreifen für ihre Arbeit benötigen.

Weiter wirbt er um Verständnis, dass sich die Arbeiten über den anberaumten Fertigstellungstermin hinauszögen. Als die Bauarbeiten am 12. Juni begonnen hatten, war noch der 13. September als Fertigstellungstermin eingeplant. Die Straße sollte nämlich zum Schulbeginn wieder befahr sei. Bautechnische Spezifikationen sowie Versorgungsunternehmen, die ebenfalls Rohre und Datenleitungen einbauen wollen, hätten laut Zausinger zu den zeitlichen Verzögerungen geführt.

Polier Martin Niewien ist alles andere als erfreut über diese Umstände. In Pentling, wo er in der Hölkeringerstraße auch die Bauleitung hatte, konnten die Arbeiten um einige Wochen früher als geplant abgeschlossen werden. „Hier in Seedorf machte uns die wechselhafte Witterung zusätzlich zu schaffen“, serklärt er die Zeitverzögerung. Er setzte mit einem Trupp Rohr um Rohr der Entwässerungsleitungen entlang der Staatsstraße 2134.

Seit Juni wird die Straße saniert. Foto: Eder

Im Ortsbereich sind die Randsteine gesetzt, der Verkehrsteiler fertig gepflastert. Trotzdem schien der Ort während der Bauarbeiten wie ein geteiltes Dorf. Für die Bürger war es wegen der Straßensperrung ein Hindernislauf, wenn sie zu Fuß quer von einem zum anderen Ortsende wollten.

Die Straßenentwässerung ist nahezu fertig. Auch die Mehrzweckleitungen, die den Straßenkoffer sowie dessen spätere Oberfläche entwässern, sind eingebaut. Hier haben die Durchläufe und die Entwässerung punktgenau zu erfolgen. Der Anschluss der vorhandenen Gräben wird Zug um Zug geschehen.

Landkreis unterstützt Seedorf

Die Baumaßnahme kostet 0,96 Millionen Euro bei einer Ausbaustrecke von ungefähr einem Kilometer. Der Landkreis musste für den Straßenbau Grunderwerb tätigen, die in dieser Summe mit aufgegangen sind. Auf das staatliche Straßenbauamt entfallen Kosten von 64 000 Euro. Die Gemeinde Pentling muss für den Fahrbahnteiler 23 000 Euro berappen. Der Landkreis erhält 56 Prozent der Kosten als Zuschuss, erklärt Hans-Peter Heindl, Leiter des Tiefbauamtes im Landratsamt.

Auswirkungen der Arbeiten

  • Umleitungsstrecken:

    Die Strecke läuft von Seedorf über Pentling von der ST 2143 über die Römer-, Raiffeisen- und Regensburger Straße auf die B16, die Hohengebrachinger Straße auf die R4 und umgekehrt. Die Strecke von Seedorf über Obertraubling von der R 30 über Wolkering, Gebelkofen, Egglfing R12 über Obertraubling und Piesenkofen ist auch als Umleitung ausgeschrieben.

  • Beschilderung:

    Von dort geht es auf die R20 nach Oberhinkofen und umgekehrt. Die Umfahrungen sind ausgeschildert.

  • Landgasthof Weigert:

    Der mehrmonatige Straßenbau hat besonders in den Sommermonaten den Umsatz einbrechen lassen. Der Gasthof war und ist auch während den Bauarbeiten zu erreichen. Doch scheuten auch Stammgäste die allzeit mögliche Zufahrt über die Schotter- oder die Betonstraße, die den Ortskundigen bekannt ist. (lje)

Betroffen von den Baumaßnahmen ist der Bereich ab der Einmündung der Staatsstraße 2143 (Bad Abbach bis Poign) bis zur Abzweigung (Schlittenhang) in die R 20 Richtung Oberhinkofen. Umgebaut werden auf dieser Strecke die bestehenden Kreuzungen von der Einmündung der Kreisstraße R 20 bis zur Staatsstraße 2143. Am nördlichen Ortseingangsbereich aus Hohengebraching kommend wird zusätzlich eine Querungshilfe eingebaut. Ebenfalls wird ein Fahrbahnteiler (Tropfen) bei der Einfahrt in die R 4 (Höhe Schlittenhang) noch im Bereich der R 20 eingebaut. Ein weiterer nach der Einfahrt in die R 4 von der Staatsstraße 2143 kommend.

Hier entsteht ein zusätzlicher Rechtsabiegerkeil, so dass die von der BAB A 93 (Richtung Bad Abbach) kommenden und in die R 4 einbiegende Fahrzeuge nicht mehr auf die Gegenfahrbahn geraten. Besonders bei Schwerlastfahrzeugen war dieses öfters gegeben. Die Kreisstraße weist nach Beendigung der Erneuerung dann im Außerortsbereich eine Breite von 6,5 Metern auf. Im Innerortsbereich bleibt die Breite.

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