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Samstag, 20. Januar 2018 10

Politik

Stadt steht vor großen Herausforderungen

Neutraubling wächst und damit wachsen die Aufgaben. Der Stadtrat zog positiv Bilanz. Politiker raten zu Finanzdisziplin.
Von Petra Schmid

An der Grundschule sind im Lauf des Jahres die letzten Abbrucharbeiten erfolgt und eine Tiefgarage mit knapp 70 Stellplätzen entsteht. Archivfoto: Jaumann

Neutraubling.Zum Jahresende blickt man gerne zurück auf das Erreichte und schaut nach vorne zu den kommenden Aufgaben und Herausforderungen. Das Stadtratsgremium um Bürgermeister Heinz Kiechle tat dies bei der jüngsten Stadtratssitzung ebenfalls. Er wolle gar nicht großartig viele Themenbereiche anreißen, denn erst bei der kürzlich stattgefundenen Bürgerversammlung habe er zu den Tätigkeiten der Stadt im abgelaufenen Jahr Stellung genommen, sagte er einleitend. Vieles, was im vergangenen Jahr begonnen wurde, sei nun fertig oder nahezu fertiggestellt. Beispielsweise seien an der Grundschule die letzten Abbrucharbeiten erfolgt und eine Tiefgarage mit knapp 70 Stellplätzen werde gebaut. Man sei gerade dabei, Erdgeschoss und erste Etage des Baus für den Winter dicht zu machen, zählte der Rathauschef auf.

Homepage für Anfragen

In Sachen Wohnraum müsse man auch künftig am Ball bleiben. Die Krones-Stiftung sei gerade dabei, eine Homepage für Anfrage einzurichten. Oft werde er bei Bürgersprechstunden nach Bauplätzen oder Wohnungen angesprochen, sagte Kiechle. „Gerade kleine Wohnungen werden gebraucht“, hob er hervor. Auch müsse man daran denken, dass die Betreuungseinrichtungen mehr gefordert würden. Denn, wenn 2018 das erste Baugebiet bezugsfertig würde, gehe es „ruck zuck“ und Krippen- und Kindergartenplätze würden benötigt, blickte der Rathauschef voraus. Außerdem stünden mit dem geplanten Rathausbau und der Sanierung des Bürgerzentrums in den kommenden Jahren große Aufgaben an, zählte Kiechle auf.

In den mehr als 20 Sitzungen des Gremiums sei intensiv diskutiert worden. Wenn jeder akzeptieren könne, dass die Mehrheit gegen eine eigene Meinung sei, dann habe man Demokratie richtig praktiziert, hob der Bürgermeister hervor. „Wer nicht kompromissfähig ist, darf nicht in die Politik gehen!“

Abschließend dankte Kiechle den Stadtratsmitgliedern und den Verwaltungsmitarbeitern für ihr Engagement zum Wohle der Stadt. Er freue sich auch immer, wenn er von den Bürgern oder Gewerbetreibenden Anregungen erhalte, sagte er weiter und übergab das Wort an die Fraktionssprecher.

Wenn man auf die große Politik blicke, stelle man fest, hier werde derzeit nur überlegt, wer mit wem eine Koalition schließe, sagte CSU-Fraktionssprecher Philipp Ramin. In Neutraubling habe man kein solches Abstimmungsverhalten. Man bemühe sich vielmehr sich gegenseitig zu überzeugen, um das Beste für Neutraubling zu erreichen. Er wolle sich im Namen der CSU-Fraktion für die konstruktive Zusammenarbeit bedanken, hob Ramin hervor. Es gebe keinen Anlass, sich zurückzulehnen, denn vieles müsse im neuen Jahr angepackt werden.

Kollegiale Zusammenarbeit

Freie-Wähler-Fraktionschef Harald Stadler sprach von einem ereignisreichen Jahr mit so mancher Überraschung. Es sei im Stadtrat kollegial und intensiv zusammengearbeitet worden. Man habe große Investitionen und Projekte auf den Weg gebracht. Und auch in den kommenden Jahren, stehe vieles an. Hierzu bedürfe es eines finanziellen Kraftakts. Haushaltsdisziplin müsse an den Tag gelegt werden, mahnte Stadler. Das eine oder andere Projekt werde man wohl einige Zeit aufschieben müssen, blickte er voraus. Dank der Industrie und der Steuereinnahmen durch die Bürger könne sich Neutraubling als attraktiver Wirtschaftsstandort vieles leisten, fasste der Freie Wähler zusammen.

Für die „Aktiven Bürger“ sprach Dr. Edwin Schicker: Wenn man sich in der Stadt umschaue, sehe man: Neutraubling wächst. Vieles, was 2016 beschlossen wurde, sei umgesetzt worden. Im Stadtrat sei man zwar nicht immer einer Meinung, aber viele der Beschlüsse würden einstimmig gefasst. Dr. Schicker hob hervor, dass die Unterlagen für die Sitzung sehr gut vorbereitet seien. Man merke, in der Verwaltung werde eine tolle Arbeit geleistet.

Den Abschluss im Fraktionsreigen bildete Gabrielle Drallmer für die Sozialdemokraten. Die guten Diskussionen und schnellen Entscheidungen unterschieden sich von der großen Politik, sagte sie. Wenn sie sich den Investitionsplan für die kommenden Jahre ansehe, stehe man vor großen Entscheidungen. Auf manche Dinge werde man wohl verzichten müssen. Auch wenn alle wichtig seien, aber der Geldbeutel nicht alles hergebe, müsse man Abstriche machen. Man wolle schließlich nicht, dass nachkommenden Generationen vor leeren Kassen stünden.

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