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Landkreis
Samstag, 16. Dezember 2017 10

Wettbewerb

Strategien guter Suchtprävention

Schulen können sich mit ihren eigenen Projekten anmelden. Preise in Höhe von 1750 Euro sind ausgeschrieben.

Alkoholmissbrauch soll an den Schulen verhindert werden. Dafür können Lehrer und Schüler gemeinsam Programme ausarbeiten.Foto: Jens Kalaene/dpa

Regensburg.Der Suchtarbeitskreis des Gesundheitsamts beim Landratsamt Regensburg nimmt auch in diesem Jahr am Präventionswettbewerb „Strategien guter Suchtprävention an Schulen in der Oberpfalz“ teil.

Der Wettbewerb wird vom Suchtarbeitskreis Oberpfalz ausgerichtet und wendet sich an alle Schulen in der Oberpfalz, von der Grundschule bis zum Gymnasium, einschließlich der Berufsschulen des Landkreises und der Stadt Regensburg.

Fachkräfte wollen unterstützen

Präventionsfachkräfte des Gesundheitsamtes unterstützen Lehrer, Eltern und Schüler bei Fragen zur Suchtprävention, Aktionen wie der Organisation von Theatern oder Seminaren sowie bei konkreten Fragen zum Wettbewerb. Die Sieglinde-Nothacker-Stiftung stellt wieder Preise in Höhe von 1750 Euro für zwei Schulen im Landkreis und zusätzlich in gleicher Höhe für zwei Schulen in der Stadt Regensburg zur Verfügung. Die Preise werden am Schuljahresende in einer Feierstunde im Landratsamt öffentlich überreicht.

Mit dem Preisgeld können bestehende Projekte und Aktivitäten der Suchtprävention inhaltlich und finanziell unterstützt werden. Darüber hinaus ist es möglich, auch für neu anstehende Projekte, Unterstützung über die Stiftung oder den Suchtarbeitskreis zu erhalten.

Bewerben können sich Schulen, die für die Suchtprävention ein Gesamtkonzept erstellt haben sowie an laufenden Projekten der schulischen Suchtprävention arbeiten, welche langfristig angelegt sind oder mindestens bis zum Schuljahr 2016/17 aktuell waren. Auch mit grenzüberschreitenden Suchtpräventionsprojekten mit europäischen Partnerschulen, die einen gemeinsamen Antrag stellen, kann man sich bewerben.

Das Projekt soll nachhaltig sein. Langfristig angelegte Projekte mit dokumentierten Erfolgen wie „Klasse 2000“, „Nichtraucherwettbewerb Be smart don’t start“, „Lions-Quest-Programme“, „PiT-Prävention im Team“, eigene Suchtpräventionstage dienen als Vorreiter. Wichtig sind außerdem konstruktive Verhaltenstipps kombiniert mit der Steuerung von Rahmenbedingungen. Beispiele sind alkoholfreie Schulfeste, günstige Preisgestaltung für alkoholfreie Getränke oder Entwicklung einer Schulvereinbarung „Suchtprävention“. Gerne gesehen sind vernetzt durchgeführte Schulveranstaltungen, die in Kooperation mit den Fachstellen vor Ort durchgeführt werden und Schüler und Eltern aktiv einbinden.

Aktivitäten, die die Lebenskompetenzen, Gesundheit und Entwicklung der Schülerinnen und Schüler stärken sind eine weitere Möglichkeit.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat zehn zentrale Lebenskompetenzen definiert, die Menschen helfen können, psychisch gesund zu bleiben. Diese sind auch für Schüler wichtig.

Selbsteinschätzung wichtig

Die Wahrnehmung des eigenen Körpers und seiner Bedürfnisse, des eigenen Charakters, der Stärken und Schwächen, Wünsche und Abneigungen. Die Fähigkeit, sich in eine andere Person hinein zu versetzen und Mitgefühl und Verständnis zu entwickeln.

Kognitive Fähigkeit, über den direkten Erfahrungshorizont hinauszuschauen, die vorhandenen Alternativen und deren Konsequenzen abzuschätzen und Aktivitäten zu planen. Die Fähigkeit, Informationen und Erfahrungen objektiv zu analysieren. Auch die eigene Entscheidungsfähigkeit spielt eine große Rolle. Die Fähigkeit, Vor- und Nachteile gegeneinander abzuwägen und konstruktive Entscheidungen zu treffen. Das sind nur Auszüge aus dem Programm der WHO, die auch von Jugendlichen beherzigt werden sollen.

Der Wettbewerb

  • Gute Suchtprävention

    misst sich nicht an spektakulären Einzelaktionen oder abschreckenden Darstellungen von Sucht, sondern an zahlreichen, immer wiederkehrenden, positiven Anstößen im alltäglichen Leben, an positiven Vorbildern und besonders an förderlichen Beziehungen zu Kindern und Jugendlichen.

  • Die Bewerbungsunterlagen

    und weitere Informationen gibt es unter www.suchtinfo-oberpfalz.de sowie am Gesundheitsamt Regensburg bei Helga Salbeck unter der Telefonnummer (0 941)4 009 740 oder per E-Mail an: helga.salbeck@lra-regensburg.de. Einsendeschluss für den Wettbewerb ist am 18. Mai 2018.

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